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Batterien und Alterung

Featured Replies

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 22.10.00

Time: 19:47:28

 

Hallo Leute

 

Ich fahre seit 2 1/2 Jahren Twike (14500 km). :-)

 

Meine drei Batterien sind nicht mehr so gut wie am Anfang. Sie sind nach 4.4 Ah Leer (Anzeige voll=8.4 Ah leer=4.0 Ah)

 

Ich habe immmer versucht die Batterien gut zu Behandeln. (1-2 mal im Monat leerfahren)

 

Wie sind eure Erfahrungen mit der Batterie? Ich freue mich auf eine offene Diskusion.

 

Mit freundlichen Grüssen Thomas Heinzer

Geschrieben

Von: Markus Schoeck [email protected]

Date: 02.07.01

Time: 05:18:49

 

Hallo Leute,

 

wir (Katharina und ich) fahren das TWIKE 172, das wir vor etwa 2 1/2 Jahren in Deutschland gekauft haben. Das Twike hat nun etwa 43.000 Km, wobei mein Vorgaenger jeden Tag regelmaessig von Darmstadt nach Frankfurt und zurueck gefahren ist, waehrend wir eher am Wochenende fahren und die Standzeiten drastisch zugenommen haben. Als wir das TWIKE mit 36.000 km uebernommen haben, waren die Batterien relativ Topfit, ich spreche von Entladewerten B1: 0,5 ; B2: 0,3 B3: 0,0. Es handelt sich um die Panasonic Batterien. Neu war das TWIKE ende 1996. Im Moment stehen wir vor dem Problem, dass die Batterien untragbar schwach geworden sind und mir geht es momentan so, wie dem Zahnarzt: Er versucht das, was noch da ist, zu retten, weiss aber sehr genau, dass er gegen den unver- meidlichen Zerfall nur graduell etwas unternehmen kann. Nicht nur einmal habe ich die Batterien draussen gehabt und Zellen getauscht, Kurzschluesse produziert, Verlaengerungskabel gekrimpt und Ladeaufzeichnungen in EXCEL konvertiert. Wenn ich in diesem Forum so herumlese, moechte ich zuerst einmal den Leuten danken, die sich die Muehe machen, Ihre Erfahrungen zurueck zu melden und dann selbst vielleicht auch noch ein paar Punkte beisteuern:

 

1. Der Verdacht liegt nahe, dass die Ermuedung der PANASONIC NiCd Zellen altersabhaengig und nicht km-abhaengig ist. Diese Erkenntnis ist nicht von mir. Die hat mir jemand gefluestert. Es macht aber fuer mein Dafuerhalten Sinn, weil sonst haette ich schon wesentlich frueher wesentlich mehr Schwierigkeiten bekommen muessen und es laesst sich auch viel besser erklaeren, warum jetzt ploetzlich alle mit Batterieschwierigkeiten daherkommen. Wer mit seinen Zellen also nicht auf 60.000 Km gekommen ist, ist selber schuld. "Waerst Du doch rechtzeitig mehr TWIKE gefahren."

 

2. Selbstentladung, Entladen, DC/DC Wandler Irgendwo, habe ich hier in diesem Forum gelesen: Da ist wer auf die 'geniale' Idee gekommen, die 12V zur Entladung der Batterien zu verwenden. Dieser wurde dann noch von woanders aufgemuntert, bis an die Grenzen zu gehen (15-20A, Pizzaofen) Vorsicht! Der eingebaute DC/DC Wandler ist relativ knapp dimensioniert. Es ist ohne zusaetzliche Kuehlung nicht unbedingt sicher, dass er solche Experimente unter Dauerlast ueberlebt. (Ich will mich einmal vorsichtig ausdruecken) Ein Halbleiter muss nicht unbedingt sofort kaputtgehen. Er kann auch angeschlagen sein. Das bringt mich gleich zu einem sehr wesentlichen Verdacht, zu dessen genauer Klaerung ich einfach noch zuwenig Zeit gehabt habe, naemlich: Wieviel, von dem, was wir ohne nachzudenken einfach der Selbstentladung zuschreiben, kommt von einem lecken DC/DC Wandler? Der DC/DC Wandler ist naemlich das einzige Modul, das auch bei ausgeschaltetem NOTAUS Knopf noch laeuft. Ich abe jedenfalls bereits den dritten und die Dinger haben irgendein Problem. Wer dort mit einem Amperemeter messen will, sollte jedenfalls noch wissen, dass ein DC/DC Wandler eine Taktfrequenz hat und dass der Stromwert, der schliesslich auf der Anzeige steht, nicht unbedingt dem Strom entsprechen muss, der effektiv hineinfliesst.

