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Stefan

Speedped - ein Erfahrungsbericht

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Aufgrund dessen dass ich mich mehr bewegen möchte, überlege ich mir meinen Arbeitsweg ab und zu mit dem Elektrovelo zu bewältigen. Bis anhin habe ich den ÖV, das TWIKE oder den Think City benutzt. Nun bin ich etwas am austesten ob allenfalls auch ein E-Bike ein geeignetes Verkehrsmittel wäre.

 

Vor vielen Jahren als es noch keine Elektrovelos gab, war ich passionierter Rennvelo-Fahrer. Meine Hobbies haben sich seither aber etwas verlagert und obwohl mir das Velofahren immer noch Freude bereitete, nutzte ich es fast nur noch zum Einkaufen im Dorf. Die Mountainbike und E-Bike Welle ging also vorerst an mir vorüber.

 

Bis ich im Frühling 2014 mal ein Pedelec kurz angetestet habe. Ich war etwas sehr überrascht wie schnell ein solches Speed Pedelec sein kann.

Es war auch nicht ein ganz gewöhnliches, sondern das Speedped von Philippe Kohlbrenner. Vor einer Woche habe ich es nun über das Wochenende gemietet um den Arbeitsweg abzufahren. Das sind one-way 30km...

 

Fazit: Ich war schneller am Ziel als mit dem ÖV und nicht mal verschwitzt! Das Speedped war sehr beeindruckend. Es lag satt auf der Strasse, kein Rumpeln und Klimpern von Teilen. Ein wirklich solides Produkt! Auch sehr positiv angetan war ich von den vielen Vorteilen die man als Pedelec Fahrer in der Schweiz geniessen kann. Oft gibt es Fahrwege, Durchgänge und Abkürzungen die auch mit dem Elektrovelo befahren werden dürfen. Man kommt direkter ans Ziel und kann dem stinkenden Verkehrschaos aus dem Wege gehen (fahren).

 

Als nächsten Schritt möchte ich nun noch andere Modelle testen. Z.B. das Flyer Vollblut und das Specialized Turbo. Ich werde gerne wider darüber berichten. Dann auch etwas detaillierter was die Unterschiede der Pedelecs betrifft.

 

Falls jemand eine ähnliche Situation hat und sich wieder vermehrt bewegen möchte, genug von Verkehrsstaus hat und lieber etwas auf stillen begrünten Seitenstrassen mit Spass zur Arbeit fahren möchte, dem kann ich nur empfehlen ein solches Elektrovelo mal ausgiebig zu testen.

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Ola!

Das Speedped muss ich mir mal genauer anschauen.

 

E-Velo-Kauf ist in meiner Erfahrung terrainabhängig - und von der persönlichen Art Velo zu fahren.

Nebst all den offensichtlichen Unterschieden im Preis, Technik allgemein und Batteriebereich gibts für mich ein absolutes Kriterium das stimmen muss um auf so einem Gefährt zu Hause zu sein: Der Antritt.

 

Da habe ich nun (meist bedingt durch die Motorenarten) schon soviele Unterschiede bemerkt, das ist enorm individuell. In der Stadt oder sonst auf Strecken mit vielen Starts, Stopps und langsamen Passagen bevorzuge ich Modelle die "Spiel" haben. D.H. erst nach nach einem Moment Pedaldrehung unterstützen.

Für das Pendeln Überland, mit Steigungen, muss es aber eher eines sein das sofort klickt - Kraft aus dem Start quasi.

 

Das 2. Kriterium ist dann die Ünterstützung allgemein und für mich der Grund dass noch kein E-Bike in der Garage steht: Mit einem 25km/h Bike bin ich in der Stadt zu Hause. Als passionierter "Gümmeler" und mit einer Landstrecke zur Arbeit komme ich locker über das Tempo. Und dann ist es nicht mehr lustig einen 25kg-Klotz auf Trab zu halten. Ergo müsste eines der höheren Klasse her, mit den üblichen Nachteilen Preis und gesetzliche Vorschriften :(

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Hallo!

