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  1. Stefan

    Ladestationen, Ladekabel

    Wer sich mit dem Laden von Elektroautos beschäftigt resp. dieses laden möchte, braucht die passende Ladestation und ein Ladekabel dazu. Wir zeigen dir die möglichen Varianten und Kombinationen auf. Es gibt im Prinzip drei mögliche Ladesituationen: Laden unterwegs an einer DC Säule Die Letztere ist vergleichbar mir einer Benzin-/Dieseltankstelle. Das Ladekabel ist an der Ladesäule angebracht. Die Ladestation wechselt den netzseitigen Wechselstrom in Gleichstrom um und leitet diesen mittels dem angebrachten Ladekabel in das Elektroauto. Laden unterwegs an einer AC Säule Viel häufiger trifft man jedoch in Kommunen, Einkaufszentren, Parkplätzen usw. auf Wechselstrom (AC) Ladesäulen. Der Grossteil davon liefert 22kW Wechselstrom. Viele Statione haben allerdings kein angebrachtes Kabel und daher führen Elektroautofahrer jeweils ein Typ 2 Kabel mit. Es gibt diese in verschiedenen Ausführungen. Neben der Kabellänge, gibt es Kabel die ein- oder dreiphasigen Strom aufnehmen können. Hat dein Auto nur einen einphasigen On-Board AC Lader, dann würde prinzipiell ein Ladekabel für den einphasigen Betrieb reichen. Einige Hersteller bauen in ihre Elektroautos jedoch auch dreiphasige On-Board Ladegeräte ein. Kaufst du dir also ein Kabel für den dreiphasigen Betrieb, so hättest du gleich das passende Kabel, solltest du mal zu einem Auto mit 3-phasigem On-Board Lader wechseln. Laden an der AC-Wallbox zuhause Heimische Ladestationen werden auch Wallboxen, Ladeboxen und ähnliches genannt. Gemeint ist in der Regel dasselbe. Nämlich eine Box welche die Kommunikation und den Stromanschluss zwischen Fahrzeug und Stromnetz bereitstellt. Eine Wallbox ist nicht mir einem AC-Ladegerät zu verwechseln, denn dieses ist im Fahrzeug fest eingebaut. Wallboxen gibt es in verschiedenen Ausführungen von verschiedenen Herstellern. In der Regel sind diese fest, z.B. an einer geeigneten Wand, in der Nähe des Parkplatzes montiert. Einige haben fest montierte Typ 2 Kabel. Andere wiederum benötigen den Anschluss eines mobilen Typ 2 Kabels um das Auto anzuschliessen. Neben den fix installierten Wallboxen gibt es auch noch mobile Lader. Die Ladestation ist dabei eine kompakte und mobile Box die Teil des Typ 2 Ladekabels ist. Netzseitig haben diese mobilen Lader einen CEE Anschluss oder entsprechende Adapter um sie an verschiedenste Netzanschlüsse anstecken zu können. Die Verwendung ist vielseitig. Man kann sie z.B. zuhause auch als Ladestation verwenden. Mit einem auf-steckbaren Typ 2 Adapter für die Infrastruktur-Seite kann zudem an gängigen Typ 2 Ladestationen geladen werden. Ein zusätzliches Typ 2 Ladekabel erübrigt sich damit. Allerdings sind die mobilen Lader aufgrund der integrierten “Ladestation“für das Laden an einer Typ 2 Ladesäule etwas unhandlicher als ein einfaches Typ 2 Ladekabel. Sie sind aber vor allem dann flexibel einsetzbar, wenn direkt an CEE16-3, CEE16-5, CEE32-5 oder an Schuko-Dosen geladen werden soll. Wie schliesse ich eine Wallbox oder meinen mobilen Lader zuhause an? Handelt es sich um eine fix installierte Wallbox, sollte der Anschluss von entsprechend qualifiziertem Fachpersonal vorgenommen werden. Möchtest du eine mobile Ladeeinheit verwenden und ein Stromanschluss für das Laden deines Fahrzeuges ist bereits vorhanden, so sind grundsätzliche keine weiteren Installationsarbeiten nötig. Du musst einzig den für den Anschluss geeigneten Adapter haben. Beachte jedoch dass der Anschluss einzeln abgesichert sein sollte und über einem FI-Schalter verfügen sollte. Ladekabel, Adapter Das wohl