 

3. Tiefentladungen, kaputte Zellen, Querentladungen. Die Sache ist recht einfach erklaert: Tiefentladungen, wie immer sie zustande kommen, fuehren dazu, dass sich einige Zellen mehr, als nur leer entladen, sich also umpolen und manche Zellen gehen bei wiederholter Anwendung kaputt. Kaputt heisst kurzgeschlossen und kurzgeschlossen heisst soviel, wie: nicht existent. Das Batteriemodul ist weiter voll funktionsfaehig, es fehlen ihm in der Gesamtspannung einfach die 1.5V(oder so), die diese Zelle haette liefern sollen. Querentladungen kommen nun dadurch zustande, dass beispielsweise zwei Batteriemodule 370V nach der Ladung haben, waehrend das dritte, aufgrund von 3 kaputten Zellen, nur 370 minus 4,5, also 365,5 V hat. Dieser Spannungs- unterschied wird natuerlich von selbst ausgeglichen. Dabei geht mehr Energie verloren, als man denkt! Auch dieses Phaenomen ist man faelschlicherweise geneigt, als Selbst- entladung zu verbuchen. Abhilfe: Kauft Euch die Batteriemonitorsoftware und ersetzt kaputte Zellen oder lasst sie ersetzen. Anmerkung fuer Selbermaenner: Falls Ihr auf der Batterie einmal einen Kurzschluss oder Ueberspannung produziert habt, dann ist nicht nur die Sicherung in der Batterie geflogen, sondern mit sehr grosserWahrscheinlichkeit auch die Ueberbrueckungsdiode VD7 auf dem Batterieprint (BYW55). Das spart viel Aerger.

 

4. Temperaturfuehler, Lueftung und wo ich noch experimentiern werde: Was ich schon gehabt habe, war ein Temperatufuehler exakt auf einer kaputten Zelle. Das haut natuerlich das Bild vollkommen zusammen. Die Software reagiert auf Uebertemperatur und laedt die Batterie nie richtig voll. Auch sollte man nicht unterschaetzen, was fuer eine Rolle ein gut durchluefteter Maschinenraum spielen kann. Ich habe den Eindruck, dass die Temperatur bei alten Batterien einen groessere Rolle spielt. (vielleicht klammere ich mich aber auch an jeden Strohhalm) Da bei meinem Batteriesatz wahrscheinlich sowieso alles zu spaet ist, kann ich jetzt bedenkenlos Risiko eingehen. Ich denke dabei daran, die Software in der Art hinter das Licht zu fuehren, dass sie wesentlich laenger laedt, als sie es von sich aus tun wuerde. Das hoffe ich dadurch zu erreichen, dass ich ihr beispielsweise bei der U-Ladung den Temperaturanstieg um 7° C so lange, wie moeglich verweigere. Ich hoffe einfach darauf, dass die Software nicht weiss, wie man mit alten Batterien umgehen muss und dass ich dadurch, dass ich ihnen etwas mehr Strom hineinschiebe ich auch wieder etwas mehr Strom herausbekomme. Wenn ich etwas finde, lasse ich es Euch wissen.