Du erwähnst ein paar ganz wichtige Punkte die mir beim Testen und in verschiedenen Gesprächen auch schon aufgefallen sind. Es sind die Parameter die in die Motorsteugerung einfliessen, welche je nach Hersteller recht unterschiedlich sind. Daher möchte ich unbedingt auch andere Pedelecs testen.

 

Gerne komme ich nochmals auf das Speedped zurück umd meine Eindrücke etwas detaillierter wiederzugeben.

 

Das Velo wird von swiss-urbanbikes gmbh gebaut. Entwickler des Speedped ist Philippe Kohlbrenner. Eine sehr erfahrene Person was diesen Bereich angeht, er gehört zu den Erfindern des Flyers.

 

Das Speedped ist stark, mag Steigungen und hat eine enorme Reichweite von 100-200km je nach gewählter Akkukapazität und Unterstützung. Ich konnte extreme Steigungen bewältigen bei denen ich vor Antritt der Testfahrt meine Zweifel hatte ob ein E-Bike diese schafft. Ein weiterer Vorteil des Speedped ist sein kompakter und sehr leichter Motor welcher direkt über den Zahnriemen auf die Nabenschaltung des Hinterrads wirkt. Das ermöglicht Geschwindigkeiten in der Ebene von bis 45km/h und sehr gute Leistungen am Berg. Der nur 1.5kg schwere Motor ist optisch gut untergebracht und arbeitet fast geräuschlos. Die Windgeräusche sind um ein x-faches lauter! In anderen Worten, da ist kein störendes Surren oder dergleich.

 

Der Motor setzt erst nach ein paar Pedalumdrehungen ein. Die Unterstützung ist stufenlos per Drehrad einstellbar. Die Nabenschaltung hat 8 Gänge. Im Stadtverkehr mit vielen Ampeln, Übergängen und wo immer mal wieder da Tempo gerdosselt werden muss, machte ich die Erfahrung dass ich mit gedrosselter Unterstützung besser zurecht kam. Es besteht ansonsten die Gefahr dass man plötzlich zu schnell wird und so eine starke Bremsung nötig wird.

 

Sehr positiv fällt auf dass das Speedped recht gut ausläuft. Das scheint bei einigen E-Bikes wie ich vernommen habe nicht immer der Fall zuz sein. Stoppt also die Unterstützung so rollt das Speedped fast wie ein normales Fahrrad weiter. Es entsteht so das Gegfühl dass man immer noch auf einem Velo sitzt und nicht auf einem Töffli.. :)

 

Die Bremsen sind sehr griffig und so hat man das Speedped sehr gut unter Kontrolle. Die Schaltung ist präzise und ist einfach zu bedienen. Beim Schaltvorgang sollte nicht pedalt werden. Wohl um das System zu entlasten. Der Motor setzt beim Schaltvorgang auch kurz aus und klickt nach den ersten Pedalumdrehungen wieder ein. Das führt dazu dass man z.B. am Berg etwas an Schwung verliert. Vermutlich lässt sich das durch den Fahrer jedoch etwas optimieren indem mit mehr Fahr-Erfahrung und besserer Koordination schneller geschaltet werden kann.

 

Setzt der Motor dann ein, geht es sanft und ohne Knacken und Ruckeln zügig vorwärts. Wird die Vorderbremse betätigt stellt der Motor ab.

 

Das Speedped hat einen Stahlramhen und die getestete Version war mit einer Vordergabelfederung ausgerüstet. Diese nahm Bodenunebenheiten gut auf. Ansonsten hatte ich den Eindruck dass es ein eher sportlich harter Ritt war. Vielleicht würde hier eine optional erhältliche Sattelfederung die Vibrationen weiter reduzieren.

 

Es ist ein 1600Wh Akku verbaut (meines Wissens LiMn Zellen?). Das gibt's sonst meines Wissens bei keinem anderen Bike und so sind sehr ausgedehnte Fahrten möglich. Auch Akkus mit weniger Kapazität sind erhältlich. Der Akku kann zum Laden nicht entfernt werden, d.h. zum Laden muss eine Steckdose in der Nähe des Velos sein. Das Ladegerät (1.2kg) lädt mit 4 Ampere den Akku wieder auf. Der grösste erhältliche Akku ist damit in 6h wieder voll. Da man wohl den Akku eher selten leer fährt verkürzen sich in der Regel die Ladezeiten.

