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  1. Am Wochenende 7.-10.2.2020 hatte ich Gelegenheit, die neue ZOE R135 mit 52kWh-Akku und CCS-Ladung zu testen. Hier mein Bericht. Begriffsdefinition Der besseren Unterscheidbarkeit wegen bezeichne ich die neuen ZOEs der aktuellen Fahrzeuggeneration wie Renault auch als ZOEs Ph2. Zu den Ph2-ZOEs gehören Modelle mit 41 und 52kWh-Akku sowie 80 und 100kW-Motor. Die getestete R135 verfügt über den größeren Akku und den stärkeren Motor. Test-Zeitraum Endlich ist es soweit. Ich hätte die neue ZOE Z.E.50 schon Ende 2019 für einen Test bekommen können, aber nur ohne CCS-Anschluss. Da das aber eins der wesentlichen neuen (wenn auch optionalen) Features der weiterentwickelten ZOE ist, habe ich lieber gewartet, bis eine mit CCS zur Verfügung steht. Jetzt passt es anlässlich der ersten Wartung meiner R110: Ich bringe meine ZOE am Freitag, dem 7.2.2020, in die Werkstatt, übernehme eine fast noch nagelneue R135, teste diese ein Wochenende lang und tausche die Autos am Montag, dem 10.2.2020, wieder um. Um es gleich vorweg zu nehmen: Als ich Montag Mittag wieder in meine erst ein Jahr alte R110 einsteige, habe ich das Gefühl, von der Business Class in die Economy Class zu wechseln. Aber der Reihe nach. Erstmal ein paar Fakten. Ausstattung Der Testwagen ist eine voll ausgestattete INTENS (das ist das höchste Ausstattungsniveau) in „DeZir-Rot“, eine wirklich tolle Farbe, die sowohl mir als auch meiner Liebsten sehr gut gefällt. Was hat die R135 Intens, das meine R110 nicht hat? 52kWh-Akku 100kW-Motor (135PS) LED-Scheinwerfer LED-Nebelscheinwerfer LED-Bremslicht & Blinker Spurhalteassistent Toter-Winkel-Warner Fernlichtassistent Innenspiegel automatisch abblendend Einparkhilfe vorne und hinten Rückfahrkamera Verkehrszeichenerkennung Elektrische Feststellbremse mit Automatik Ablage zum induktiven Laden eines Smartphones Rücksitzlehne geteilt umklappbar (1/3 zu 2/3) Winterpaket (beheizbares Lederlenkrad, Sitzheizung für die Vordersitze) 9,3-Zoll-Multimediasystem „Easy Link“ CCS-Ladeanschluss Kostet so ausgestattet neu (ohne Abzug der „Umweltbonus“-Förderung) aktuell über 30.000,- € (UPE). Strecke, Verbrauch, Reichweite Ich fahre mit der R135 an diesem Wochenende insgesamt 516km, davon den größten Teil Schnellstraße (B6) und Autobahn (A7). Zwei Mal lade ich die Test-ZOE auf, beide Male per CCS, das erste Mal von 4%-90%, das zweite Mal von 6%-98%. Dazu später mehr. Als ich das Fahrzeug übernehme, zeigt es einen Durchschnittsverbrauch über 18kWh/100km an. Ich nulle den Zähler bei jedem Laden und erziele bei moderaten 100km/h auf der Autobahn und den herrschenden Wetter- und Temperaturbedingungen einen ähnlichen Wert. Bis auf die Strecke nach der letzten Ladung am Sonntag: Da gibt Sturmtief „Sabine“ ordentlich Schub von hinten und der Verbrauch sinkt deutlich auf 16,1kWh/100km. Insgesamt ist der Verbrauch etwas höher als der meiner R110. Die Reichweite lag mit dem auf der letzten Etappe erzielten Verbrauch und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 63,5km/h bei ca. 260km (gefahrene 200km + Restreichweite 57km). Zum Vergleich: Meine R110 mit 11kWh weniger Akkukapazität liegt dieser Tage bei ca. 220km. Cockpit / Bedienung / Multimedia Das Cockpit ist gegenüber den Vorgänger-ZOEs komplett überarbeitet worden und macht auf mich einen richtig guten Eindruck. Das Lenkrad Das beheizbare Lederlenkrad ist angenehm weich und dick, alle Bedienelemente sind gut zu erreichen und auch logisch angeordnet. Die Lenkradheizung habe ich ein Mal kurz ausprobiert, war etwas