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tesla

Featured Replies

Geschrieben

Von: michael

Date: 28.05.07

Time: 16:05:02

 

http://www.teslamotors.com/

 

Möglicherweise interessant um gewisse Vorurteile gegenüber dem Elektroantrieb aus dem Weg zu räumen. Gerade gestern stand es in der Zeitung: Der Verbrennungsmotor hat ausgedient! (Siehe News Beitrag auf www.twikeklub.ch)

 

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 29.05.07

Time: 12:05:27

 

ße Dich, Michael.

 

Du schreibst: > Gerade gestern stand es in der Zeitung: Der Verbrennungsmotor hat ausgedient! (Siehe News Beitrag auf www.twikeklub.ch)

 

Mal davon abgesehen: die Journaille schreibt jeden Mist, wenn der befohlen wird oder jemand dafür gut bezahlt.

 

Ich habe mir die Nachricht angesehen - Da steht: Die Zukunft heisst SolarTWIKE!

 

Sicherlich vom Grundsatz her richtig. Nur! Dann müßten die Solarzellen mit weniger Energieaufwand herstellbar sein. Bis heute wir bei der Herstellung dieser Zellen mehr Energie benötig, als diese im Betrieb in unseren Breiten zu liefern vermögen! In einigen Jahrzehnten wird das sicherlich besser aussehen.

 

Das Tesla-Auto als Testauto i.O. Aber die Laptop-Akkus dürften in der Praxis nicht ganz ungefährlich sein. Bei einem Unfall dürfte von dem Tesla-Auto und seinen Unfallgegner nicht viel übrig bleiben.

 

Gruß Uwe

 

Geschrieben

Von: Raphael

Date: 29.05.07

Time: 16:32:38

 

> Bis heute wir bei der Herstellung dieser Zellen mehr Energie benötig, als diese im Betrieb in unseren Breiten zu liefern vermögen!

 

 

Erfreulicherweise ist dies nicht zutreffend. Nach diversen Studien liegt die energetische Amortisationszeit je nach Bauart der Anlage zwischen einem und (maximal) sechs Jahren. siehe:

 

http://www.energiesparhaus.at/energie/pv_energamort.htm

 

http://www.pvpower.com/pvfaq.html

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Solarzelle

 

Gruß Raphael

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 04.06.07

Time: 09:07:02

 

Grüße Dich, Raphael.

 

Du schreibst: > Erfreulicherweise ist dies nicht zutreffend. Nach diversen Studien liegt die > energetische Amortisationszeit je nach Bauart der Anlage zwischen einem > und (maximal) sechs Jahren. siehe: http://www.energiesparhaus.at/energie/pv_energamort.htm http://www.pvpower.com/pvfaq.html http://de.wikipedia.org/wiki/Solarzelle

 

Diese Amortisationrechnung hat nichts mit der Energiebilanz zu tun - diese stimmt heute nur mittels der Subventions- und China-Faktoren! Wikipeda spricht zwar von eine „energetischen Amortisation“ genannt werden aber die Werte der finanzielle Armotisation. Außer Behauptungen kann ich da nichts brauchbares finden. Denn, wenn die Kilowattstunde aus Solarpaneele mit 5 Euro vom Staat subventioniert wird, rechnet es sich sogar jeden Nachttopf hierüber zu beleuchten.

 

Wie gesagt: Eine solide Energiebilanz konnte ich auf den genannten Seiten leider nicht finden. Vor 10 Jahren lag diese Bilanz noch um eine Größenordnung höher und mehr - und in der Zwischenzeit hat sich technologisch nichts grundlegendes getan, sodaß man zurecht sagen könnte, heute sieht die Bilanz gänzlich anders aus. Da die Dinger heute in China hergestellt werden, gibt es ja keinen deutschen Hersteller mehr, der einem realistische Werte zu geben bereit wären. Und die momentanen Aussichten dürften wenig rosig sein, da sich die Preise von Conrad-Katalog 2005 zu 2006/2007 um 16% erhöhten; denn auch in Fernost steigen die Energiepreise!

 

Also mache ich mal meine China-Faktor-Rechnung auf:

 

Im Conrad-Katalog 2006/2007 kostet z.B. das Solar-Modul Typ AS120 (120W) beim Kauf von 10 Stück und mehr rund EURO 720 pro Stück. Nehmen wir davon rund 65% als Herstellerkosten. Das sind EURO 468,-. Nehmen wir die Kilowattstunde ab Kraftwerk mit EURO 0,12. Dann müßte ein solche Paneel eine Energiemenge von (468/0,12) = 3900kWh. => 3,9 Millionen Wh liefern, um seine unverzinsten Kosten einzufahren. Da das Panel ja maximal 120W liefert, macht das mindestens = 32,5 Tausend Stunden aus. Bei Energiekosten, wie sie in Fernost üblich sind, von 1 bis 2 Cent, liegen die notwendigen Betriebsstunden gar bei 200 bis 400 Tausend Stunden.

 

Das ergibt bei 24 Stunden spitzenmäßigem Sonnnenschein am Tag - also rund um die Uhr - und dieses das ganze Jahr ohne Unterbrechung hindurch mindestens 1354 Tage => über 3,7 Jahre. Bei einem sehr "positiv" angesetzten Energieertrag von 450Wh pro Tag (= 3,75h max. Sonnenschein pro Tag) ergeben sich sogar 24 Jahre. Für fernöstliche Energiepreise sogar 22 bis 44 Jahre bzw. 140 bis 280 Jahre!