 

Der "Bordcomputer" liefert dem Fahrer die Verbrauchs- und Maximalwerte. Eine Restkapazitätsanzeige habe ich nicht gefunden, die Restreichweite ist aber einfach zu errechnen.

 

Das von mir getestete Speedped hatte den neuen Zahnriemenantrieb. Ich kann davon nur positives berichten. Zwar habe ich keine Langzeiterfahrung damit aber ölige Ketten und verschmierte Hosenbeine sind damit natürlich Geschichte. Auch ist der Zahnriemen geräuschlos und da gibt's kein Klappern oder ähnlich. Zudem sind die Unterhaltskosten wegen fehlendem Kettenverschleiss tiefer.

 

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Aus meiner Sicht ein sehr hochwertiges Produkt das in der Schweiz entwickelt und zusammengebaut wird. Antriebsteile und der Motor wird sogar im Emmental hergestellt. Für Vielfahrer mit längeren und auch z.T. steilen Anstiegen ein sehr interessantes Hochleistungs E-Bike.

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Hallo Zusammen

 

Ich bin neu hier im Forum.. Warum? Ja ich suche einen Austausch bezüglich dem Speedped. Ich bin seit 4.5Jahren mit 2versch. 45km/h E-Bikes als Pendler unterwegs. Beide E-Bikes haben nun leider schlapp gemacht. Dies Aufgrund von div. Problemen in der Elektronik oder bei zu schwachen Komponenten... Nun bin ich auf der Suche nach einem wahren Pendler-E-Bike. Da kommen für mich das Speedped und der Stromer ST 3 oder ST5 in Frage. Nun war ich gestern direkt bei Swiss-Urbanbike das Speedped testen. Ich bin absolut begeistert anschliessend nach Hause gefahren. Ich bin von der Einfachheit des ganzen Konzepts überzeugt. Am kommenden Mittwoch kann ich dann noch die Stromer Bikes testen. Aktuell bin ich total verwirrt, was ich tun soll... Bin halt aktuell vom Speedped überzeugt, aber wir sehen mal was am Mittwoch passiert.

 

Ich habe noch einen Bericht zum Besuch bei der Firma.

Ich konnte schon mal ein älteres Modell des Speedped von einem Kollegen testen. Dabei fällt einem nicht Speedpedfahrer sofort die Schaltung und das Aussetzen des Motors auf. Dies war für mich am Anfang sehr komisch und sehr ungewohnt. Dies hat nun die Firma mittels Kuppeln aus meiner Sicht stark verbessert. Aus meiner Sicht lohnt es sich als langjähriger Speedped-Besitzer bei der Firma mal anzurufen. Es sei nämlich auf alle Modelle nachrüstbar. Neuer hat die Firma auch Sensoren, wie schon lange an der Schaltung vorhanden, an den Bremsen. Der Sensor auf der rechten Bremse dient als Schiebehilfe. Dies kann z.B. zum Anfahren benutzt werden. Somit hat man bereits ab dem ersten Moment beim Anfahren eine gewisse Motorenleistung. Weiter ist der Sensor bei der Schaltung nun so eingestellt, dass beim Antippen, noch nicht Schalten... nur antippen, die Motorenleistung aufs Minimum reduziert wird. Dies hat eine Entlastung der Schaltung zur Folge. Nun kann Geschaltet werden ohne, dass der Motor ausgeschaltet wurde. Dies hat zur Folgen, dass direkt nach dem Schaltvorgang das Rad voll beschleunigt. Somit ist das etwas gewöhnungsbedürftige Schalten bei älteren Modellen passe oder zumindest reduziert worden.

 

Darf ich mal nach euren Meinungen zum Speedped und eure Langzeiterfahrungen fragen. Ich lese sehr wenige Forenbeiträge zum Speedped, was aus meiner Sicht ein positives Zeichen ist. Oder wie seht ihr das?

