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Technik kennen gelernt - Ein Erfahrungsbericht

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Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 12.05.02

Time: 03:10:57

 

Hallo Twiker,

 

diesen Artikel schreibe ich um anderen Neulingen außer mir Hilfestellung zu geben.

 

Ich fahre das Twike 512. In wie weit meine Technik mit der anderer Twikes identisch ist kann ich nicht beurteilen.

 

Alles begann relativ harmlos mit einer Reifenpanne. Ich bemerkte zunächst garnicht, daß ich auf der Felge fuhr, sondern wunderte mich nur über ein "klackern". Radlager defekt? - dachte ich. An der nächsten Ampel stieg ich aus und sah die Bescherung. Ein Platten macht sich also zumindest im Stadtverkehr nicht bei den Fahreigenschaften bemerkbar! Zum Glück gab es keine größeren Schlaglöcher, so daß meine Felge heil blieb. Also Reifenpilot gekauft und damit den Reifen gefüllt (sollte man an Stelle eines Reseverades immer dabei haben). Weit kam ich damit jedoch auch nicht da das Teil welches sich in meinen Reifen gebohrt hat wieder raus flog und das Loch wohl zu groß war. Um wenigstens nach Hause zu kommen habe ich mir dann einen Kompressor ausgeliehen, der im Kofferraum des Twike Platz fand. So konnte ich zwischendurch den Reifen aus dem Druckluftspeicher nachfüllen. Da die Reifen alle nicht mehr sehr gut aussahen beschloß ich sie komplett zu wechseln. Eigentlich kann man beliebige Mofareifen der vorgeschriebenen Größe aufziehen. Da die Maloyareifen wärmstens empfohlen sind wollte ich jedoch unbedingt diese haben. Bei der Suche dannach landet man schließlich bei der Firma Vredestein und erfährt das die Reifen nicht mehr hergestellt werden. Einige Twikehändler haben jedoch noch Lagerbestände.

 

Mein Twike habe ich mit insg. 10 Ziegelsteinen und 3 Platten Styropor zu oberst aufgebockt. Die Demontage der Räder war im Handbuch recht gut beschrieben. Leider habe ich den Bowdenzug der Vorderradbremse auch abbauen wollen, was völlig überflüssig ist da man den Bremsteil nach der Demontage des Rades einfach abnehmen kann. (Man beachte dabei die Messinghülse zwischen Radtrommel und Bremsteil.) Da ich die Bremse nicht neu einstellen wollte (wie geht das?) versuchte ich den Bowdenzug am Vorderrad abschrauben - der nächste Fehler. Die Schraube ist nähmlich quer durchbohrt und der Bowdenzug durchgesteckt. Statt losgeschraubt habe ich mir die Schraube natürlich entzweigerissen. Egal - erst mal die neuen Raifen drauf. Mit einem Kuhfuß und zwei Fahrradreifenhebern ging das einigermaßen gut. Nur das Schlauchventil war so festkorrodiert, daß es ausgebohrt werden mußte. Mein verwendeter 8mm-Bohrer war eine Spur zu groß. Das nächste Mal werde ich es mit 7,5 mm probieren. Ich habe darauf geachtet das die neuen Reifen gleichmäßig rund laufen, indem ich sie vorm Einbau in der Luft gedreht habe.

 

Ach ja die Bremsen schleiften. Eine gute Gelegenheit sich dieses Problems anzunehmen. Die Rückholfeder habe ich mit einer Rohrzange und einem Schraubenzieher rausgehebelt und dabei vermieden auf den Bremsbelegen anzusetzen. Die zum Teil festkorrodierten Gelenke auf denen die Bremsbacken sitzen wurden blankgeschmirgelt und leicht gefettet. Es darf jedoch auch später bei Erwärmung der Bremse kein Fett auf die Bremsbeläge gelangen! Leider hatte ich beide Hinterbremsen demontiert. Beim Zusammensetzen der einen preßte ich natürlich den Ölzylinder zusammen worauf der Druck den Zylinder der anderen Seite soweit auseinanderschob, daß der Kolben herausfiel und die Bremsflüssigkeit herauslief. Man sollte also tunlichst nur eine Bremse auseinander und wieder zusammen bauen! Ich habe halt den Kolben wieder reingesteckt, Bremsflüssigkeit nachgefüllt und hoffe, daß alles dicht bleibt.

