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Laden - aber wie ?

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Geschrieben

Von: Bodo TW783 schneider-schrimpf(at)t-online.de

Date: 10.10.07

Time: 07:58:56

 

Hallo zusammen,

 

bisher bin ich ja beim Laden nach der Devise verfahren: Immer wenn die Zeit dafür ist, Normalladung (mit 5A), und nur wenn's mal schnell gehen muss, die Schnellladung mit 16A, so nach der landläufigen gefühlsmäßigen Ansicht: Schnelladung geht zwar schnell, tut aber den Akkus nicht so gut. Jetzt lese ich hier, dass die Symmetrieladung bei der Normalladung die Akkus stark beansprucht und man damit etwas vorsichtig sein sollte - wär's also besser, normalerweise schnell mit 16A zu laden und nur ab und zu mal die Normalladung durchlaufen zu lassen, was meinen die Spezialisten ?

 

Meine Akkus sind eigentlich noch ganz proper, 13000km Fahrleistung, es sind zwei 3,6Ah-Sanyo-Blocks und die bringen auch bei relativ zügiger Fahrweise ca. 40 - 50 km Reichweite...

Geschrieben

Von: Roland + TWIKE 160, Mail s. Mitgliederliste

Date: 10.10.07

Time: 08:24:52

 

Hallo Bodo,

 

so wie ich die Prozesse beim Laden verstanden habe, ist die I-Ladung (egal ob 5 A oder 16 A) für die Akkus unkritisch. Das Ende der I-Ladung wird durch den Temperaturanstieg der Akkus erkannt. Der Anstieg der Temperatur kommt daher, dass nicht nur die gewünschte Ladereaktion der chemischen Reaktionspartner einsetzt, sondern auch ungewünschte Reaktionen.

 

Allerdings sind die Akkus nach Ablauf der I-Ladung noch nicht ganz voll. Wem die nun gespeicherte Kapazität genügt, hört spätestens jetzt (oder ggf. auch schon früher) mit dem Laden auf. Wer die volle Akku-Kapazität benötigt, sollte noch die U-Ladung abwarten.

 

Allerdings sind die Akkus ja nicht exakt gleich und deswegen verschieben sich mit der Zeit die Ladezustände. D.h. der eine Akkublock ist schon voll, während der andere es noch ist. Entsprechend besitzt der eine Akku noch Restladung, wenn der andere bereits leer ist. Deshalb sollte man nach einigen Lade- und Entladezyklen die Akkus vollständig entladen und wieder bis zum Symmetrieren aufladen. Bei täglicher Fahrt etwa einmal pro Woche.

 

Es gibt noch einen kleinen Unterschied zwischen dem Laden mit geringem und hohem Strom: Bei hohem Strom haben die durch die Ladung entstehenden Substanzen "keine Zeit" auszukristallisieren, d.h. sie legen sich mehr oder weniger amorph an den Elektroden an. Amorphe Schichten besitzen einen geringeren elektrischen Widerstand als fein-kristalline. Dies spricht fürs Schnellladen. Ob dies allerdings wesentlich ist, weiß ich nicht. Man muss ja bedenken, dass beim Entladen ggf. noch höhere Ströme gefahren werden, so dass es dabei keine Chancen gibt, Kristalle zu entwickeln.

 

Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen. Gruß, Roland + TWIKE 160

 

P.S. Die Kopplung von Schnellladung mit dem Verzicht auf Symmetrieren ist eine reine Softwarefrage und steht nur in den neuesten Versionen zur Verfügungen. In meiner Software-Version geht es am Ende der I-Ladung immer mit U-Ladung und Symmetrieren weiter.

Geschrieben

Von: Heinz-Peter, TW081, [email protected]

Date: 11.10.07

Time: 07:33:15

 

Hallo Bodo,

 

meine Akkus (3x Sanyo 3,0Ah, Bj 1999 bzw. 2000) haben schon etwas mehr als 1450 Zyklen hinter sich. Ich habe den Softwarestand (5.35) bei dem ich zwischen Ladung mit Symmetrieladung und "ohne" wählen kann. Ich habe auf der Fahrt nach Bern ausreichend Gelegenheit gehabt, das Laden zu beobachten. Ich lade immer mit 16 Ampere, wenn die Steckdose das hergibt. Die I-Ladung geht bei meiner Software bis zum Erreichen einer bestimmten (temperaturabhängigen) Spannung. Je kälter um so höher. Dann wird auf U-Ladung umgeschaltet, bis die Temperatur um ca. 7° angestiegen ist. Auf längeren Strecken und bei Zwischenladungen versuche ich die U-Ladung abzukürzen. Da die Akkus beim Fahren ja auch warm werden, sind irgendwann die 45°C überschritten und das bedeutet: warten und kühlen. Außerdem: betrachtet man die Stromaufnahme am Umrichter, so zieht der bei 380-420V maximal etwa 5-6A. Dies bedeutet bei 3 Akkus je 3,0Ah Laden mit etwas mehr als 1/2C. Schnell-Ladung ist was anderes ... Teilweise lade ich die Akkus auch einzeln um mit maximalem Akkustrom zu laden.

 

Auf die Symmetrieladung versuche ich zu verzichten. Außerdem lade ich mit Schaltuhr um die Selbstentladung in Grenzen zu halten.