 

Grüsse

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Ich fahre mein Speedped nun schon ca. 4 Jahre. Allerdings haben sich bislang nur ca. 7000km ergeben. Ursprünglich war es als Pendler-Velo gedacht. Die Strecke führt jedoch durch Zürich und die Agglomeration und sie ist mit 60km (hin-und zurück) für mich eher auf der langen Seite. Ich fahre die Strecke desshalb nur noch sporadisch, benutze das Speedped aber ab und an für eine genussreiche Tour in der Freizeit.

 

Das Speedped ist sehr solide, ich hatte bislang keine technischen Probleme, auch nicht mit der Elektronik resp. der Batterie. Letztere scheint auch noch eine gute Kapazität zu haben. Einen Verlust an Reichweite ist bislang kaum feststellbar.

 

Danke auch für die Info bezüglich technischen Updates. Das wäre evtl. auch etwas für mich mich.

 

Wäre uper wenn du von deinen Eindrücken weiter berichten könntest. Speziell auch vom Stromer ST3 und ST5.

 

Das Speedped ist wohl vor allem der Sieger wenn es um Steigungen geht. Die Übersetzung macht das Befahren extremer Steigungen möglich. Da kann ein Fahrrad mit Nabenmotor kaum mithalten. Dafür ist ein Modell mit Nabenmotor vermutlich schneller in der Beschleunigung in der Ebene.

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Hallo Stefan

 

Danke für deine Antwort. Ich werde sicherlich am Mittwoch bzw. dann halt am Donnerstag meine Eindrücke von den Stromer ST3 und ST5 schildern.

 

Ein Nachtrag zum Speedped habe ich noch. Ich weiss nicht, ob dies sooooo neu ist oder nicht, aber neu hat das Speedped 60V. Dies hat somit zur Folge, dass die Ampere so tiefer gehalten werden für die gleiche Leistung. Mir viel ebenfalls im Vergleich zum älteren Modell von meinem Kollege auf, dass das "neue" Speedped bis ca. max 900W geht. Dies halt nur als Spitze, aber dies war auch noch ein Unterschied zum "älteren" Modell vom Kollegen.

 

Ich melde mich also am Mittwoch bzw. Donnerstag dann mit den Erfahrungen, Meinungen, Gefühlen usw... und meiner Kaufentscheidung und deren Gründe dazu.

 

Grüsse

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Hallo Stefan und Interessierte

 

Also ich hatte heute meinen Termin zum Testen der Stromer ST3 und ST5. Mein lokaler Händler hatte hierfür einen Vertreter kommen lassen. Warum? Er hatte noch keinen ST5 zum Testen im Laden und so, kam der Verterter mit seinem.

 

Generell

Also die beiden Bikes sind optisch super gefertigt und weisen ein Design auf, welches so sicherlich einzigartig ist. Mir gefallen beide Modelle optisch gesehen sehr gut. Dass der Lenker vom ST5 noch klarer aufgeräumt ist als der ST3 viel mir nicht wirklich auf. Beide weisen aus meiner Sicht einen sauberen Lenker aus. Man sieht klar, dass da viel Arbeit ins Design gesteckt wurde. Mir persönlich muss ein Bike für meine Ansprüche, nämlich zum Pendeln, kein Designerstück sein. Klar, es ist schön, wenn es eines ist bzw. man es als solches ansehen kann. Es macht einem ein gutes Gefühl. Für mich kommt aber dieses Argument in die gleiche Klasse wie das Rekopurieren, was reine Verkaufsargumente sind.

Bei beiden muss ich aber sagen, dass das Display erstens etwas klein ist und die Positionierung sehr gewöhnungsbedürftig. Ich musste meinen Kopf stark nach unten bewegen um die genaue Geschwindigkeit, war auch in 30er Zonen unterwegs, abzulesen. DAs empfinde ich als störend und für mich klar ein Minus im Sicherheitsaspekt.