ungewohnt, aber ganz angenehm. Wobei sich auch bei ausgeschalteter Lenkradheizung die Stellen, an denen Hautkontakt besteht, schnell warm anfühlen. Da fällt mir gerade auf: Gehupt habe ich gar nicht! Probiere ich ein anderes Mal aus. Die Instrumente Das Display für die Instrumente ist konfigurierbar: Drei Grundvarianten der Darstellung können ausgewählt und hinsichtlich ihrer Grundfarben und Detailinfos individualisiert werden. Display-Variante 1Display-Variante 2 (mein Favorit)Display-Variante 3Allen Varianten gemeinsam ist die zentrale Fahrt in den Sonnenaufgang (oder ist das ein Sonnenuntergang?). „Easy Link“ Das neue „Easy Link“-Multimediasystem verwaltet die Einstellungen zur Fahrzeugkonfiguration, zur Navigation, zu Multimedia, zum Telefonieren und zu den Lade- und Klimaanlagen-Timern. Das Testfahrzeug hatte den großen 9,3-Zoll-Screen und der bietet in sinnvollem Hochformat erfreulich viel Platz, z. B. für die Navigationskarte. Angenehm, wenn man mal etwas weiter vorausschauen kann. Ein Tesla-Screen ist es nicht, aber von der Größe her ausreichend und sehr viel besser als beim Vorgängersystem R-Link. Den Home-Screen kann man sich per Widgets selbst zusammenstellen, wie beim Handy. Beim Verschieben von Elementen reagiert der Touchscreen allerdings sehr träge und das Ziehen der Widgets auf ihre Sollpositonen funktionierte bei mir nur nach mehrfachen geduldigen Versuchen. Ansonsten habe ich mich auch ohne die Bedienungsanleitung konsultieren zu müssen gut durch alle Optionen hangeln können. Benutzer-Profile Fast alle Cockpit-Einstellungen lassen sich in verschiedenen Benutzerprofilen im „Easy Link“ speichern. So ist es, wenn mehrere Personen das Auto benutzen, sehr einfach, die jeweiligen Lieblingseinstellungen zu restaurieren. Die Benutzerprofile speichern nicht nur das Display-Design, sondern auch die Einstellungen für Klimaanlage, Feststellbremse und für die Assistenten. Es gibt ein Gast-Profil, das ich zunächst benutze (ich bin ja in diesem Fahrzeug zu Gast). Dann stelle ich jedoch fest, dass die getroffenen Einstellungen einen Stop mit Komplett-Aus und Türenverriegeln nicht überdauern. Ich wechsle auf ein anderes Profil und damit klappt es dann auch dauerhaft. Einer für alles Leider hat die R135 nur noch einen einzigen Tageskilometerzähler. Es gibt keine getrennt rücksetzbaren A- und B-Zähler mehr wie bei den älteren ZOEs. Bei jedem Nullen dieses einen Zählers wird auch der Durchschnittsverbrauch zurückgesetzt und der Bordcomputer zeigt bei 98% Ladung aktuell sehr optimistische 355km Reichweite an. Die er dann während der Fahrt unter den derzeitigen Wetterbedingungen ziemlich schnell revidieren muss. Nun ist ein Reset des Tageskilometerzählers bei jedem Laden aus folgendem Gründen sinnvoll: Nur aus der Info über die seit der letzten Ladung gefahrenen Kilometer und der aktuell noch angezeigten Restreichweite kann man realistische Erfahrungswerte über die fahrbare Strecke gewinnen. Der Bordcomputer soll auch lernen, und zwar über längere Zeit und Strecke. Außerdem ist der Durchschnittsverbrauch über einen längeren Zeitraum ebenfalls von Interesse. Da ist die Aufteilung in einen A- und B-Zähler von Vorteil: Den A-Zähler nulle ich in der R110 bei jedem Laden, und er setzt nur die angezeigten km zurück, nicht den Durchschnittsverbrauch. Den verwaltet der B-Zähler, und wenn der sich nicht gerade irgendwie selber nullt, lasse ich ihn immer durchlaufen, weil mich z. B. mein durchschnittlicher Jahresverbrauch interessiert. Diese Möglichkeit entfällt in den Ph2-ZOEs leider. Wird der Zähler