 

So schaffe ich bei Beschleunigung 2 auf 20 Ampere eingestellt immerhin mindestens 30km, bevor mich einen rote Lampe wieder an die Steckdose verweist. Bei diesen 30km sind dann aber ca. 10-15km Schnellstraße mit ca. 90km/h und "Vollgas" dabei ... Für längere Strecken fahre ich dann etwas anständiger ...

 

Gruß Heinz-Peter TW081

Geschrieben

Von: Volker, TW436 [email protected]

Date: 18.10.07

Time: 09:48:30

 

Hallo Heinz-Peter

 

Ist ein Upgrade auf den Softwarestand 5.35 denn ohne weitere Modifikationen möglich? Du hast ja auch eins der älteren Twike...

 

Apropos Software: ein sinnvolles Feature in einer zukünftigen Version wäre die Möglichkeit, den Ladevorgang erst nach 2, 5, 7 Stunden etc. zu starten, ähnlich wie das heute z.B. bei vielen Waschmaschinen der Fall ist. Dann könnte man sich die externe Zeitschaltuhr sparen, bei welcher mir mit schöner Regelmässigkeit die Kontakte des Schaltrelais 'festkleben', obwohl für 16A ausgelegt...

 

Viele Grüsse Volker

Geschrieben

Von: Heinz-Peter, TW081, [email protected]

Date: 19.10.07

Time: 18:36:13

 

Hallo Volker,

 

der Upgrade war kein Problem: - Not-Aus drücken - Umrichter aufschrauben - warten, bis die rote LED erloschen ist - Abdeckung abnehmen und Eprom wechseln - Abdeckung wieder montieren und Umrichter schließen - Einschalten - Freischaltcode in Rosenthal erfragen und eingeben fertig.

 

Ich habe aber den Eindruck, daß die Software die alten Akkus (zur Schonung) nicht voll läd. Wenn ich vorher mit der Entladelogik entlade, sind die Akkus nach dem Laden garantiert nicht voll ... Dann kommt auch die Meldung "AH-Zähler prüfen"! Wenn ich die Akkus richtig voll haben möchte, starte ich die Ladung erneut. Beim Umschalten auf U-Ladung beobachte ich dann den Temperaturanstieg und beende diese zweite Ladung dann von Hand.

 

Gruß Heinz-Peter

Geschrieben

Von:

Date: 11.10.07

Time: 09:18:49

 

Das Problem ist, dass man mit dem Laden auch immer diszipliniert sein muß, wenn man nicht die neueste Software hat. Deshalb "nudele" ich langsma meine Akkus kapputt durch häufiges Symmetrieren. Habe keine Lust mein Leben nach den Akkus allzusehr auszurichten. Nur manchmal achte ich darauf. Ist zwar schade dass auch nicht die moderne Reflexladung verwendet wird, da diese hochwertigen und sehr robusten Akkus dann problemlos 4.000 Zyklen lang halten würden, aber die unsymmetrische Entladung durch die Messungen der Elektronik erfordert leider auch häufiger Symmetrierungen. Wenn man zu selten symmetriert gehen die Akkus dann eben durch das Umkippen von Zellen kaputt, wenn man das Twike mal leerfahren muß, wegen Reichweite. Das Konzept hätte von Anfang an besser sein können aber man wollte wohl Daten sammeln (permanent aktivierte Meßelektronik) um zu sehen was bei der immensen Reihenschaltung von vielen Akkus wohl vor sich geht.

 

Gruß, Pawlovitsch

Geschrieben

Von: Frank, TW 808, Mail via Pilotenliste

Date: 19.11.07

Time: 12:19:12

 

Hallo,

 

was mich an diesen Diskussionen ums richtige Laden immer wieder nervt, ist dass niemand nachvollziehbar erklärt warum das Symmetrieren für die Batterien schädlich sein sollte.

 

Daher betrachte ich Aussagen wie im vorigen Beitrag

 

> Deshalb "nudele" ich langsma meine Akkus kapputt durch häufiges Symmetrieren. <

 

eher mit Skepsis.

 

Warum soll nun also das Symmetrieren schädlich sein?

 

Wenn man nicht symmetriert, bekommen die Akkus doch auf Dauer unterschiedliche Kapazitäten - und das ist doch auch schädlich, vor allem für die Reichweite.

 

Grüße

 

Frank

Geschrieben

Von: Frank, TW 808, Mail via Pilotenliste

Date: 19.11.07

Time: 12:24:30

 

Nochmals Hallo,

 

ein kleiner Nachtrag:

 

Was mich vor allem skeptisch gegenüber dem Postulat "symmetrieren schadet" macht ist, dass Fine Mobile die Standandardladung mit Symmetrie gesetzt hat. Also gerade für das Laden mit Lade-/Entladelogik will Fine Mobile offensichtlich die Symmetrieladung.

 

Warum sollte aber gerade der Twike Produzent eine "schädliche" Einstellung zum Standard machen?

 

Grüße

 

Frank

Geschrieben

Von: Frank, TW 808, Mail via Pilotenliste

Date: 11.12.07

Time: 10:40:56

 

Hallo,

 

Martin Feneberg (Fine Mobile) hat sich mittlerweile zur Problematik "Symmetrieladung als Standard" geäußert:

 

http://www.twikeklub.ch/forum/_forum/00000d47.htm

 

Grüße

 

Frenk

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