Wenn ich beim Thema Sicherheit bin. Beide Bikes liegen super auf der Strasse und lassen sich für einen klaren 45ger sicher und präzise Steuern. Das Fahren bei geringeren Tempis ist das schnelle Manövrieren etwas träge, was aber ersten eine Übungssache ist und zweitens Aufgrund der dickeren Reifen, welche für schnellen Tempis super sind, Zustande kommt. Wie gesagt, das Fahrrad will halt einfach schnell unterwegs sein und daher ist die Stabilität auch für diese Tempis ausgelegt.

Die Haltung auf dem Bike ist sicherlich auf der sportlichen Seiten, was ich sehr mag. Es ist daher klar ein Pendlerbike und nicht primär ein Freizeitbike. Klar auch, aber die Bikes sind klar für das schnelle Fahren konzipiert. Die Haltung ist aber Bequem und mit einem Stöckli E.T.2 zu vergleichen.

 

ST3

Positiv empfinde ich den Fakt, dass man an diesem Bike etwas mehr Optionen beim Lenker hat, man kann so die für den Fahrer individuellere Einstellungen vornehmen. Ich hatte den geschwungenen Lenker, welcher jetzt für mich nicht der passende war. Meine Handstellung am Griff war leicht nach aussen gedreht, was ich nicht so gerne habe.

Bezüglich Leistung war ich etwas enttäuscht. Ich habe mir unter 820W etwas mehr vorgestellt. Zwar merkt man ab einer gewissen Geschwindigkeit (ca. 30km/h) einen klaren Anstieg der Leistung, welche dann auch sehr cool ist, aber aus dem Stand heraus, war es mir etwas zuwenig. Ich mag es aggressiv. Dies daher, da ich halt beim Anfahren an Kreuzungen usw. Einfach schnell weg sein will. Ich hatte auch das Gefühl, dass man relativ stark in die Pedalen treten muss, damit die volle Leistung kommt. Leider kann man dies nicht selber einstellen in der Stufe 3, da diese fix mit allen Parametern auf voll eingestellt ist. Nur die Stuffe 2 lässt sich individuell einstellen. Da bin ich mir ein aggressiveres Ansprechverhalten von meinem alten ET2 gewohnt. Als ich meine Gedanken dem Vertreter äusserte, reagierte dieser etwas genervt, was jetzt etwas unfäir klingt, er war äusserst freundlich, dass dies das beiden die stärksten Bikes sind auf dem Markt und was ich denn genau suche... gut, ich habe dann mich nicht auf eine Diskussion bezüglich Speedped und dessen Leistung eingelassen.

Das Licht wird im Bezug zum ST5 ja auch immer angesprochen in den div. Foren. Da muss ich sagen, dass ich die verbaute Lampe völlig ok empfand und da sie etwas kleiner ist, als die M99Pro vom ST5, empfinde ich auch den Vorderbau des Rades etwas eleganter bzw. Feiner.

 

ST5

Die 4Nm mehr vom Motor des ST5 merkt man klar. Ich empfand das Ansprechverhalten bei diesem Bike als aggressiver und direkter. Der Vertreter meinte zwar, dass man wohl den Sensor beim gefahrenen ST3 neu Kalibrieren müsste. Das kann man am Bike selber machen. Die grössere Leistung spürt man klar.

Die eigens fürs Bike entwicklten Reifen liegen gut auf der Strasse. Sie sind sehr wuchtig, aber er läuft super. Auch die DI2 ist genial. Man hört das Schaltgeräusch klar, aber ich find das cool.

Es gab noch eine cool Situation. Ich habe das Bike meiner Frau zeigen wollen, da hat sich das Bike gesperrt und ich hatte den Code nicht. Ich musste also meinem Händler anrufen und dieser konnte per App das Bike von sich aus wieder entsperren. Cool... hihi...

 

Ich sitzt nun Zuhause und mache mir Gedanken, welches Bike ich nun zulegen soll. Für mich ist der ST3 aus dem Rennen.

Pro für Speedped

- Einfachheit

- für mich klar mehr Leistung und das Ansprechen ist direkter.

- Weniger Technik, welche kaputt gehen kann.

- Reichweite

 

Pro für ST5

- Design

- Technik ist cool

- Leistung adäquat und ok.

- Schaltung DI2 scheint mir top zu sein.