 

Vor dem Anbau der Räder habe ich noch die Roststellen an der Vorderradgabel mit Rostumwandler eingestrichen. Da nach dem Malheur mit dem vorderen Bowdenzug dieser auch erneuert werden mußte, hatte ich nun doch die Aufgabe die Vorderradbremse neu einzustellen. Ich suchte die Rücktrittstellung bei der die hinteren Bremsen fassen und legte den vorderen Bowdenzug so straff ein, daß auch die Vorderradbremse zu wirken begann. Ob dies optimal ist kann ich nicht sagen. (Was ist zum Beispiel mit der späteren Dehnung des noch neuen Bowdenzuges?) Mein Verfahren funktioniert auch nur wenn das Twike komplet aufgebockt ist und die Räder frei drehen können. Die Bremsen bei einem auf dem Boden stehenden Twike zu justieren scheint mir unmöglich zu sein.

 

Das ganze Prozedere mit den Reifen hat zweieinhalb Wochen gedauert und ich hatte mein Twike mit halb leeren Batterien abgestellt. Ich hatte zwar mal an die bekannte Selbstentladung gedacht aber die gelesenen Texte hatten eher den Tenor Tiefentladung schadet den Batterien nicht. Eventuell startet der Computer nicht gleich. Man muß halt einfach den Hauptschalter einschalten und den Stecker rein stecken dann wird es schon gehen. Schließlich will man ja auch mal in den Urlaub fahren können oder?

 

Von wegen: Es tat sich garnichts. Auch nach 16 Stunden zeigte das Display nur "Aufbau 12V Netz", "Program Batterie" und "Test" nacheinander an. Hier im Forum habe ich zumindest einen Beitrag ("Tiefentladung nach 3 Wochen") gefunden der die Hintergründe dieses Phänomens erklärt und was man tun kann. Jedoch war nicht beschrieben wie die Batterie mit einem Vorladegerät hochgeholt werden kann. (Telefonisch konnte ich dies klären)

 

Was jetzt kommt ist definitiv ein Fall für einen Elektriker! Auch in tiefentladenem Zustand waren in den Batterien noch Spannungen von 120V bis 160V zu messen. Ich möchte wirklich nicht, daß sich jemand auf Grund meiner Beschreibung in Lebensgefahr begibt und dabei zu Schaden kommt.

 

Ich habe also die Gepäckablage abgeschraubt und bestimmt 20 Minuten versucht diese aus dem Fahrzeug zu heben. Weiß der Henker wie sie eingebaut worden ist - Ich sah nur die Möglickeit mit einer Blechschere an der Seite etwas abzuschneiden damit sie am Überrollbügel vorbei paßt. Dabei ist peinlich darauf zu achten, daß die Metallschnipsel nicht wegspringen da die Elektronik offen darunter liegt und ein Kurzschluß diese zerstören kann. Die Ventilatordeckel der Batterien waren vergossen so daß ich sie nicht abnehmen konnte. Also mußte ich die Batterien herausheben. (Dazu war die Haltestange unter der Elektronik loszuschrauben.) Draußen konnte ich die Deckel öffnen. Jede Batterie bestand aus 14 Segmenten zu je 4 Zellen die wohl eine Mindestspannung von 20V je Segment haben sollen (bei mir waren es 8-10V). Man müßte also 4 Zellen zusammen mit einem 24V Ladegerät oder 2 Zellen zusammen mit einem 12V Ladegerät (für Bleiakku) laden können (Ladezeit 1-2 Minuten). Ich habe 4 Zellen zusammen mit 12 Volt geladen und es hat funktioniert. Wichtig ist auf die Polung zu achten, daß man die Computerplatine nicht berüert (Kurzschlußgefahr) und evtl. die Anschlußstecker der Batterien gezogen sind. Nach dem Vorladen versuchte ich den Ladevorgang zu starten. Das Display zeigte noch eine Weile die 3 bekannten "Aufbau 12V Netz", "Program Batterie" und "Test" nacheinander an was wohl daran lag, daß ich 4 Zellen mit nur 12V geladen hatte. Da auch in dieser Zeit ein geringer Ladestrom fließt, der nach der Vorladung wohl auch angenommen wurde, war es nach kurzer Zeit so weit und die Batterieladung begann. Was war ich erleichtert:-)