am meisten verbreitete Ladekabel ist in Europa das Typ 2 Ladekabel. Es passt für alle Autos die fahrzeugseitig einen Typ 2, CCS oder Tesla „Typ 2“ Ladeanschluss haben. Einige asiatische Modelle haben neben dem CHAdeMO Anschluss für das DC-Laden noch einen Typ 1 Ladeanschluss für das AC-Laden. Ist die Ladestation bereits mit einem Typ 1 Anschluss ausgerüstet, so braucht es für die Ladung nur ein einfaches Typ 1 Ladekabel. Viel mehr verbreitet sind jedoch Typ2 Ladestationen. Bei Verwendung eines entsprechenden Adapters lässt sich an diesen jedoch auch ein Elektroauto mit Typ 1 Anschluss problemlos laden. Ladekabel verlängern? Welche Länge ist passend? Ladekabel gibt es typischerweise in Längen von 5m, 7m und einige wenige mit Längen von 10m. Typ 2 Ladekabel lassen sich nicht verlängern indem man einfach ein weiteres Typ 2 Kabel anhängt. Die Bauweise verhindert dies und dies dient als Schutz vor Überhitzung. Ein 5m Kabel reicht eigentlich immer wenn die Ladestation normal zugänglich ist. Mit dem 7m Kabel ist man noch etwas flexibler, z.B. wenn der Parkplatz blockiert ist. Foto: verschiedene Kabeladapter. Heute kaum mehr nötig, aber praktisch für lange Reisen in ferne Länder oder E-Mobility Events
  2. Stefan

    Ladeanschlüsse & Systeme

    Im Vergleich zu einem herkömmlichen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, rücken bei einem Elektroauto andere Merkmale ins Zentrum des Interesses und es bieten sich neue Konfigurationsmöglichkeiten. Dies mag zu Beginn etwas komplex und umständlich wirken, hat aber viele Vorteile. Ein wesentlicher Punkt ist die weitgehend frei wählbare Herkunft der für den Antrieb verwendeten Energie. Im weiteren lässt sich das Fahrzeug durch die Auswahl der benötigten Ladeart und der Batteriegrösse auf das individuelle Profil besser anpassen. Das hat ökonomische wie auch ökologische Vorteile. Bevor wir uns mit dem Betrieb des Elektroautos befassen, macht es Sinn sich mit dem technischen Einrichtungen etwas vertrauter zu machen. Diese Zusammenfassung gibt dir das nötige Rüstzeug für den Umstieg / Einstieg. Erfahrenen Anwendern kann es als Nachschlagewerk dienen. Ladeanschlüsse & Systeme Der am Fahrzeug vorhandene Lade- oder Steckeranschluss entscheidet mit welchem Ladesystem das Auto geladen werden kann. Bei aktuellen Fahrzeugen sind vier Ladesysteme verbreitet: CCS (DC) CHAdeMO (DC) Typ 2 (AC) Tesla (AC/DC) Der Typ 1 Ladestecker wurde u.a. für dass das in Nordamerika verwendete 120/240 V-Einphasen-Dreileiternetz konzipiert. Er ist auch im asiatischen Raum verbreitet. Auch in Europa sieht man Typ 1 noch an einigen asiatischen Elektroautos. Das von Tesla verwendete System ist fast baugleich wie der Typ 2, wurde aber so modifiziert, dass dieser auch zum Laden mit Gleichstrom (DC) verwendet werden kann. Die meisten öffentliche Schnellladestationen bieten Ladepunkte für verschiedene Systeme an. Weit verbreitet ist die Kombination Typ 2 / CCS / CHAdeMO. Ladesäulen die diese drei Ladesysteme anbieten werden auch Triple Charger genannt. Typ 2 Dieser Anschluss wird für das Laden mit Wechselstrom (AC) mittels eines Typ 2 Ladekabels benötigt. Besitzt das Elektroauto einen 3-phasigen On-Board Lader, so kann mit 11kW, 22kW oder mit bis zu 43kW (ältere Renault ZOE) geladen werden. Ist nur ein ein- oder zweiphasiger Lader verbaut, ist die Ladeleistung entsprechend tiefer da an einem Drehstromanschluss nicht alle Phasen genutzt werden können. Fahrzeuge die mit einem CCS Anschluss (Combined Charging System) ausgestattet sind, brauchen keinen zusätzlichen Ladeanschluss da ein Typ2 Kabel mit dem CCS Anschluss kompatibel ist. CCS (Combined Charging