 

Ich habe mich noch nicht entschieden, aber mein Gefühl tendiert zum Speedped... Mich überzeugt aktuell die Einfachheit des Speedped. Ich frage mich auch, ob man diese Technik des ST5 wirklich benötigt.

 

So muss mal drüber schlafen..

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Hallo Zusammen

 

Ich habe nun einmal drüber geschlafen und mich für das Speedped entschieden. Ich erhoffe mir dadurch einen zuverlässigeren Weggefährten angeschafft zu haben, welcher mit der einfacheren Technik lange funktioniert. Ich musst mir einfach auch sagen, dass die ganze Elektronik der Stromer-Modellen zwar cool ist, jedoch nicht unbedingt nötig.

 

Für mich waren die folgenden Punkte ausschlaggebend

- Einfachheit und damit verbunden die Hoffnung auf die Haltbarkeit des Bikes

- Leistung und Reichweite

- Dank des grossen Akkus (1600Wh) kann man Sequenziell Laden, was den Akku schonender behandelt als wenn man diesen immer im oberen Bereich des Limits fährt. (Anschaffungskosten für einen neuen Stromerakku liegt bei ca. 2200.-)

- Ich mag es, wenn ich beim fahren von einem Velo auch etwas gefordert werde bei der Bedienung. Darauf freue ich mich.

- Das Speedped ist eher ein Exot und somit auch etwas speziell - Das bin ich auch... somit passt das!

- Beim Speedped kann man die bekannten Bremsbeläge und Bremsen auch selber warten. Dies ist bei Stromer schwieriger, da mir die Garantie Politik des Stromers etwas zu denken gibt. Mir macht es den Eindruck, dass Stomer's Garantie Politik der von Appel gleich. Sprich, wenn man quasi nur daran denkt einen Schraubendreher in die Hand zu nehmen, entfällt die Garantie. Man ist bei Stromer auch sehr an deren Produkte gebunden. Sie haben eigens entwickelte Bremsen, das bedeutet, man muss auch deren Bremsbeläge verbauen. Geschweige vom Pneu, da hat man nur deren Produkt als Option.

- Pneu, wie bereits angesprochen, sind beim Speedped offen wählbar. Dies kommt mir als ganz Jahres Fahrer entgegen, da ich bisher immer im Winter mit Spickes unterwegs war. Diese gibt es für den Stromer nicht. Sie haben aber einen Winterreifen im Angebot. Ich fahre aber Strecken, welche im Winter vereist sein können.

- Riemenantrieb verspricht eine kleinere Wartung als Kette.

 

 

So dies so meine Gedanken und Gründe für den Kaufentscheid vom Speedped.

 

Grüsse

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Vielen Dank für das Nachzeichnen deiner Entscheidung zum Kauf eines Speedped. Ich denke du hast eine gute Entscheidung getroffen.

Ein Stromer ist sicher auch cool, und gerne werde ich den auch mal etwas testen. Schlussendlich ist es immer ein Abwägen von Vor- und Nachteilen und abhängig vom eigenen Nutzerprofil und den Vorlieben.

 

Als Viel-Pendler ist die Robustheit und Einfachheit des Speedped sicher ein starkes Argument. Auch ist das Design für diesen Anwendungszweck womöglich etwas weniger relevant.

 

Der Riemenantrieb beim Speedped nehme ich als sehr positiv war. Er ist wartungsfrei, kein Schmieren, keine schmutzigen Hosen usw. Einzig bei warmem Wetter und ab ca. 20 Fahrkilometer, beginnt er etwas zu quitschen. Das soll aber mit etwas Silikon einfach zu beheben sein. Habe dies aber bislang noch nie probiert.

 

Auch der Bremswechsel ist denkbar einfach. Ich nutze dazu ein Tool von Goose Bikeparts. Damit sind die Beläge ohne das Rad auszubauen innert 10 Minuten ausgewechselt.

https://www.goose-bikeparts.de/

 

Ich wünsche dir viel Vorfreude!

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Hallo zusammen

 

auch ich habe mir ein SPEEDPED gegönnt... Gebrauchtkauf, älteres Modell, wohl aus der Gründerzeit.