genullt, wird gleichzeitig auch der Durchschnittsverbrauch zurückgesetzt. Das hätte Renault sinnvoller lösen können. Tempopilot / Begrenzer Die Bedienelemente für Tempopilot (aka Tempomat) und Begrenzer sind jetzt komplett im Lenkrad integriert. Der Ein-/Aus-/Umschalter befindet sich also nicht mehr wie bei den älteren ZOEs als unscheinbare Wippe links neben dem „Ganghebel“. Das war auch irgendwie seltsam. Alles, was man an Schaltern zur Bedienung des Tempopiloten/Begrenzers braucht, befindet sich nun in Daumenreichweite auf der linken Speiche des Lenkrades. Endlich: Die Geschwindigkeitseinstellung erfolgt jetzt in 1km/h-Schritten, und wenn man die Tasten etwas länger drückt, in 10er-Schritten. Das ist wesentlich besser als das feste 2km/h-Raster der älteren Modelle. (Damit schaffe ich es bei meiner R110 praktisch nie, die Geschwindigkeit vorausfahrender Reisebusse oder LKW exakt zu treffen und muss immer pendeln und nachregeln.) Das i-Tüpfelchen wäre jetzt noch ACC (Adaptive Cruise Control), also ein Abstandsregeltempomat, der automatisch die Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug hält. Das ist eigentlich State of the Art in dieser Ausstattungsklasse, aber hier hat Renault offenbar gespart. Schade, denn das würde dem elektrisch-entspannten Cruisen den letzten Schliff geben. Handykopplung Die Bluetooth-Kopplung meines Android-Handys funktioniert ohne Probleme. Standardmäßig sind Telefonfunktionen und Multimediazugriff aktiviert. Ungefragt werden direkt nach dem Koppeln auch alle meine Kontakte in das Easy Link übertragen. Oops! Ob das DSGVO-konform ist? Da möchte ich doch bitte vorher gefragt werden. Die Übertragung geht übrigens rasend schnell, und meine Kontaktliste umfasst einige hundert Einträge. Ich finde auf die Schnelle keine Möglichkeit, die Kontaktliste im Easy Link wieder zu löschen. (Am Ende meiner Testfahrt entferne ich dann mein Handy aus der Liste gekoppelter Handys und hoffe, keine privaten und geschäftlichen Daten zu hinterlassen.) Die Gesprächsqualität beim Telefonieren ist sehr gut, sowohl in Sende- als auch in Empfangsrichtung. Meine Gesprächspartner*innen können mich deutlich verstehen und ich sie auch. (Ich weiß ehrlich nicht, warum ich immer wieder Leute mit ihrem Handy am Ohr am Steuer ihres Wagens sitzen und telefonieren sehe, während der Fahrt natürlich. Freisprecheinrichtungen sind doch nun wirklich mittlerweile Standard und funktionieren sehr gut. Mehrere Handys zu koppeln ist auch kein Problem. Woran liegt’s? Zu faul oder zu dumm? Gibt es noch andere Möglichkeiten?) Musikstreaming vom Handy probiere ich nicht aus, ich gehe aber davon aus, dass das reibungslos klappt. Das kann meine R110 bereits und die Q210 davor konnte das auch schon. Da mein Handy nicht kontaktlos geladen werden kann, kann ich die Ladefunktion der Ablage unterhalb des „Fahrstufenwahlhebels“ nicht testen. USB Die R135 verfügt über 2 USB-Anschlüsse. In einen davon stecke ich meinen Auto-Musik-Stick und kann problemlos alle Stücke, die darauf sind, abspielen. Ganz kurz bin ich irritiert, weil ich nicht sofort sehen kann, wie ich bestimmte Bands oder Alben anwählen kann. Das geht aber einfach per Touch auf das Suchfeld, dann öffnet sich das entsprechende Menü. Sprachsteuerung Die Sprachsteuerung funktioniert deutlich besser als in meiner R110. Telefonkontakte werden sehr gut erkannt. Beim Navigieren zu Straßen oder Orten mit Umlauten scheint es noch Verbesserungspotenzial zu geben, da braucht es manchmal mehrere Anläufe. Und bei der Musikanwahl passiert es mir, dass plötzlich ein Telefongespräch