System) Das CCS Ladesystem ist das von der EU definierte Gleichstrom (DC) Ladesystem. Ein Grossteil der DC-Ladestationen liefert 50kW, einige wenige auch weniger. Aktuell werden entlang Hauptachsen Ladestationen mit 150kW-Ladesäulen ausgerüstet und erste Fahrzeuge können diese Leistung auch abrufen (Audi e-tron SUV). Der nächste Schritt werden dann abwärtskompatible Ladesäulen mit 800V / 350kW und gekühlten Ladekabeln sein. Um solche Ladeleistungen technisch verarbeiten zu können müssen jedoch auch die Batterien dafür ausgelegt sein. CHAdeMO Dieses Ladesystem wurde von einem Konsortium in Japan entwickelt und 2010 vorgestellt. CHAdeMO erlaubt auch bidirektionales Laden. Es bietet momentan DC-Ladeleistungen von 50kW an. Der Nissan Leaf hat auch in seiner überarbeiteten Version auch in Europa weiterhin einen CHAdeMO Anschluss. CHAdeMO entwickelt sich ebenfalls weiter und soll in seiner neuen Fassung Ladeleistungen von bis zu 400kW ermöglichen. Andere Hersteller (z.B. Hyundai) verwenden an ihren Fahrzeugen in Europa jedoch bereits den CCS Anschluss. Tesla Supercharger (SuC) Weil es 2009 als das Model S vorgestellt wurde noch keine definierten Schnelllade-Standards gab, hat Tesla den Typ 2 Anschluss an seinen Fahrzeugen so modifiziert, dass mit diesem auch DC Schnellladungen von bis zu 135kW möglich sind. Der der Anschluss auch mit dem normalen Typ 2 kompatibel ist, ist für eine AC-Ladung am Fahrzeug kein zusätzlicher Anschluss nötig. Mit einem CHAdeMO Adapter können Tesla Fahrzeuge auch an den meisten öffentlichen Schnellladestationen laden
  3. Wer Zuhause eine Lademöglichkeit hat, wird diese den öffentlichen Stationen meistens vorziehen. Die Ladeleistung spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle, da längere Fahrten kaum spontan anstehen. Wer täglich über 200km fährt und über Nacht zuhause laden möchte, der sollte die Installation einer 11kW Ladestation ins Auge fassen. Damit ist sichergestellt, dass das Fahrzeug auch für grössere Wegstrecken am Folgetag wieder bereit ist. Stromanschluss Um ein E-Auto zuhause zu laden gibt es verschiedene Lösungen. Ist bereits ein Stromanschluss in Parknähe vorhanden, so ist die wichtigste Hürde schon mal geschafft. Handelt es sich um einen Schuko-/Haushaltsanschluss so reicht bereits das in der Regel mit dem Auto mitgelieferte „Notladekabel“ aus, um das Auto zu laden. Ein solches Notladekabel ist jedoch in der Regel auf Ströme von ca. 8A limitiert, was bei 230V nur gerade 1.8kW Ladeleistung und entsprechend lange Ladezeiten bedeutet. Die Limitierung hat gute Gründe, denn oft sind solche Steckdosen nicht einzeln abgesichert was schnell zu einer Überlastung führen kann wenn noch weitere Verbraucher angeschlossen werden. Um zu vermeiden dass dies eintrifft und so Teile des Hauses plötzlich im Dunkeln liegen, sollte der Ladeanschluss eine eigene Absicherung mit FI-Schalter erhalten. Besser ist jedoch ein abgesicherter 230V/16A Ladeanschluss (z.B. blauer CEE 16-3) mit ausreichender Kabeldicke der auch eine Dauerbelastung von 3.7kW problemlos verträgt. Daran lässt sich dann ein mobiler Lader, oder wer es lieber fix mag, eine fix montierte Wallbox/Ladestation anschliessen. Womöglich ist aber auch bereits auch ein Drehstrom/Starkstrom (400V) Anschluss vorhanden. Entsprechend höher wäre dann die Leistung der mobilen oder fixen Ladebox, sofern diese die höheren Leistungen verarbeiten kann. Mobile Lader und Wallboxen gibt es in Ausführungen von 3.7kW (einphasig) bis zu 22kW AC (dreiphasig). Für die Installation einer entsprechenden Ladezuleitung können Sie jeden entsprechend ausgebildeten Elektriker beauftragen. Diese