 

Mein Erfahrungs- und Umbaubericht siehe hier.

 

Viele Grüsse an alle und allzeit sichere Fahrt

Urs

 

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Hallo Urs

 

Danke für den interessanten Link und willkommen im (Speedped) Forum. Wie ich sehe bist du ein Vollblut SPEEDPED Profi. :)

Ich freue mich auf die kommenden Fahrten dieses Jahr.

 

Viel Freude mit deinem Speedped!

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Hallo Tuc-Tuc

 

Dein Umbaubericht klingt spannend und hoffe hat sich ausbezahlt. Ich habe soeben erfahren, dass ich morgen mein neues Speedped abholen kann. Freue mich riiisig...

 

Werde mich in den kommenden Wochen mal hier wieder melden und meine praktischen Erfahrungen erläutern...

 

Grüsse

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Hallo Zusammen

 

Ich fahre mein neues Speedped nun seit gut 3 Wochen und habe meine ersten 700km damit abgespult. Daher wage ich es nun meine geringen Erfahrungen mit dem Speedped mit euch zu teilen. Vorerst mal mein Modell

 

Speedped mit 1600mah Akku

Schaltung - Alpina

Licht - M99 Pro Mini

Elektrische Hupe - Bedienbar über den linken Bremshebel (stossen nach vorne)

Satelfederung

 

1. Akku

Über die Grösse und Reichweite gehe ich nicht weiter darauf ein. Ich kann nur sagen, die Herstellerangaben stimmen. Ich habe mit einer Vollladung 120km mit voller Leistung erreicht. Profil war gemischt, aber nicht all zu steil. Ich habe bisher den Akku einmal voll geladen und nun benutze ich die Sequenzielle Ladung.

Bezüglich des Ablesens des Akkustandes kann ich sagen, dass dieser fürs Pendeln egal ist. Ich kenne meine Strecke (ca. 40km pro Tag) und somit weiss ich, dass ich genügend Reserven habe. Ich schaue also nie auf den Verbrauch bzw. nur aus Spass. Für Touren ist aber ein Reset notwendig um den genauen Verbrauch ablesen zu können. Also alles logisch...

Ich habe eine Akkutyp drin, welcher bis 60V geladen wird. Ich weiss nicht, seit wann diese Änderung von 48V auf 60V gemacht wurde, aber es bringt mir klar mehr Leistung. Aber Achtung der W/km Verbrauch wird auch erhöht. Somit muss man etwas auf den Motor achtgeben, dass dieser nicht zu heiss wird. War aber bei mir noch nie ein Problem. Wenn ich sequenziell geladen habe ist das sowieso kein Thema. Bei einer Vollladung könnte der Motor je na Terrain heiss werden. Wenn man aber bewusst Schaltet und die Watt nicht über 850W steigen lässt, dann ist das gar kein Problem.

 

2. Licht

M99 Pro Mini... hmm... muss soweit nichts dazu sagen. Tag hell beschreibt es wohl am Besten. Ich habe schon zwei andere E-Bike (45km/h) über mehrere 1000km gefahren und keine hatte auch nur annähernd diese Ausleuchtung. Voll und Abblendlicht funktioniert super. Super finde ich, dass es wirklich ein Abblendlicht ist und nicht einfach eine Abschwächung der Lumen. Es ändert sich die Ausleuchtung klar.

 

3. Schalten

Ich musste mich stark an die Schaltung und dessen Vorgang gewöhnen. Ich habe mir das nicht so schwierig vorgestellt bzw. ich habe von mir persönlich erwartet, dass ich diesen Vorgang schneller automatisiert hätte. Es passiert mir immer noch, dass ich mich, insbesondere beim runterschalten, verschalte. Dies sind aber klare Fahrfehler von meiner Seite her. Es gilt klar vorausschauend zu fahren und zu schalten. Ich musste mir auch eine höhere Tretfrequenz angewöhnen, damit ich den Motor nicht in einen zu hohen Watt Bereich belaste. Aber man gewöhnt sich daran. Wenn man es intus hat, dann ist das Fahren sehr flüssig. Weiter ist die Programmierung, welche meines Wissens eher neu ist, beim Schalten gut gelungen. Der Motor geht beim Schaltvorgang nicht mehr total aus sondern die Leistung wird auf ein Minimum reduziert, das die nötige Entlastung der Alpin-Schaltung bewirkt. Beim Abschluss der Schaltung kommt der Motor wieder mit voller Leistung. Dies hat zur Folge, dass insbesondere beim Hochschalten ein sehr flüssigen Vorschub generiert wird.