 

Zum Abschluss muss ich noch denen, die alles Scheisse finden und ihr Geld zurueck haben wollen etwas sagen: "Auch der BMW ist nicht einfach vom Himmel gefallen" Diese Firma hat jetzt etwa 100 Jahre Entwicklung hinter sich. Wenn Du es bequem haben willst fuer 'Dein gutes Geld', hast Du leider das falsche Produkt gewaehlt. Das TWIKE ist sicher nicht die ultimative Antwort auf das Problem 'Mobilitaet', das unauswieichlich auf uns zukommt, aber es ist ein kuehn gedachter, grundsaetzlich anderer, innovativer Ansatz, der unsere Unterstuetzung verdient. Ich verbringe so manche Stunde in der Garage, weil das Ding nicht so funktioniert, wie es eigentlich sollte. Aber dann werde ich wieder fuer meine Muehen belohnt, wenn ich Kinder sehe, wie sie Ihre Haelse verderhen, weil sie aus dem Staunen nicht mehr rauskommen, was denn das fuer ein komisches Fahrzeug sei, das dort an der Kreuzung steht. Genau diese Kinder, die da staunen, werden in 40 Jahren das Mobil bauen, das auch auf den Erfahrungen von TWIKE aufbaut und es wird wahrscheinlich nicht mehr benzinbetrieben sein. Wir haben diese TWIKEs gefahren. Wir haben diese Entwicklung unterstuetzt. Wir haben dafuer gesorgt, dass die Kinder das sehen und ein paar von ihnen zum Denken anfangen. Wir waren dabei.

 

Alles Scheisse finden ist nicht schwer. Sorg dafuer, dass es besser wird.!

 

Markus Schoeck Sternwartestrasse 40/9 A-1180 Wien

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 25.03.01

Time: 21:14:01

 

Auch ich stelle mit grossem Erstaunen fest, dass meine 3 Akkus (2.5 jährig, 11000km, 1700 Ah) plötzlich bei 3.5-4.0 Ah leer sind (anstatt bei 2 Ah). Ich werde sie diese Woche im Twike Center Zürich testen lassen, und mir zusammen mit Euren Erfahrungsberichten eine Meinung zu bilden versuchen.

 

Hat schon jemand von Euch Schadenersatzansprüche gestellt - ich denke die Lebenserwartung wurde klar mit 3000 Ah dargestellt? Danke für jeden Hinweis - ich werde die Frage sonst klären.

 

Gut Twiken (trotz diesem schlechten Scherz) ;-)

 

Matthias Amberg

Geschrieben

Von: Stephan Meister, TW00'188, [email protected]

Date: 28.12.00

Time: 10:19:47

 

hallo ich höre oft von diesem problem, dass die sogenannte 2.Serie, also alle Batterien vom Jahrgang 1998 nach 10'000 bis 20'000 km schlapp machen. ich selbst fuhr ebenfalls mit 2 solchen sätzen (jeweils 3 batt). meine erfahrung hat gezeigt, dass man die batterien am besten kuriert, wenn man die schnellladung immer auf 16 A, und die normalladung auf 14 A eingestellt hat. so erreichte ich noch reichweiten über 50 km. mit weniger ampères und nicht direkt "ab steckdose" erreichte ich nur noch einen bruchteil von 50 km. mit 14 A normalladung erreichte ich auch die U-ladung.

 

gegen die starke selbstentladung lohnt sich ein zellenwechsel sehr gut.

 

ich hoffe, dass die nächste serie von batterien wieder zyklenfester ist.

 

gruess stephan

Geschrieben

Von: Hans-Rudolf Bossart, TW 321, [email protected]

Date: 20.12.00

Time: 11:27:07

 

Ich habe dasselbe Problem erst kürzlich "eingefangen" ! Nachdem mein Twike (12500km) seit Sept. 98 gut funkrtioniert hat, ist die Kapazität plötzlich zusammengebrochen. Ich hatte das Twike ein wenig länger als üblich an der Steckdose und nun ist die Reaktion der Akkus sehr "weich", d.h. die Spannung bricht bei einer AH Anzeige von ca. 4 AH zusammen und dann kommt sehr rasch die Anzeige "Batterie leer". Ich werde versuchen die Abschaltspannung auf 280 V einzustellen, um zu sehen, ob das hilft. Ich melde mich wieder, wenn ich so die ursprüngliche Reichweite von ca. 60 - 70 km wieder hinkriege.