sollten auch in der Lage sein, die von Ihnen gekaufte Ladestation zu montieren und anzuschliessen. Sind die Anforderungen etwas höher, z.B. in einem Mehrfamilienhaus mit (zukünftig) mehreren E-Fahrzeugen, dann empfiehlt es sich einen Installateur zuzuziehen der sich mit Last-Management Systemen auskennt. Ein solches System regelt dann die Leistung an den verschiedenen Ladepunkten wenn gleichzeitig mehrere Fahrzeuge am Stromnetz hängen. Bei längerer Abwesenheit Ein Elektroauto kann problemlos über mehrere Wochen geparkt werden ohne dass dabei die Batterie Schaden nimmt. Die Selbstentladung der Batterie ist relativ gering und wird kaum bemerkt. Etwas problematischer kann es sein, wenn z.B. Fahrzeugkomponenten während der Standzeit fortwährend Strom benötigen und wenn dieser aus der Starter- oder Antriebsbatterie entnommen wird. Parkiere dein Auto bei längeren Abwesenheit wenn möglich mit einem Ladezustand von 40-60% und nicht an der prallen Sonne. Falls an deinem Fahrzeug ein Ladelimit eingestellt werden kann, so kannst du das Auto auch an die Ladestation anschliessen. Die Erhaltungsladung (Trickle Charge) sorgt dann dafür, dass der eingestelle SoC-Wert beibehalten wird. Das Auto vollgeladen über längere Zeit stehen zu lassen, ist zu vermeiden! So kannst du die Zellen vor vorzeitiger Alterung schützen! Es ist ähnlich wie beim Menschen: Eine volle Blase ist über einen längeren Zeitraum ist unangenehm….!
  4. Das öffentliche Laden resp. die Herangehensweise weist im Vergleich zum Betanken eines Verbrenners einige Unterschiede auf. Hier erfährst du worauf es ankommt. Die öffentliche Ladeinfrastruktur ist ein seit Jahren ein heiß diskutiertes Thema. Der Ausbau schreitet aber schnell voran und mit Reichweiten der Elektroautos von jenseits der 300km Grenze, stellt die Reichweite resp. das Nachladen im Alltag kaum mehr ein Problem dar. Das will jedoch nicht heissen, dass es kein Potential für Verbesserungen mehr gibt. Da die kommenden Jahre mit einem starken Zuwachs bei den Elektrofahrzeugen gerechnet werden darf, besteht auch weiterhin hoher Bedarf an weiteren Ladestationen. Smartphone ist Pflicht Die aktuelle Ladeinfrastruktur bietet eine breite Palette an Lademöglichkeiten. Entsprechend unübersichtlich erscheint dies einem Einsteiger. Neben einigen kostenlos nutzbaren Ladesäulen z.B. bei Discountern, gibt es viele öffentliche Ladestationen die kostenpflichtig sind. Auch wenn das im Fahrzeug verbaute Navi in der Regel eine Ladestations-Datenbank mitbringt, an der Nutzung eines Smartphones kommt kaum mehr einer vorbei. Über das Smartphone werden z.B. Ladestationen lokalisiert und deren Merkmale (z.B. Leistungsdaten/Preise) ausgegeben. Optional lässt sich über das Smartphone die Ladung auch starten oder beenden. Auch wenn es in einigen Jahren wohl flächendeckend Ladestationen ähnlich wie Tankstellen geben wird, und diese dann auch gut ohne Smartphone lokalisiert werden können, so wird das Smartphone weiterhin ein Bestandteil des Ladeprozesses bleiben. Z.B. für Freischaltung, Kontrolle und/oder Abrechnung der Ladung. Ladestationen planen Wer des öfteren elektrisch auf längere Strecken geht, kennt mit der Zeit gute, schöne und günstige Ladeorte. Ist man auf neuen Strecken unterwegs die eine Nachladung benötigen, ist es vorteilhaft die Ladeorte schon vor Abfahrt zu planen. Dazu verwendest Du am besten die Online-Karte eines Ladeverzeichnisses oder die eines E-Mobility Providers (EMPs). Am besten plant man auch gleich einen alternativen Ladepunkt ein. So fährt es sich entspannter und sollte die angesteuerte Säule mal besetzt sein, geht es ohne Zeitverlust an die nächste Säule.
