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Truma Trumatic E-1800 Standheizung

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Geschrieben

Hallo Leute

 

So langsam wird es wieder ungemütlich draussen und ich habe meine Twike Heizung schon wieder in Betrieb genommen.

Da ist mir eingefallen das ich hier noch gar keinen Bericht zur Funktion meines Heizungseinbau abgegeben habe.

Den Letzten Winter bin ich zum ersten mal mit meinem Twike durch gefahren. Dabei hat mich meine Trumatic E-1800 Gas Standheizung hervorragend warm gehalten. Morgens früh wenn ich starte sind die ersten Schritte, das Ladekabel abzuziehen, das Twike aufstarten, die Gasflasche öffnen und die Heizung auf Stufe 2 starten. Bis ich meine Tasche verstaut, mich im Twike platziert und angeschnallt habe, kommt schon so langsam warme Luft aus den Lüftungsrohren der Heizdüsen am vorderen Scheibenrahmen. Der Hauptgrund ist jedoch das ich so das Zünden des Gases in der Heizung hören kann, und ich damit weiss das alles klar ist. Dieses Start Geräusch kann ich nur hören wenn ich ausserhalb bin, weil die Heizung praktisch lautlos arbeitet. Es mag wohl überflüssig sein noch eine akustische Kontrolle zu haben geruhigt mich wesentlich mehr. Mir ist ein leises, gleichmässiges und ruhiges Arbeitsgeräusch vor dem Abfahren lieber wie nur die grüne Kontrollleuchte auf dem Bedienelement.

Bis die Heizung ihre volle Leistung entfalten kann dauert es so 5-6 Minuten. Das Gerät muss sich erst erwärmen und die Luftleitungen ebenfalls. Je nach Wetterlage kann es während dessen vorkommen das Feuchtigkeit mit ausgeblasen wird und als leichter Beschlag an der Frontscheibe kondensiert. Dies ist nicht wirklich behindernd, kommt nur selten vor und dauert 1-2 Minuten bis sich der Beschlag durch die sich erwärmende Scheibe wieder verflüchtigt. Anschliessend ist die Scheibe dauerhaft bis an die Seitenflächen absolut Beschlag frei. Das Fahrzeug innere erwärmt sich auch sehr angenehm, sodass es nicht notwendig ist eine Jacke anzuziehen. Das 70mm dicke Aluflex Rohr das die Heizluft von der Heizung nach vorne zur Frontscheibe führt, ist unter dem Fahrersitz am Hauptrahmen entlang geführt und heizt so bereits indirekt den Raum auf. Damit ist auch eine Sitzheizung realisiert. Ich habe bei meinem Twike eine permanente Frischluft Belüftung durch den Fahrtwind eingebaut. Diese Frischluft wird durch den bei der Fahrt auf dem Vorderrad Kasten wirkenden Staudruck über Rohre ins innere geleitet, Feuchtigkeit kann dabei keine eintreten. Allerdings ist die dabei eingeleitete Luft bei z.B. minus 20° Aussentemperatur sau kalt, und bei schneller Fahrt mit damit verbundenem hohen Frischluft Durchsatz kühlt es merklich ab im Twike. Das ist 1. unangenehm, und 2. kostet es unnötig Brennstoff, weil die Heizung mit voller Leistung dagegenhält. Letzten Winter habe ich einfach die Frischluft Rohre zugestopft wenn es draussen richtig kalt war, womit das Problem gelöst war. Nun habe ich im Caravan Bereich 2 Truma Strangsperren mit Bowdenzug Bedienelement eingebaut. Dies sind Rohrstücke mit integrierter Klappe, die man je nach Bedarf schliessen und öffnen kann. Diese Klappen sind nun während der Fahrt bequem bedienbar. Sogar für jede Seite getrennt. Jetzt kann ich je nach empfinden die Kaltluft einstellen. Die Truma reagiert relativ zügig mit der Leistung's Anpassung, sodass immer annähernd die gleiche Temperatur im Twike herrscht. Das Bedienelement der Heizung hatte ich ursprünglich auf dem Kettenkasten montiert. Da ich aber das Ding da nicht sehen konnte und der Thermostat durch das in der Nähe vorbeigeführte Warmluftrohr schön warm hatte und somit schlecht auf die Raumtemperatur angesprochen hat, habe ich das Bedienelement jetzt an den Mast des Display montiert. Jetzt habe ich die Funktionskontrollen im Blick, kann bequemer die Leistungsstufen schalten und der integrierte Thermostat regelt die Heizleistung nun vernünftig. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meiner Trumatic E-1800. Das Gerät arbeitet absolut zuverlässig, laut- und geruchlos und ist sehr sparsam (nachdem ich die Kühlluft reduzieren kann noch mehr). Wartungsarbeiten sind keine nötig. Einschalten wohlfühlen und fertig. Ich habe die Heizung über den Sommer nur zur Luft Umwälzung genutzt und erst letzte Woche wieder angefangen damit zu heizen. Gasflasche ran, einschalten und warm. So muss es sein. Absolut unkritisch im Handling. Der einzige Wermutstropfen ist; die kleinen blauen Campinggaz Flaschen füllen (im Austausch) ist idiotisch teuer. Je kleiner die Flasche desto teurer der Innhalt. Die 1Kg Flaschen benutze ich nur noch als Reserve falls die Hauptflasche sich dem Ende neigt nehme ich diese zusätzlich mit für alle Fälle. Ich habe letzten Winter total 3St. 3 Kg und 2 St. 1 Kg Flaschen verheizt. Ich vermute das ich dieses Jahr aufgrund der oben beschriebenen Modifikationen weniger Gas verbrauchen werde. Die Truma möchte ich nicht mehr missen. Trotz des Nachteils das ich den Brennstoff nicht jederzeit an jeder x-belibigen Tankstelle auffüllen kann und das Gas auch teurer ist wie Diesel oder Benzin, überwiegen für mich die Vorteile dieser Gasheizung. Lautloser sauberer und extrem zuverlässiger Lauf. Das Ding sieht von aussen und innen aus wie neu, obwohl das Teil nun 22 Jahre alt ist. Bei meiner Revision vor dem Einbau habe ich im Grunde nur die Lager vom Gebläsemotor neu geschmiert und präventiv die Dichtungen der Magnetventile ersetzt. Zum Reinigen war da nichts, so sauber verbrennt die Heizung.