 

 

Geschrieben

Von: Beat Döbeli, [email protected]

Date: 09.01.01

Time: 18:15:27

 

Hmm, sieht ja wirklich nach einem serienfehler aus, wenn man die Beitraege hier so liest. Ich habe ebenfalls seit Oktober 2000 das Problem, das meine Batterien nicht mehr bei 2Ah sondern bei 4Ah leer sind. Und 9000 fuer einen neuen Satz kann ich mir zur Zeit nicht leisten...

 

 

Geschrieben

Von: Jürg Otter ([email protected], Twike 364)

Date: 18.12.00

Time: 22:14:34

 

Hallo Thomas

 

tönt aber interessant! Meine Batterien haben etwa das selbe Verhalten: 2 Jahre, 10'000 km, wobei die 3. Batterie erst vor einem Jahr eingebaut wurde, Entladung nur noch bis ca. 2.5 Ah möglich. Was meint wohl die Firma Twike dazu?

 

Gruss Jürg

 

Geschrieben

Von: Stefan Sandri ([email protected], TW440)

Date: 30.11.00

Time: 19:54:35

 

Sali Thomas Das ist aber interessant! Gerade eben wollte ich dieselbe Frage ins Forum plazieren!

 

Ich habe mein Twike im Mai '99 gekauft und bin mittlerweile 13'000km gefahren. Ich behaupte sagen zu können, die Batterien gut gepflegt zu haben (regelmässiges runterfahren, lange Strecken fahren...). Nun kann auch ich die Batterien nur noch bis ca. 4Ah entleeren, danach bin ich bereits unter 300 Volt beim beschleunigen -> nichts geht mehr.

 

Bei meinem Twikezentrum wurde mir gesagt, dass eine Serie (ich glaube es war die 98er, bin nicht mehr sicher) Batterien anscheinend alle ein wenig dasselbe Phänomen aufweisen. Ich bin eigentlich der Meinung, dass das ziemlich schwach ist, und wir mal bei der Twike AG nachhacken sollten.

 

Wie es scheint, hat Jürg Fehr auch dieses Problem.

 

Wer hat auch noch so ein Problem? 9'000 Sfr. für 13'000km ist ja beinahe schon Benzinermässig! Natürlich steht die gute Sache an und für sich im Vordergrund, aber...

 

Gruss Stefan

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 02.11.00

Time: 10:16:11

 

Hallo!

 

Ich bin im letzten Jahr 10.000 km mit 2 Batterieblöcken gefahren, wobei das Fahrzeug auch einige Male vermietet war und von "Laien" gefahren wurde. Einmal in der Woche habe ich es komplett entleert (mit Abblendlicht bis zum Blinken) und dann per Normalladung wieder aufgeladen. In der übrigen Zeit habe ich darauf geachtet, es möglichst immer leer zu fahren und bzw. nur so viel nachzuladen, wie für die voraussichtliche Fahrstrecke benötigt würde. Die Kapazität hat nicht nachgelassen, es ließ sich immer noch bis 0.8 Ah fahren und hatte eine durchschnittliche Reichweite von 40 km.

 

Sonnige Grüße, Vera Kürten

Geschrieben

Von: [email protected]; TW311

Date: 07.11.00

Time: 17:52:10

 

Meine 3 Batterien (Sanyo) haben nun 26'000 km auf dem Buckel und ich kann sie immer noch bis 0.4 Ah runterfahren. Ich versuche sie nach Möglichkeit jedes Mal leerzufahren. Ausserdem lade ich sie mit möglichst viel verschiedenen Strömen.

 

Gruss, Wolfgang

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 12.12.00

Time: 23:09:29

 

Ich bin Neueinsteiger! Was heisst für Dich: Bei verschiedenen Strömen??? Danke für Deine Antwort. Gruss Sumi

 

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