gestartet werden soll. Ob David Crosby wohl rangegangen wäre? Und was hätte ich gesagt? Sound Der Sound der verbauten Audioanlage ist für meine Ohren sehr gut. Mit mehreren Presets lässt er sich räumlich an unterschiedlichen Stellen fokussieren (vorn / mittig); individuelle Einstellungen sind möglich. Von Soundveränderungen via Equalizer-Presets halte ich gar nichts. Die Musiker*innen und ihre Tonmeister*innen haben sich sicher was dabei gedacht und viel Mühe darauf verwendet, ein Musikstück genau so abzumischen, wie sie es getan haben. Da pfriemelt man nicht noch nachträglich dran herum. Klimaanlage / Heizung Die Bedienelemente der Klimaanlage sind übersichtlich und einfach. Am besten lässt man sie immer auf Automatik laufen, das funktioniert fast ausnahmslos sehr gut. Fast. Als ich Samstag Nacht auf der A7 bei 3°C Außentemperatur gen Norden fahre, beschlagen plötzlich die Scheiben. Offenbar hat die Klimaautomatik auf Umluft geschaltet. Ich wechsle kurz auf manuellen Betrieb, bis die Scheiben wieder klar sind, dann zurück auf Automatik. Für den Rest der Fahrt bleiben die Scheiben nun frei. Hinterher fällt mir eine mögliche Erklärung ein: Ich hatte in den Tiefen der Fahrzeugkonfiguration den Luftgütesensor aktiviert, also zumindest war da ein solcher Menüpunkt und ich hatte den Switch auf ON gestellt. Aber hat die R135 Intens überhaupt einen Luftgütesensor? (In der Bedienungsanleitung werde ich dazu nicht fündig.) Und falls ja, war die Luft zwischen Seesen und Hildesheim so schlecht? Und falls weder das eine noch das andere, warum hat die Klimaautomatik dann die Klappen dicht gemacht? Frage an die Renault-Programmierer… Auf jeden Fall funktioniert die Heizung sehr gut. Es wird sehr schnell richtig kuschlig warm (bei 3-7°C Außentemperatur und eingestellten 22°C für den Innenraum) und bleibt es auch. Selbst im ECO-Modus hat die R135 kein Problem, die Innentemperatur auf diesem Niveau zu halten. Das liegt an der offenbar verbesserten Wärmedämmung. Die neue ZOE kühlt auch nicht so schnell aus, wenn sie steht. Zum Glück, denn bei meiner ersten Ladung gelingt es mir nicht, im Stand die Heizung einzuschalten. Dazu später noch mehr. Seltsamerweise wird die von der Klimaanlage benötigte Leistung nicht in der Momentanleistungsanzeige im Display berücksichtigt. Im Stand werden da immer + 0kW angezeigt, auch, wenn der Innenraum kalt ist und man gerade erst eingestiegen ist und die Heizung angeworfen hat. (Wenn es knackig kalt ist, stehen da bei meiner R110 schonmal kurzzeitig Werte bis 5kW.) Das ist natürlich blöd, denn wenn die Leistungsanzeige nur die vom Motor gezogene Leistung anzeigt, zeigt sie immer, wenn die Klimaanlage läuft, zu wenig an. Das suggeriert natürlich einen geringeren Energiebedarf, aber wichtig ist ja eigentlich der Gesamtbedarf. Absicht oder Nachlässigkeit? Frage an die Renault-Programmierer… Fahrstufen / Parkbremse Die ZOE Ph2 hat statt des stark an Verbrennerzeiten erinnernden „Ganghebels“ der alten ZOEs nun einen zeit- und antriebsgemäßen „Fahrstufenwahlhebel“. Im Prinzip ist das nur noch ein Schalter mit großem Knauf, gut anzufassen und locker-leicht zu bewegen. Es gibt nur noch die Fahrstufen R, N und D/B. Die Stufe P ist entfallen, da die neue automatische Parkbremse diese Aufgabe übernimmt. Parkbremse Die automatische Parkbremse ist eine echte Erleichterung, die das Fahrzeughandling nochmals deutlich vereinfacht. Man muss sich darum nicht mehr kümmern: Sobald das Fahrzeug steht und die Stop-Taste gedrückt wird (oder der Sicherheitsgurt gelöst oder die Fahrertür geöffnet