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Rentabilität - gibts die wirklich?

Featured Replies

Geschrieben

Von: Jörg Gravenhorst; [email protected]

Date: 12.06.02

Time: 23:06:27

 

Tach` zusammen! Ich bin (vielleicht) ein Neuer. Zur Zeit beschäftige ich mich mit den Kosten eines TWIKEs. Bei den Anschaffungskosten kann einem ja ganz schön mulmig werden! Fahrt ihr so ein Gefährt aus Spass an der Freud, allerdings nicht unter Rentabilitätsgesichtspunkten? Ich weiß nicht, wie lange hält solch eine Batterie; ist sie platt, fliegen die Tausender nur so. Habt ihr eine Rechnung mit einem "normalen" Wagen mal durchgerechnet? Wie sieht es mit Reparaturkosten aus? Habt ihr Probleme mit dem Memory Effekt? Fragen über Fragen. Die größte ist allerdings der ziemlich hohe Preis in Verbindung mit Rentabilität. Vielleicht kann mir ja jemand mal was vorschwärmen :-) Mit Dank im Voraus Jörg

 

 

 

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 09.05.07

Time: 22:41:30

 

Ich habe mein TW 650 jetzt genau 6 Jahre, bin 65000 km gefahren und meine Finanzministerin hat gerade mal durchgerechnet, dass bis jetzt - incl. Anschaffungspreis genau 0,48 € pro Kilometer zusammengekommen sind. Jetzt kannst du dir ausrechnen, ob das rentabel ist. Jedenfalls würde ich es wieder machen.

 

 

 

 

Geschrieben

Von: Martin tw 506

Date: 04.07.02

Time: 08:48:00

 

hALLO

 

Also hört mal...! Das Twike ist massiv billiger als ein Auto: Ihr dürft eben nicht mit dem üblichen Abschreiber rechnen. Ich habe ein 5-jähriges Twike mit 60'000 km für 16'500 Franken verkauft - mach das mal einer mit der Benzinkutsche. Rostet ja nix - und die Batterien müssen zu den laufenden Kosten gerechnet werden. - Das sind etwa 15 Cent pro Kilometer, was die Benzinkutsche auch etwa an Sprit verschluckt. Dafür kostet dann das TWIKE umgerechnet anstatt 18'500 noch gut 12'000 Euro beim Neukauf! Dann kommen die Verkehrssteuern: 5 Jahre Steuerfrei und nachher sehr wenig - bzw. in der Schweiz lebenslänglich zwischen 0 und 40 Euro pro Jahr. Versicherung sehr tief (Vollkasko auf 25'000 CHF Neupreis, Haftplichtversicherung und Fremdlenkerversicherung zusammen 560 CHF) Energiekosten 50 Euro pro Jahr bei 10'000 km - plus Oekostrom-Zuschlag gleich 150 Euro (total). Zwei Service pro Jahr plus je ein Satz Reifen und Bremsbacken vorne ca. 800 Euro.

 

Gibt 28 Cent pro Kilometer laufende Kosten. Wertabschreibung unbekannt bzw. variabel - bei mir war es beinahe nix (1500 Franken auf 4.5 Jahre). Alles in allem bin ich trotz diversen Experimenten, unnötigen Nachrüstungen (die ja jetzt nicht mehr so oft vorkommen sollten) auf 31 Cent pro Kilometer (bei ca. 12'000 km pro Jahr) gekommen. Das mache mal mit einem Benziner.... Meine alte Vespe hat ja schon 23.5 Cent pro Kilometer gekostet. Und was für eine Gutschrift rechne ich für das Kinderlachen, das ich am morgen auf dem Arbeitsweg auslöse - und die vielen interessanten Bekannschaften, die so ein Kommunkationsmittel auslöst? Twike it easy! Martin

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 12.07.02

Time: 07:11:39

 

Man muß wohl wie folgt differenzieren:

 

Wenn man neue Autos (=großer Wertverlust) kauft ist das Twike deutlich günstiger.

 

Wenn man alte Gurkenautos fährt (=kaum Wertverlust und mit etwas Glück und Geschick trotzdem geringe Reparaturkosten), dann wird die Benzingeld-Ersparnis durch die Batteriekosten aufgewogen. -----> Bleibt also als nur noch die günstigere Steuer und Versicherung.

 

Hendrik

Geschrieben

Von: Joachim Nock TW673, [email protected]

Date: 17.06.02

Time: 13:47:34

 

Hallo Jörg,

 

> Ich bin (vielleicht) ein Neuer. Zur Zeit > beschäftige ich mich mit den Kosten eines > TWIKEs. Bei den Anschaffungskosten kann einem > ja ganz schön mulmig werden!

 

Das ging mir ganz genauso, bevor ich mir das Twike zugelegt habe.