 

Ich hatte mir eine 2. Truma E-1800 besorgt falls es irgendwelche Probleme mit der bestehenden geben sollte. Da diese Geräte aber sehr zuverlässig und praktisch wartungsfrei sind werde ich die 2. ebenfalls einwandfrei funktionierende E-1800 weiterreichen. Also falls jemand Interesse hat NP an mich.

 

Warme Grüsse aus der Schweiz

 

Dirk + TW 423

 

PS: TW 423 ist Inzwischen wieder motorisiert und der Antrieb modifiziert. Dazu aber in einem separaten Treat mehr sobald ich die Bilder angepasst habe.

Geschrieben

Hallo Dirk,

 

es gibt - zumindestens in Deutschland - eine sogenannte Handwerkerflasche (für 1/2kg Propangas)

[url=]http://www.wynen-gas.de/pages/d/produkte/hauptgruppe/campinggas/obergruppe/tankflaschen/gruppe/grillflaschen.html?PHPSESSID=060c79d47b0abc9c4f0ee015e9f3e7cb[/url]

Die kann mit dem entsprechenden Adapter aus der "Großen" selbst befüllt werden - natürlich nur bei entsprechender Belüftung.

Das spart den Austausch der teuren Camping-Gaz-Flaschen.

Aber die Flasche ist nicht ganz billig. Musst also eine Amortisationsrechnung machen ...

 

Gruß

Heinz-Peter

TW081

Geschrieben

Hallo Heinz-Peter

 

Besten Dank für den Tip.

 

Meine Frau hat zuhause ein Goldschmiede Atelier. Sie hat 2 Grosse Propangasflaschen und eine grosse Sauerstofflasche. Benutzen tun wir eine kleine Sauerstofflasche die wir aus der Grossen bei Bedarf wieder auffüllen.

Ich spiele mit dem Gedanken eine der grossen Propangasflaschen auf den Kopf zu stellen und so die leeren Campinggaz Flaschen wieder mit Flüssiggas zu befüllen. Bisher habe ich mich da jedoch noch nicht ran gewagt.

 

Gruss Dirk

Geschrieben

Hallo Dirk,

 

die Handwerkerflasche hat ein besonderes Ventil mit einer Art "Überlauf".

Wenn die Flasche zu 80% voll ist kommt an dem 2. Anschluss das Flüssiggas heraus.

Das ist der Punkt zum Schließen der Ventile.

 

Die anderen Flaschen werden auf entprechenden Waagen nach Gewicht gefüllt, was für den Heimwerker nicht ganz so einfach ist.

 

Gruß

Heinz-Peter

 

Geschrieben

Hallo Heinz Peter

 

Ich hatte den Link den Du angegeben hast schon angeschaut und gesehen dass die nachfüllbaren Flaschen bei 80% die Füllung begrenzen. Das wird nötig sein damit die Flaschen nicht bersten. Ganz gefüllt lässt sich ein flüssiges Volumen nicht mehr weiter Verdichten und das Gas expandiert auch flüssig bei Temperaturanstieg. Bei einem gasförmigen Volumen erhöht sich die Kompression, Bei einem flüssigen Medium in einem geschlossenen Behältnis bricht das Gefäss. Im Falle einer Gasflasche ist das nichts bei dem ich in der Nähe sein will. Der Vorschlag über das Gewicht die Füllung zu kontrollieren ist aber eine gute Idee. Vermutlich werde ich mir aber die Handwerkerflasche besorgen. Wegen 100 Franken gehe ich das Risiko einen Feuerball zu generieren nicht ein.

 

Besten Dank für den Hinweis

 

Gruss Dirk

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