  5. Stefan

    Ladetipps

    Am weitesten verbreitet ist die Bezahlung über einen E-Mobility Provider (EMP). Mit einer Zugangskarte (RFID Karte) oder der App des Anbieters wird die Ladestation freigeschaltet und nach Beendigung die Ladung abgerechnet. In der Regel reicht es heute aus, wenn man 2-3 Ladekarten verschiedener Anbieter mit sich führt um flächendeckend Laden zu können. Da man sich bei dieser Lösung bei einem Provider registrieren muss, gelten solche Zugangssysteme als nicht „barrierefrei“. Neu installierte Ladesäulen müssen daher aufgrund der in Deutschland geltenden Ladesäulenverordnung, immer auch ein barrierefreies Zugangssystem anbieten. Die gängiste Art barrierefrei zu bezahlen, ist die Nutzung des an der Ladesäule angebrachten QR-Codes. Dieser wird mit dem eigenen Smartphone gescannt und man landet auf einer Authentifizierungs- resp. Bezahlseite im Internet. Bezahlt wird dann üblicherweise per Kreditkarte oder Paypal. (Reisen, Ausland, Roaming!) Weitere Möglichkeiten sind die Bezahlung via SMS, wobei der Rechnungsbetrag über den Mobilfunkvertrag abgerechnet wird. Debit-/Kreditkarte mit entsprechenden Kartenslots sind selten anzutreffen. Ebenso NFC-fähige Ladesäulen. Spezialfall Tesla Wer einen Tesla fährt hat es bei Nutzung der Tesla Supercharger (SuC) oft einfacher als Fahrer anderer Marken. Das Tesla Navi kennt alle SuC und gibt auch gleich deren Auslastung an. Ist ein Fahrziel eingegeben, errechnet das Navi auch gleich die zu erwartende Ladezeit. Angesteckt am SuC identifiziert sich das Fahrzeug mit der Ladesäule und beginnt mit bis zu 120kW zu laden. Abgerechnet wird dann über den Nutzeraccount bei Tesla. Die Fahrzeugidentifizierung an der Ladesäule könnte sich in einigen Jahren auch auch an nicht-Tesla Ladepunkten durchsetzen. Ladeplatz zugeparkt: Immer wieder kommt es vor, dass Ladesäulen von Verbrenner-Fahrzeugen zuparkiert werden. Das ist unschön und wird zwischenzeitlich vielerorts von Ordnungshütern mit Geldbussen belegt. Ist der Sünder selbst vor Ort, so sprich diesen höflich auf sein Fehlverhalten an. Es ist durchaus möglich, dass der Falschparkierer sich dem Fehlverhalten in der Hektik des Alltags nicht bewusst war. In der Zwischenzeit werden öffentliche Ladeplätze hingegen oftmals farblich gut markiert und entsprechend beschildert. Entsprechend geringer ist das Risiko, dass ein Ladeplatz mit einem nicht-ladenden Auto/Verbrenner besetzt ist. Ladeplatz = Parkplatz? Jein. Ladestandplätze sollten wenn immer möglich nach beendigter Ladung wieder freigegeben werden. Nichts ist ärgerlicher als dass bereits ein EV an der Ladesäule angeschlossen ist, jedoch nicht mehr lädt. Ausgenommen davon sind Ladepunkte z.B. in Hotels, Shopping-Center oder einem Kino. Denn da kann nicht erwartet werden dass man mitten in der Nacht oder in der Kinopause den Platz räumt. Trotzdem sollte wenn möglich Rücksicht genommen werden. Ist eine Ladung bei 80% Ladezustand wirklich nötig? Oder reicht es vielleicht auch wenn ich das Auto nach Ankunft ca. 2-3 Std. lade und danach umstelle und so den Ladeplatz wieder freigebe? Erstaunlich oft trifft man auch auf E-Autos, die ohne zu laden einfach auf Ladeplätzen abgestellt werden. Auch dies ist natürlich nicht im Sinn der Sache für andere Nutzer sehr ärgerlich. Effizientes Laden Oft wird angeführt, das Laden eines Elektroautos brauche zu viel Zeit. Dem ist in den meisten Fällen nicht so. Denn geladen wird wenn möglich immer dann, wenn die Ladezeit für eine andere Tätigkeit genutzt werden kann. Z.B. beim Einkaufen, Arbeiten, Essen, Pausieren, wenn auf Besuch usw. Die Fahrt zur geruchsbelasteten Tanke entfällt also. Das Einstecken/Ausstecken/Authentifizieren dauert in der Regel keine Minute. Lädt man zuhause geht es noch schneller. Wer sein Auto auf längeren Strecken mit Ladestopps nur auf einen Ladezustand (SoC) von jeweils ca. 80% auflädt, kann seine Reisezeit verkürzen. Da die Ladegeschwindigkeit ab ca. 80% SoC stark abnimmt, lohnt es sich meistens nicht das Ladeende abzuwarten.