wird), zieht die Parkbremse an. Noch besser wird es mit der sog. Auto-Hold-Funktion: Diese aktiviert die Parkbremse auch dann, wenn man während der Fahrt anhält und den Fuß ein, zwei Sekunden auf der Bremse lässt. Danach kann man loslassen und der Wagen steht trotzdem und rollt nicht weg. Die Bremslichter bleiben dabei an. Sobald man auf das Fahrpedal tritt, löst die Parkbremse automatisch und mit kaum spürbarer Verzögerung. Total nützlich an Ampeln, Bahnübergängen etc. Ich bin sehr angetan von dieser Funktion. Fahrstufen R, N und D sind klar, oder? Neu hinzugekommen ist die Fahrstufe B. Das Umschalten zwischen D und B erfolgt, indem der Wahlhebel einfach nochmal kurz nach hinten gezogen wird. Bist du auf D, kommst du in B und umgekehrt. In Fahrstufe D ist die Rekuperationsleistung – also die elektrische Leistung, die vom Motor-als-Generator zurück in den Akku fließt, wenn man das Fahrpedal loslässt –auf max. 10-12kW begrenzt. Das ist weniger als bei den älteren ZOEs. Entsprechend geringer fällt die Verzögerung/Bremswirkung aus, der Wagen rollt länger und weiter aus. Betätigt man das Bremspedal, steigt die Rekuperationsleitung wie gewohnt und die mechanischen Bremsen (nun übrigens auch hinten als Scheibenbremsen ausgeführt) greifen erst kurz vor Stand. Auf den neuen Modus B bin ich gespannt und zunächst auch etwas skeptisch. In B ist die Rekuperationsleistung und damit auch die Bremswirkung deutlich stärker. Die ZOE kommt fast ganz zum Stillstand, ohne dass man auf das Bremspedal treten muss. Gegen Ende wird die Verzögerung nochmal spürbar kräftiger. Nur wenn man wirklich anhalten will, muss man die letzten ein, zwei km/h mit der Bremse abregeln. In der Praxis erweist sich für mich der B-Modus als überraschend angenehm zu fahren. Ich muss das Bremspedal nur sehr selten betätigen und meine Befürchtung, durch das „One Pedal Feeling“ könne mein rechtes Fußgelenk ermüden (weil ich ja praktisch immer Kontakt zum Fahrpedal halte), bewahrheitet sich nicht. In Kombination mit der Auto-Hold-Funktion der Parkbremse vereinfacht die Fahrstufe B das Handling der neuen ZOE Ph2 ungemein. Autoscooter zu fahren ist beinahe schon komplizierter. Ich schalte nach der Hälfte der Testfahrt nur auf D zurück, um das im Test nicht zu vernachlässigen. Wie sich die Fahrstufen D und B hinsichtlich des Verbrauchs unterscheiden, war in der Kürze des Tests mit seinen stark wechselnden Witterungsbedingungen nicht auszumachen. Das müsste man im Alltag längerfristig beobachten. Beim Rekuperieren im B-Modus leuchten übrigens die Bremslichter auf. Wenn ich mir was wünschen dürfte: Eine echte Segel-Fahrstufe wäre noch cool. Praktisch das Gegenteil von B. Keinerlei Rekuperation beim Loslassen des Fahrpedals, reines Weiterrollen also, und rekuperiert wird ausschließlich mit dem Bremspedal. Das wäre bei vorausschauender Fahrweise die energiesparendste Variante. Dafür muss man wieder mehr zwischen den Pedalen wechseln. So hat alles sein Für und Wider. Segeln kann man derzeit in allen ZOEs nur, indem man in Stufe N wechselt. Kann man machen, ist aber unhandlich, weil man ständig am Hin- und Herschalten ist. ECO-Modus Unabhängig von der gewählten Fahrstufe kann man am Armaturenbrett unterhalb des Easy Link Screens per Schalter den ECO-Modus einschalten. Die spürbarste Auswirkung ist ein geändertes Ansprechverhalten des Fahrpedals: Die abrufbare Fahrleistung ist auf deutlich mehr Pedalweg gestreckt, was automatisch zu einer sanfteren Fahrweise führt. Die Maximalgeschwindigkeit ist bei der R135 im ECO-Modus auf 102km/h begrenzt. Auch ein