 

4. Hupe

Die Hupe kann ich empfehlen. Sie ist laut und es kommt vor, dass Leute erschrecken. Aber nun hören mich auch Personen mit Kopfhörern endlich. Was ich als positiv erachte.

 

5. Fahrgeometrie

Ich fuhr vor diesem neuen Speedpad das Stöckli ET2. Dieser ist vergleichbar mit den Stromer-Modellen. Die Fahrgeometrie von diesen Modellen ist eher auf der sportlichen Seiten zu finden. Also man hat einen stärker geneigten Oberkörper. Dies empfand ich damals als sehr cool. Beim Speedped, gut man kann hier mit Distanzringen am Lenker usw. auch individuellere Einstellungen vornehmen, ist meine Sitzhaltung weniger geneigt. Daran musste ich mich zuerst etwas gewöhnen. Dazu kam, dass der Lenker weniger breit war, was für mich ebenfalls am Anfang komisch vorkam. Das ET2 hatte schon ziemlich einen breiten Lenker. Aber auch dies ist nun in Fleisch und Blut übergegangen.

Ich kann aber sagen, nachdem ich meine ersten 100km hatte, war das Fahrverhalten des Speedped sehr normal. Es liegt sehr gut auf der Strasse und lässt sich sehr direkt steuern. Obwohl das Fahrgefühl anfangs für mich einfach anders war, ist es nun für mich normal. Ich sitze etwas höher und man ist somit etwas weiter weg von der Strasse als beim ET2. Dies hat zur Folge, dass einem das Tempo langsamer vorkommt. Ich habe aber gemessen und ich bin sogar etwas schneller zuhause als mit dem ET2. Also das Gefühl täuscht da.

 

6. Sattelfederung

Meine Sattelfederung bietet mir einen grossen Komfort, auf welchen ich nicht mehr verzichten möchte. Ich habe aber ein Problem, dass diese "knirscht". Ich habe noch nicht herausgefunden wo und warum... aber da bin ich noch dran.

 

Fazit

Ich bin total begeistert und ich freue mich immer auf das Bike zu steigen. Ich empfinde die Einfachheit des Bikes nicht als Rückschritt und habe nie das Gefühl, dass ich eine Einbusse hatte. Einbusse könnte man meinen bei der Schaltung zu haben. Andere E-Bikes sind sicherlich flüssiger und bedienerfreundlicher, aber wie gesagt, mit etwas Übung geht das super. Personen, welche bereits längere E-Bike (45km/h) Erfahrung haben, werden auch mit diesem Bike glücklich. Ich empfinde in keiner Fassette des Bikes einen Rückschritt. Die Power am Berg, die Reichweite, die Einfachheit, die Robustheit usw... ist einfach nur genial...

Was ich noch aussen gelassen habe ist die Firma in Person Herrn Kohlbrenner. Ich kann ein Treffen vor Ort nur empfehlen. Man bekommt ein Bike und ein Mechaniker an die Seite und dann wird eine Radtour (ca. 1h) absolviert. Man wird in das Bike eingewiesen und alles wird erklärt und geübt. Das nenne ich mal Kundenservice. Ich hatte mal eine Frage zur Hupe und Einstellungen zum Bremshebel, da hat mich Herr Kohlbrenner auch Telephonisch freundliche und kompetent beraten. Man merkt die Liebe zu Detail und das fundierte Wissen über das eigene Produkt. Obwohl, die Sensorik am Lenker dranmontiert und gewisse Modifikationen an Bremshebel usw. vorgenommen werden, macht das Bike in keiner Weise ein "Zusammengebastelter" Eindruck. Es wirkt alles sehr solide und robust.

 

Grüsse

Raphi

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