  6. Die meisten Elektroautos können Wechselstrom- und Gleichstromanschlüsse nutzen. Je nach Ladesystem (CCS, CHAdeMO, Tesla oder AC Typ 2) braucht es dazu am Fahrzeug nur einen Anschluss oder allenfalls getrennte Anschlüsse. Beim Wechselstromladen (AC) wird das Fahrzeug über ein Ladekabel und einer fixen oder mobilen Ladestation mit dem Stromnetz verbunden. Das Ladegerät ist im Fahrzeug integriert und wandelt für die Batterieladung den Wechselstrom in Gleichstrom um. Zuhause, beim Arbeitgeber oder z.B. bei Restaurants/Hotels wird in der Regel mit Wechselstrom geladen. Tesla nennt solche Ladepunkte in ihrem Netz z.B. „Destination Charger“. Je nach Netzanschluss und Ladestation kann ein- oder dreiphasig geladen werden. Viele öffentliche Ladestationen haben einen dreiphasigen 22kW Anschluss. Damit lassen sich in einer Stunde ca. 20kWh nachladen was gleichbedeutend mit ca. 100-150km zusätzlicher Reichweite ist. Dies natürlich nur sofern das Fahrzeug einen 22kW Lader integriert hat. Momentan ist dies nur der Smart EQ und der Renault ZOE. Aktuelle Tesla AC-Ladegeräte liefern immerhin Ladeleistungen von bis zu 17kW. Elektroautos die nur einphasige Lader verbaut haben, bieten jedoch in der Regel einen Ladeanschluss für schnelles DC-Laden an an. Beim Gleichstromladen (DC) befindet sich das Ladegerät in der Ladesäule. Diese wandelt den vom Netz gelieferten Wechselstrom in Gleichstrom um und speist diesen direkt in die Batterie ein. DC-Ladesäulen sind aufgrund der in der Ladesäule verbauten Technik teurer, bieten jedoch Ladeleistungen von aktuell bis 150kW an. Bereits recht gut ausgebaut ist das Netz der 50kW DC-Ladesäulen. Für das DC-Laden wird jeweils das Ladekabel der Ladesäule verwendet. Aufgrund der höheren Abgabeleistung sind die DC-Kabel dicker und wären entsprechend unhandlich um diese mitzuführen. Ein Mitführen eines AC-Ladekabels ist jedoch sehr zu empfehlen. So bleibt man flexibel, sollte eine DC-Ladesäule einmal besetzt sein.