 

Wohlgemerkt: Die 3.7 Jahre ergeben sich nur bei spitzenmäßigem Dauersonneschein rund um die Uhr, und dieses das ganze Jahr hindurch, wobei sich die Sonne nicht vom Fleck bewegt (ergo: die Erde sich nicht einmal pro Tag sondern nur einmal pro Jahr drehen darf)! Wenn wir die Erde weiter ihren Lauf gehen lassen, dann werden es deutlich über 20 Jahre! Und das auch noch ohne Berücksichtigung der sonst üblichen Zinsen usw.!

 

Den übrigen Aufwand, an Regler, Akkus, Transport + Handel, Montage usw. nicht mit eingerechnet - denn dann dürften die Werte sich noch vervielfachen.

 

Du siehst, die nahezu 4 Jahre sind ein völlig unrealistischer Wert. Rechnet man zudem auch noch ohne Subventionen und ohne Billiglohnpreise und zudem mit den wirklichen Stundenanteil an Sonnenschein im Jahr + Ausrichtungsmechanik + Steuerung + die nötigen Akkus + Ersatzakku + Reger + Transport + Installation usw. mit ein, dann kommt man noch um eine bis zwei Größenordnung höher - also um die 50 bis 200 Jahre bzw. für fernöstliche Strompreise mehr als Tausend Jahre. Dabei sollte man auch noch alle Hühneraugen zudrücken - allein schon wegen der laufenden Wartungskosten über die Jahre.

 

Zwar ist das auch noch keine Energie-Bilanz-Rechnung - aber es kommt der Sache schon weit näher als die Schönrechnung mittels Verschweigen der China- und Subventionsfaktoren!

 

Mit sonnigen Grüßen Uwe

 

Geschrieben

Von: Berny, TW680, [email protected]

Date: 04.06.07

Time: 10:19:36

Remote Name: 195.185.213.187

 

 

Kommentar

Hallöchen Uwe,

 

auch wenn das Thema nur am Rande mit dem Twike zu tun hat. Aber was du rechnest ist erst recht völliger Blödsin, denn was hat der Herstellungspreis mit dem Energieaufwand zu tun? Denn im Herstellungspreis sind ja wohl auch die ganzen Nebenkosten wie Gewinne und Löhne usw. enthalten....

 

Hier mal eine Studie über die gesamten Energieaufwände und energetische Amortisationszeiten. http://www.ffe.de/details/ganz/lci/lci_3_2.htm bzw. die gesamte Studie: http://www.ffe.de/details/ganz/lci/lci_1.htm

 

Du kannst ja mal ein paar Kollegen von dir in dem Bereich LEE fragen ;-)

 

Bis denne

 

Berny

 

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 05.06.07

Time: 13:17:54

 

Grüße Dich Berny

 

Da hast Du ja recht - ich habe ja am Schluß ja auch geschrieben, daß das ebenfalls keine Energie-Rechnung betreffs Armotisation ist.

 

Es ist aber nun mal so, daß alle bisherigen veröffentlichten das ebenfalls nicht sind. Da werden nur finanzielle Armotisationen zu solchen erklärt! Meine Rechnung ist aber weit realistischer als die Augenwischende Schönrechnungen!

 

Nichts für ungut Uwe

 

Geschrieben

Von: Eugen, TW37, [email protected]

Date: 04.06.07

Time: 14:48:33

 

Ciao Uwe, vor gut 20 Jahren war das schon noch so, dass die Herstellung der Solarzellen mehr Energie verschlang als diese vielleicht jemals produzieren könnten. Das lag vor allem an der Dicke der monokristallinen Silizium-Schicht, die damals noch einige mm betragen hatte. Seit dem hat sich viel getan und das was Raphael und Berny kommentierten ist vollkommen richtig. Hierzu ist vielleicht auch folgender Link ganz interessant (v.a. die letzten 2 Graphiken): http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/restat/restat.htm übrigens: Energy-Payback-time hat auch diesmal nichts mit den Kosten sondern auch hier mit der Zeit zu tun, die ein PV-System braucht um die Energie der Herstellung wieder zu kompensieren. Sonnige Grüsse, Eugen :o)

 

Geschrieben

Von:

Date: 05.06.07

Time: 13:54:00

 

Grüße Dich Eugen.

 

Das war nicht nur vor 20 Jahren so - es war auch noch vor 10 Jahren "noch so"! Ich hatte mit anderen Ing.s zusammen uns im Rahmen einer Info-Reise des VDI eine Siemens-Solar-Versuchsanlage angesehen und uns alles erklären lassen. Bereits damals wurden ja schon dünnschichtige und polymerkristaline Paneele getestet. So neu ist die Dünnschichttechnik nicht, da sie ja in der Halbleitertechnik bereits seit langem angewendet wurde!

 

Denn der Hauptanteil der nötigen Energie wird bei den chemischen Prozessen sowie der Bedampfung, Herstellung der Paneel-Rahmen aus Alu usw. usf. benötigt. Ob Dunnschichttechnik Ja oder Nein - es ist nur ein kleiner Teil des Gesamtaufwandes einer Photovoltaik-Anlage! Das wird stets übersehen!

 

Nur die Gesamtrechnung macht wirklich Sinn. Und genau da wird überall schöngerechnet - das ist wie in der Autoindustrie, wo über Elektroautos geschriebselt wird. Alle unmöglichen Typen werden dort aufgeführt und bekakelt - es fehlen dort nur noch für den Straßenverkehr umgerüstete Dampflokomotiven - doch das TWIKE sowie das CityEl fehlen praktisch immer! Warum wohl? ;-)

 

Das Resultat kann man sich also bereits beim Lesen der Überschrift ausrechen.

 

Also nix für ungut. Uwe

 

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