 

Eventuell werde ich in der Zukunft mal versuchen einen "Urlaubsschalter" zwischen den Zellen und dem Batteriecomputer einzubauen wenn dies möglich ist. Dann könnte man die Batterien voll laden, den Computer abschalten und nur die chemische Selbstentladung würde übrig bleiben. Damit müßte sich die mögliche Standzeit extrem verlängern lassen.

 

Ich hoffe dieser Bericht bewahrt vor einigen Fettnäpfchen in die man treten kann.

 

Alles Gute, Hendrik

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 17.07.02

Time: 01:00:41

 

Hallo Twiker,

 

hier gibt es von mir die Anleitung zum Wechseln defekter Akkuzellen:

 

Vorher jedoch die Warnung vor der Lebensgefährlich hohen Batteriespannung von über 360 V (das ist mehr als in der Steckdose)!!!

 

Ab der Softwareversion 5.25 kann man die Differenzspannungen innerhalb der Batterie kontrollieren. Wenn diese andauernd bei 1,2 V oder höher liegt (auch nach dem Laden), dann sind eine oder auch mehrere Batteriezellen defekt.

 

Als erstes sind die Batterien zu laden. Eventuell ist es auch eine gute Idee mit halbvoller Batterie zu messen, da man dann auch müde Kandidaten findet, die vorschnell schlapp machen. Dann nehme man die Batteriedeckel ab. Eventuell muß dazu die hinter den Batterien liegende Haltestange gelockert werden (eine Schraube ist in der mitte). Es sollten alle Sektoren von allen Batterien duchmessen werden, da die Anzeige der Differenzspannungen keinen Rückschluß auf die Anzahl und Lage der defekten Zellen zuläßt. (Bei ungünstiger Lage ist sogar denkbar, daß trotz defekter Zellen keine Differenzspannung angezeigt wird.) Pro 1,2 V Minderspannung in den 14 Batteriesektoren ist eine Akkuzelle zu kaufen. Diese ist vor Arbeitsbeginn genauso wie die Twike-Batterien voll zu laden. Bei dem Typ Panasonic P280CR kann man die Zelle mit 2,8 A laden (Vorher kontrollieren ob sie auch wirklich leer ist mit Spannung deutlich kleiner als 1,2 V). Nach ca. 1/2 Stunden Ladung beginnt die Zelle warm zu werden und die Ladung ist zu beenden. Die Erwährmung erfolgt relativ schnell - man muß also genau aufpassen! Für ein bequemeres Arbeiten ist es am besten die Batteriestecker zu ziehen und die betroffenen Batterien herauszuheben. (Die Batteriestecker wüde ich in jedem Fall herausziehen.) Als erstes ist die Sicherung aufzulöten um die hohe Spannung zu halbieren. Dannach können die Verbindungen der defekten Sektoren entfernt werden. Das Herausziehen der Batteriestangen ist etwas schwierig, da diese ziehmlich stramm sitzen. Sie mit einem schmalen Gegenstand von unten herauszudrücken ist nicht möglich, da die Zellen dabei zu sehr deformiert werden. Beste Erfahrung habe ich mit einer kleinen schlanken Rohrzange gemacht und die Zellen von oben herausgezogen (Vorsicht Kurzschlußgefahr zur Platine). Die vier Stangen je Sektor kann man dann weiter durchmessen um die defekte Zelle zu lokalisieren. Da noch eine Lötfahne benötigt wird ist es am besten die geheftete Zellverbindung an der defekten Zelle mit einem Schraubenzieher aufzubrechen. Nach dem Einlöten der neuen Batteriezellen wird halt alles wieder zusammengebaut. Als letztes die Sicherung wieder anlöten. Da die reparierten Batterien Ihr Programm verloren haben muß am Ende mit der Batterieladung gestartet werden. Sonst bekommt man einen Fehler F 21.