  7. Eine gute Idee! Denn das Fahren eines Elektroautos macht viel Freude und Spass. Und viele Fragen tauchen ja auch oft erst nach einigen Fahrten auf. Eine Probefahrt oder das Ausleihen eines Fahrzeuges ist deshalb sehr empfehlenswert. Wer bereits elektrisch fährt, der ist womöglich mit den nachfolgenden Punkten schon vertraut. Ein Elektroauto fährt sich insgesamt angenehmer und sanfter als ein herkömmliches Modell mit Verbrennungsmotor. Es gibt keine Motorenvibrationen und das Fahrzeug beschleunigt gleichmässiger. Das Schalten in höhere Gänge entfällt. Da das Drehmoment des Motors schon früh zur Verfügung steht, ist die Beschleunigung oft agiler als bei vergleichbaren Modellen mit Verbrennungsmotor. Bei Geschwindigkeitsreduktionen fällt auf, dass sich die Rekuperation fast unmerklich einsetzt. Das Abbremsen fällt daher tendenziell angenehmer und ruckfreier aus. Dein Elektroauto kann bei tiefer Geschwindigkeit und abgeschalteter künstlicher Lärmquelle fast lautlos fahren. Fahre deshalb entsprechend umsichtig wenn Personen in der Nähe sind. Die reduzierten Lärmemissionen verbunden mit umsichtiger und langsamer Fahrweise sind ein echter Mehrwert für alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner. Rekuperieren Einer der Gründe wieso das Elektroauto so effizient fährt, ist der Möglichkeit geschuldet, dass ein Teil der für Beschleunigung und Vortrieb eingesetzten Energie beim Bremsen und bei Abfahrten dank Rekuperation wieder in die Batterie zurück gespiesen werden kann. In diesem Falle funktioniert der Motor als Generator und erzeugt Energie. Bei vielen Fahrzeugen kann die Rekuperationsstärke eingestellt werden oder bei der Fährt je nach Bedarf per Wippe verstärkt oder abgeschwächt werden. Nutze diese Möglichkeit so oft wie möglich. Die Fahrt wird insgesamt sanfter, du schonst die Bremsbeläge und vor allem kommt es wieder deiner Reichweite zugute. Bei vorausschauender Fahrweise ist es so möglich fast gänzlich auf mechanisches Bremsen zu verzichten. Durch die geringere Benutzung der mechanischen Bremsen produzierst du zudem auch weniger Feinstaub. Bild: Opel Ampera-e - Mit einer 60 kWh Batterie kaum ein Reichweitenproblem Reicht es noch? Was wenn die Reichweite schrumpft Die Anzeige der Restreichweite im Elektroauto ist recht genau. Zeigt das Navi bis zur nächsten verfügbaren Ladestation (inkl. geplante Alternative) oder dem Zuhause noch 30km an und du hast noch z.B. 50km Restreichweite, dann gibt es keinen Grund zur Nervosität. Denn es wird problemlos reichen! Heikel wird es nur, wenn die verbleibende Strecke zu einem Grossteil aus einem Anstieg (Bergfahrt) besteht. Zugegeben, das Fahren mit tiefen Restreichweiten ist gewöhnungsbedürftig. Stellt sich aber in der Regel mit etwas Erfahrung mit der Ladeinfrastruktur und dem Auto schnell ein. Turtle Mode oder Schildkrötenmodus Viele Elektroautos geben eine Warnung aus wenn die Reichweite zur Neige geht. Je nach Typ kommt diese Anzeige bei etwa 15 Restkilometer an. Werden diese km noch gefahren, kommt bei vielen Modellen der sogenannte „Turtle Mode“ an. Die Motorleistung wird stark reduziert, es sind nur noch Geschwindigkeiten von 10-20km/h möglich. Dieser Modus reicht meistens nur noch für wenige hundert Meter Fahrdistanz. Turtle Mode testen. So geht's. Wer die Reserven seines Elektroautos genauer kennenlernen möchte, dem empfehlen wir das Auto bis zur ersten Reichweiten-Warnung „leer-zufahren.“ Danach sollten bei normaler Leistung noch einige Kilometer (abhängig vom Hersteller, jedoch ca. 15km) problemlos gefahren werden können. Halte dich ab diesem Zeitpunkt jedoch in der Nähe einer Lademöglichkeit auf. Beachte dass evtl. nicht jedes Modell einen „Turtle Mode“ hat. Ob dein Elektroauto damit ausgerüstet ist, kannst du im Betriebshandbuch nachlesen. Solltest du dich bis zur Aktivierung des „Turtle Mode“ getrauen, dann bitte nur auf wenig befahrenen Nebenstrassen und wenn eine verfügbare und funktionierende Ladestation in wenigen hundert Metern erreichbar ist! Z.B. in der Nähe deiner Ladestation zuhause. Reichweite im hügeligen Gelände Bei Bergfahrten schrumpft die angezeigte Reichweite aufgrund des höheren Verbrauchs schneller. Je kleiner die Batterie, umso schneller macht sich dies bemerkbar. Starte also die Passfahrt mit genügend Reserve! Aber auch wenn die Reichweite schnell schrumpft – es gibt kein Anlass zur Panik. Selbst dann nicht, wenn kurz vor der Passhöhe die erste Reichweiten-Warnung ankommen sollte und die nächste Ladestation auf der anderen Talseite erst im nächst grösseren Ort erreichbar ist. Ein Laden auf der Passhöhe (sofern verfügbar) wäre zwar eine Möglichkeit, aber oftmals gar nicht nötig. Denn durch die das Rekuperieren wirst du die Ladestation im Tal problemlos erreichen.

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