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Ladung mit Notaus unterbrechen?

Featured Replies

Geschrieben

Von: Manuel

Date: 30.01.08

Time: 11:31:57

 

Hallo,

 

weiß jemand von euch, ob es etwas ausmacht, die Ladung (I-Ladung) mit dem Notausschalter zu unterbrechen? Oder sollte man das lassen? Es ist für ne Entlade/Timer SChaltung gedacht und das wäre das einfachste...

 

Gruß

 

Manuel

Geschrieben

Von: Florian.Schaerer at bluewin.ch

Date: 02.02.08

Time: 12:53:46

 

Hallo Manuel,

 

das mit dem Not-Aus hat mehrere Haken, was den Gebrauch von Timern nicht ganz einfach macht:

 

1) Die Ladung lässt sich mit dem Not-Aus nicht sauber starten oder stoppen, weil der Umrichter dann teilweise die Speisung des 12V-Netzes übernimmt (wie z.B. bei einer Tiefentladung) und es so zu unerwünschten Effekten kommt.

 

2) Du musst sicher sein, dass der Umrichter ordnungsgemäss gestartet hat und auf Lade-Bereit steht, bevor Du Netzspannung anlegst.

 

3) Es gibt einen internen Timer, welcher die Ladung nach spätestens 10 Stunden abbricht, unabhängig davon, ob diese 10 Stunden tatsächlicher Ladebetrieb oder nur Standby war. Letzteres ist eine besonders fiese Falle, wenn man an einem Tag ausnahmsweise am Mittag nach Hause kommt, das Twike an die Schaltuhr ansteckt, und sich dann am nächsten Morgen wundert, warum die Batterie nicht geladen wurde!

 

Als einfache Lösung zum Laden kannst Du ein Relais und einen dieser DIN-Schienen Universal-Timer nehmen, welche im Schaltschrankbau eingesetzt werden. Entsprechend verdrahtet kann man beim Einstecken (bzw Schalten durch die Schaltuhr) zuerst den Twike-Computer hochfahren und danach den Netzstrom 30sec verzögert anlegen. In einer Box verpackt gibt's das auch beim TWIKE-Händler zu kaufen und schimpft sich glaub ich "Timer-Zusatz".

 

An einer Allround-Lade/Entlade-Timer-Schaltung habe ich mir auch schon den Kopf zerbrochen und werde mir nun eine Elektronik bauen, welche den zusätzlichen Komplikationen beim vorgängigen Entladen Rechnung trägt. Dauert allerdings noch eine Weile bis ich die fertig hab; Freizeit ist leider manchmal ziemlich knapp bemessen...

 

Es gibt natürlich als Rolls-Royce die kommerzielle Twike-Entladeautomatik, welche m.W. allerdings mit rund 800.-CHF zu Buche schlägt. Glücklich, wer so eine sein Eigen nennt.

 

Gruss, Florian, TW448

Geschrieben

Von: Manuel

Date: 02.02.08

Time: 19:55:01

 

Hi Florian,

 

danke für die Tipps... also mach ichs doch mit 2 Relais und dann quasi so wie der Entladelogik des Twike... nur dass bei mir der Twikecomputer nicht läuft... Und das ganze halt billiger ist (falls nichts kaputt geht :-) Hab ein Board mit ATMega32 Controller, 3 Relais, 4 nFets und RS485 Schnittstelle gebastelt.. Bin aber noch am testen... Wenns läuft wird das Projekt unter www.elweb.de im Wiki zu finden sein.

 

Gruß

 

Manuel

Geschrieben

Von: Florian.Schaerer at bluewin.ch

Date: 03.02.08

Time: 11:30:33

 

Hallo Manuel,

 

> Hab ein Board mit ATMega32 Controller, 3 Relais, 4 nFets und RS485 Schnittstelle gebastelt..

 

Vermute ich richtig, dass Du mit der RS485 während des Entladens die Spannung der Batterien abfragst und beim Erreichen einer bestimmten Schwelle die Lastrelais abwirfst und den Ladevorgang starten willst? Am Kommunikationsprotokoll des TWIKE-Bus wäre ich nämlich auch interessiert! Weil ich bisher zu faul war, das komplett auseinanderzupfriemeln, gibt's bei mir voraussichtlich eine Handvoll 555er Timer und Relais und einen Abgriff bei der Batterie-leer-LED...

 

> also mach ichs doch mit 2 Relais und dann quasi so wie der Entladelogik des Twike... > nur dass bei mir der Twikecomputer nicht läuft... Und das ganze halt billiger ist (falls nichts kaputt geht :-)

 

Ich wollte Dich mit dieser Super-simpel-Schaltung keineswegs entmutigen! Wenn Du mit einem ATMEL-Board auffährst - was mit den Möglichkeiten des Controllers ja eine super-perfekte Lösung ermöglicht - wird es ja weiter kein Problem sein, die Timer für den Ladestart ebenfalls zu implementieren. Gut zu wissen ist hierbei, dass die +12V-Versorgung für den AK-Print über die 3A-Sicherung vom Not-Aus kommt. Die ganze Logik ob nun Lade- oder Fahrbetrieb angesagt ist, die Versorgung des RS485 (!), sowie das Aufschalten der Batterien auf den DC-Bus des Umrichters hängen da mit dran. Die Versorgung Deines Boards und der Entladelast kannst Du Dir an der 15A Sicherung für Zusatzgeräte abgreifen, wo immer Spannung anliegt. Eine Ueberlegung wert ist auch noch der Sonderfall Tiefentladung, wenn der 12V-Bus tot ist und Du trotzdem die Ladung starten musst, damit der Umrichter dann die 12V hochziehen kann. Ich habe hierzu ein kleines 12V-Netzteil vorgesehen; andere Lösungen überbrücken das Laderelais der Lade/Entladeschaltung manuell mit einem Schalter.

 

Viel Erfolg & Gruss, Florian, TW448

Geschrieben

Von: Manuel

Date: 05.02.08

Time: 17:46:18

 

Hi Florian,

 

ich werte tatsächlich den RS485 Bus aus... Allerdings nur bei der Entladung und dabei muss natürlich der Twikecomputer noch an sein... deshalb kann mein Board den auch anschalten (überbrückt den Notaus) und hängt selbst an 12V-Dauerstrom. Wie mir aber nun mitgeteilt wurde, sollte man die ladung nicht mit Notaus unerbrechen, also werde ich wohl ein Relais für das Ladekabel brauchen... besser wären 2, weil so muss ich schauen, dass ich wirklich die Phase schale - was ich eigentlich vermeiden wollte.

 

Gruß Manuel

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