 

Viel Glück, Hendrik

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 09.10.02

Time: 20:33:49

 

Hallo,

 

gerade habe ich meinen Batteriecomputer zum Teufel gejagt. (sehr ärgerlich = 260,- €)

 

Ich hatte die Batteriesicherung aufgelötet und wollte mich als nächtes an den nächtliegenden Temperaturfühler machen. Da ist mir der Draht weggerutscht und an die Sicherung gekommen - Funk.

 

Da lagen dann über 100V verkehrt an der Platine.

 

Also unbedingt auch die Stromversorgung der Platine vorher ablöten (die beiden dem Anschlußkabel nächstliegenden Batterieanschlüsse)

 

:-( Hendrik

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 20.07.02

Time: 00:30:45

 

Ich hatte zu wenig Zellen bestellt und mußte die zweite Batterie später reparieren. Bei dieser waren die Zellen symmetrisch (dritte von links oben und dritte von rechts unten) defekt und die Differenzspannungsanzeige hatte dies deshalb nicht angezeigt.

 

Just an dem Tag an dem die Reparatur statt finden sollte blieb mein Twike auf dem Nachhauseweg stehen. Fehlermeldung: "Batteriesicherung defekt" Da ich keine andere Wahl hatte, habe ich das Twike aus- und wieder eingeschaltet und konnte dann doch noch mit Beschleunigung 1 nach Hause fahren. Dort habe ich bei der verdächtigen Batterie die Sicherung ausgelötet und durchgemessen. Sie war jedoch nicht defekt. Dafür sprang die Spannungsmessung der Zellen auf dem Digitalmultimeter wild hin und her als ob ein Wechselspannungssignal anliegen würde :-( Sehr merkwürdig. Auch die Leuchtdiode blinkerte arlamierend. Ich befürchtete schon daß eventuell der Batteriecomputer kaputt ist. (Eventuell hat der Batteriecomputer nur nach seinem Programm gesucht, daß er wegen Unterspannung verloren hatte.)

 

Aus Mangel an weiteren Ideen wollte ich die beiden defekten Zellen ersetzen in der Hoffnung, daß dann wieder alles gut wird. Mit dem Zellenwechsel stand ich jedoch vor einem Problem: Ich konnte die Batterie nicht mehr laden und sie war zu 50-70% leer. Die beiden Ersatzzellen hatte ich vorher voll geladen. Wenn ich diese so eingebaut hätte, wären sie beim nächsten Ladevorgang hoffnungslos überladen worden. Ich mußte sie also wieder etwa bis zur Hälfte entladen. Bei der Zellkapazität von 2,8 AmpereStunden braucht man dafür einen Entladestrom von 1,4 A eine Stunde oder 2,8 A 1/2 Stunde. Bei der Zellspannung von 1,2 V bedeutet das einen Entladewiederstand im Bereich von 1-3 Ohm. Woher soll man so etwas bekommen? (die üblichen Haushaltsverbraucher haben wesentlich größere Wiederstände.) Es mußte ein Verbraucher für Niederspannung und hohe Ströme sein. Schließlich habe ich es mit dem Zigarettenanzünder eines Autos probiert und siehe da: bei zwei hintereinandergeschalteten Zellen (2,4 V) floß ein Strom von 1,5 A.

 

Inzwischen habe ich die defekten Blöcke ausgebaut und es lichtete sich das Geheimnis mit der "defekten" Batteriesicherung: Bei einem Block war die Anschlußfahne durchgerostet und dadurch der Stromkreis unterbrochen worden. Besseren Mutes habe dann zwei Zellen erneuert. Leider fehlte mir wieder eine, da mit der durchgerosteten ja nun drei statt zwei kaputt waren. Auf jeden Fall läuft wieder alles. Das Display zeigt brav 1,2 V Unsymmetrie an da die eine Zelle noch auf Erneuerung wartet.