Fortschritt gegenüber der R110, da wird bei 96km/h der Deckel draufgemacht. Die Heizleistung wird ebenfalls reduziert, reicht aber bei vortemperiertem Innenraum vollkommen aus, um die Wärme zu halten. Aufheizen geht auch, dauert nur etwas länger. Licht Zweifellos ein Highlight (har har) der ZOE Ph2 sind ihre LED-Scheinwerfer. Ah, endlich vernünftige Sicht im Dunkeln! Das war überfällig. Kommt auf diesem Foto nicht annähernd so hell rüber wie es tatsächlich ist: Das LED-Licht der ZOE Ph2.Die Ausleuchtung ist sehr homogen, die Lichtfarbe sehr weiß. Ein wirklich großer Unterschied zu den gern als Teelichtern verspotteten Funzeln der alten Modelle. Fernlicht Neu ist auch ein Fernlichtassistent / eine Fernlichtautomatik. Diese entscheidet selbstständig, ob gerade auf- oder abgeblendet wird. Sie erkennt Gegenverkehr ziemlich zuverlässig, blendet aber einen Sekundenbruchteil später ab als ich es tun würde. Als ungünstig empfinde ich das Unvermögen der Fernlichtautomatik, auf von Verkehrszeichen zurückgeworfenes Licht zu reagieren. Richtungstafeln in Kurven und großflächige Verkehrszeichen werden so zu unangenehmen Blendquellen, was der Verkehrssicherheit nicht zuträglich ist. Werden von der Fernlichtautomatik nicht erkannt: Richtungstafeln.Dabei hat die ZOE Ph2 doch auch eine Verkehrszeichenerkennung? Dazu später mehr. Das ließe sich doch bestimmt irgendwie koppeln. Als ich die Fernlichtautomatik ausschalten will, stelle ich fest, dass diese nur zusammen mit der allgemeinen Lichtautomatik ein- und ausschaltbar ist. Es gibt nur noch 3 Optionen: Auto, Standlicht und Abblendlicht/Fernlicht. Ich kann also entweder manuell auf Abblendlicht/Fernlicht schalten (und muss dann ggf. das Fernlicht auf die übliche Art per Hebel ein- und ausschalten) oder ich schalte auf Auto und habe damit nicht nur die dämmerungsabhängige Lichtschaltung aktiviert, sondern auch den Fernlichtassistenten an der Backe. Hmmm… Eine getrennte Option nur für die Fernlichtautomatik scheint mir hier sinnvoller. TFL Das Tagfahrlicht umrahmt als LED-Streifen die Scheinwerfer. Wird ein Blinker gesetzt, erlischt das TFL an der entsprechenden Seite, damit man den Blinker besser erkennen kann. Rückleuchten Das Design der Rückleuchten empfinde ich als sehr gelungen. Die „Glühbirnen“ des Bremslichts der alten ZOEs sind durch zwei elegante LED-Streifen ersetzt worden, die als Rück- und Bremslicht dienen. Beim Bremsen leuchten sie stärker auf und es kommt ein dritter Streifen hinzu. Blinker Die Position der vorderen Blinker an der Innenseite der Scheinwerfer halte ich für suboptimal. Blinker gehören so weit wie möglich nach außen. Punkt. Da eine Blinkleuchte am Kotflügel fehlt, ist das Blinklicht der ZOE Ph2 tagsüber von der Seite eher schlecht zu erkennen. Die Blinkleuchten in den Seitenspiegeln reichen da nicht wirklich aus. Die hinteren Blinker sind als LED-Lauflichter realisiert: https://www.elektroauto-zoe.de/wp-content/uploads/ZOE-R135-Blinker.mp4 Das ist Geschmackssache. Einige meinen, es erinnere sie an einen Pipi-Strahl… Gut zu erkennen sind sie jedenfalls, und darauf kommt es an. Nebelscheinwerfer Die in der getesteten R135 eingebauten Nebelscheinwerfer fungieren gleichzeitig als Kurvenlicht. Bei anderen Verkehrsteilnehmern nervt mich das, aber wenn man es selbst im Auto hat und drin sitzt… So schlecht isses nicht. Mir fällt auf, dass es nachts unmittelbar vor dem Wagen plötzlich spürbar heller wird, sobald ich langsam fahre. Auf die genaue Geschwindigkeit achte ich leider nicht, aber es sind auf jeden Fall weniger als 30km/h, eher 20. Entweder