 

> Fahrt ihr so ein Gefährt aus Spass an der Freud, > allerdings nicht unter Rentabilitätsgesichtspunkten?

 

Aus beiden Gründen. Allerdings hat bei mir vor dem Kauf die Rentabilität eine große Rolle gespielt und die Reaktionen, in denen von Spaßfaktor die Rede war, blieben mir etwas unverständlich. Nachdem ich nun ein Jahr Twike fahre kann ich nur sagen, daß der Spaßfaktor eine sehr, sehr viel größere Rolle spielt. Ich würde das Twike auch fahren, wenn es weniger rentabel als die Benzinkutsche wäre.

 

> Ich weiß nicht, wie lange hält solch eine > Batterie; ist sie platt, fliegen die Tausender > nur so.

 

Praktisch geht man von 40.000 Kilometer aus, allerdings ist das Alter der Batterien auch ein begrenzender Faktor. Das heißt aber nicht, daß sie dann ihren Dienst einstellt, sondern nur, daß sie dann noch 80% ihrer Kapazität aufweist. Wem das für seine Strecken ausreicht, kann die Batterien natürlich weit länger fahren.

 

> Wie sieht es mit Reparaturkosten aus?

 

Reparaturen gab es bei mir bisher eigentlich nur einmal: Als der Drehzahlgeber ausfiel und das wurde auf Garantie behoben. An Verschleißteilen gibt es nur die Reifen und die Bremsbeläge (die man sowieso nicht braucht, die sind nur für den TÜV eingebaut. Wir bremsen ja elektrisch... ;) Reparaturen treten eigentlich nur dann auf, wenn das Twike durch Unfall oder Vandalismus beschädigt wird. Da man bei den günstigen Versicherungen aber sowieso eine Vollkasko ohne SB hat, ist das zwar ärgerlich, aber nicht wirklich teuer.

 

> Habt ihr Probleme mit dem Memory Effekt?

 

Mit welchem? Es gibt mindestens drei Effekte, die man unter dem Namen kennt. ;) Aber nein, ich habe damit keine Probleme.

 

> ziemlich hohe Preis in Verbindung mit Rentabilität. > Vielleicht kann mir ja jemand mal was vorschwärmen :-)

 

Teile die errechneten Kosten noch durch den Spaßfaktor, den man mit mindestens 3 bewerten kann. ;)

 

Ciao, ...Joachim

 

P.S.: Woher kommst du? Schweiz, Deutschland?

Geschrieben

Von: Jörg Gravenhorst; [email protected]

Date: 22.06.02

Time: 22:44:09

 

Wie gesagt, äh geschrieben: ich befinde mich auf dem Weg ein Besitzer zu werden. Am Mittwoch habe ich mal ein TWIKE fahren dürfen. Der Spassfaktor ist ein gehöriger! Aber auch Spass will bezahlt werden :-( Über die Umweltbank bekommt man ja ganz akzeptable Zinsen (6,95%), aber: die Anschaffungskosten sind leider sehr hoch (aus verständlichem Grund). Ich lebe hier mitten im Pott (Bochum) und könnte mir so ein TWIKE schon gut vorstellen; ich hoffe ich bekomme es hin! Mit Gruß Jörg

 

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 25.06.02

Time: 16:38:43

 

Hallo Joerg,

 

erzaehle doch mehr ueber diese Umweltbank - davon hoere ich jetzt zum ersten male!

 

Gruß Ado

 

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 14.07.02

Time: 16:23:49

 

Hallo Ado,

 

Die Umweltbank in Nürnberg ist eine Bank die sich auf den Bereich ökologischer Geldanlagen spezialisiert hat. Man kann dort Geld in vrschiedensten Formen anlegen, aber auch Kredite bekommen. Ist übrigens an der Börse notiert. Mehr unter www.umweltbank.de

 

Schönen Gruß Ch. Adam

 

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 12.06.02

Time: 23:54:33

 

Hallo,

 

meine Vorgabe war: Das Twike darf nicht teurer sein als ein Auto. Gleiche Kosten sind für mich aus verschiedenen Gründen ok. Mein Vergleich ergab eine Einsparung von 200,- DM pro Jahr gegenüber meinem Fiat Uno mit ungeregeltem Katalysator. (Allerdings Fiat nur Haftpflicht / Twike mit Vollkasko) Über die Annahmen die ich wählte läßt sich natürlich streiten. Sie folgen hier: Lebensdauer Auto 10 Jahre / Twike 20 Jahre 12500 km Strecke pro Jahr Alle 5 Jahre ein neuer Akkusatz für 5000,- DM fürs Twike

 

Einfacher kann man sagen: Die Kosteneinsparung bei Benzin wurde ziehmlich genau durch die 1000,- DM Akkukosten pro Jahr aufgehoben.

 

Hendrik

 

 

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