 

Fazit: Nur nicht ins Boxhorn jagen lassen.

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 22.06.02

Time: 22:44:33

 

Kürzlich mußte ich das Radlager meines Vorderrades wechseln. Schon als ich mein Twike im vergangenen Herbst kaufte hatte das Vorderrad recht viel Spiel. Aber wenn mann das nicht kennt denkt man dies sei nomal. Seit einigen Wochen vielen jedoch gelegentliche Schleifgeräusche auf die klangen als wenn der Mantel irgendwo am Rahmen schleift. Als ich das Fahrzeug aufbockte wurde klar, daß es aus der Trommel kam. Also habe ich kurzerhand das Vorderrad ausgebaut und das Radlager bröselte mir entgegen, so daß nur noch der Außenring des Lagers im Rad blieb. Ein kaputtes macht sich also keineswegs durch Rumpelgeräusche bemerkbar wie beim Auto sondern nur durch zu viel Spiel des Rades. Das Ausbauen des defekten Lagers war etwas schwierig, da festkorrodiert. Von einem Händlet bekam ich den Tipp ein Flacheisen einzuschweißen um eine Angriffsfläche für ein Schlagwerkzeug zu haben. Ich habe lieber ein kleines Schleifgerät (Dremel Multi) genommen und den Lagerring aufgeschnitten. Auf dem Lager befand sich die wildeste Produktcodenummer, so daß sich schon Schwierigkeiten bei der Ersatzbeschaffung andeuteten. Es paßt jedoch der Standardtyp 6201 2RS.

 

Mit dem neuen Lager fährt mein Twike viel besser, da die Lenkung sofort reagiert (das Spiel ist gleich null) und das Klappern auf schlechter Straße vorne auch viel weniger geworden ist.

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 20.05.02

Time: 22:26:31

 

Hy, hier ist noch ein Nachtrag:

 

neulich war ich mit meinem Twike beim TÜV. Dort mußte ich eine Vollbremsung hinlegen. Der TÜV war zufrieden da alle Räder blockierten. Ich konnte jedoch anhand der Bremsspuren sehen, daß das Vorderrad zuerst blockierte. Das ist in einer Kurve sicherlich ungünstig. Die Hinterräder sollen kurz vor dem Vorderrad blockieren. Ich werde also den vorderen Bowdenzug etwas lockern.

 

Wenn jemand weitere Tipps zur korrekten Einstellung der Bremse geben kann wäre ich sehr erfreut, da ich ungern meine neuen Reifen beim Bremsspurziehen verscheißen möchte. Gibt es keine andere Möglichkeit die Blockierreihenfolge zu bestimmen?

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 13.05.02

Time: 22:54:25

 

Die Geschichte mit den Bremsen war noch nicht zu Ende. Ein Hinterrad drehte sich nach der Montage immernoch schwer. Die Ursache lag im festkorrodierten Drehnocken der Handbremse.(Dieser liegt unter der Bremsbacke) Um Ihn auszubauen entfernte ich die zwei Einstellschrauben (hinter der Bremse). Diese Einstellschrauben stecken in einem kippbaren Metallblock. Die ganze Konstruktion sieht aus als wenn man den Drehnocken von hinten nach vorne herausschlagen könnte, was mir aber nicht gelungen ist. Ich habe dann den Drehnocken mit einer Rohrzange gelockert (Oxyd rieselte heraus) und Kriechöl eingebracht. Dies reichte aus um die Funktionsfähigkeit wieder herzustellen.

 

(Später habe ich erfahren, daß der Drehnocken nur herausgeschlagen werden kann wenn man den oben genannten kippbaren Metallblock in seine Extremposition nach außen bewegt.)

 

Alles wieder zusammen montiert. Die Handbremse wird mit der oberen Inbusschraube eingestellt. Die untere ist nur zum Gegenkontern da. Achtung, die Einstellschrauben können nicht hart angezogen werden da sonst der Hebelarm deformiert wird.

 

Gruß, Hendrik

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