gehen da auch die Nebelscheinwerfer an oder das TFL wird intensiver, ich habe es nicht geprüft. Kofferraumbeleuchtung Da war dann wohl das Neugestaltungsbudget alle. Die Kofferraumbeleuchtung ist so schlecht wie eh und je. Ein schwaches Licht an der linken Seite. Wenn da was davor steht oder liegt, ist der Rest vom Kofferraum duster. Assistenten Die Test-R135 kommt mit Totwinkelwarner, Spurhalteassistent und Verkehrszeichenerkennung daher. Totwinkelwarner Immer, wenn ein überholendes Fahrzeug in den toten Winkel der Außenspiegel gelangt, leuchtet darin eine kleine LED auf. Ich finde das sehr nützlich, es sollte aber nicht den Schulterblick ersetzen. Die Fehlerkennungsrate für false positives (irgendwas wird fälschlicherweise erkannt) ist akzeptabel. False negatives (überholende Fahrzeuge werden nicht erkannt) habe ich nicht bemerkt. Spurhalteassistent Eine „Warnmeldung beim Spurverlassen“ genannte Funktion warnt beim Spurverlassen durch eine dezente Vibration des Lenkrades und eine Anzeige im Display. Erfassungsempfindlichkeit und Intensität der Vibrationen sind im Multimedia-Display einstellbar. Der Spurhalteassistent geht noch eine Stufe weiter und korrigiert ggf. selbsttätig den Kurs, um in der Spur zu bleiben. Leichtes Bewegen am Lenkrad unterbricht diese Funktion. Auch dies empfinde ich als dezent und unaufdringlich. Bei Dunkelheit funktioniert das System nicht mehr zuverlässig, Renault empfiehlt in der Bedienungsanleitung, es u. a. bei „schlechten Sichtverhältnissen (Nacht, Nebel, …)“ abzuschalten. Verkehrszeichenerkennung Was macht die Verkehrszeichenerkennung? Sie blendet Symbole erkannter Verkehrszeichen der Kategorien Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote im Display ein. Bei Überschreiten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit blinken die dann. Mehr passiert nicht. Hmmm… Ich frag mich: Welchen verborgenen Sinn könnte das haben? Steinigt mich, aber wer Verkehrszeichen nicht mehr sicher erkennen und im Kurzzeitgedächtnis halten kann, sollte dringend seine oder ihre Fahrtüchtigkeit überprüfen (lassen). Oder? Hab ich was verpasst? Gehört das Erkennen und Befolgen von Verkehrszeichen nicht mehr zu den Grundvoraussetzungen für das Bewegen eines Fahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr? Kurze Pause Alles gut soweit? Bis hierher durchgehalten? Vielen Dank! Sehr tapfer. Bleiben Sie dran, wir haben noch spannende Informationen. Aber trinken Sie erstmal einen Tee oder Kaffee, gehen Sie mit Ihrem Hund spazieren, laden Sie Ihr Elektrofahrzeug auf oder machen Sie eine Qigong-Übung. … OK? Weiter geht’s. Keycard Die neue Keycard sieht so aus: Interessant ist die zweite Reihe der Symbole. Da, wo auf der alten Keycard die Bedienknöpfe für direkte Vorklimatisierung und Ladeklappenöffnung waren, sind jetzt Knöpfe für Huhu-hier-bin-ich-wo-das-Licht-an-ist (aka „Beleuchtung aus der Ferne“) und zur Öffnung der Heckklappe. OK, die fehlende Ladeklappenöffnungsfunktion kann ich verschmerzen. So viel Aufwand ist es nicht, die Fahrertür zu öffnen und den entsprechenden Knopf im Wagen zu betätigen. Umständlicher als früher, aber nicht kritisch. Hingegen die Vorklimatisierung nicht mehr direkt per Keycard einfach so vom Küchenfenster aus einschalten zu können ist ein echter Komfortverlust. Das soll man jetzt alles per My Renault App machen. Wenn die denn funktioniert. Zur Zeit kann ich mich nicht mal in der App anmelden, es kommt sofort ein Serverfehler. Als Gast einer fremden ZOE habe ich zudem natürlich mit meiner App auf meinem Handy keinen Fernzugang zu diesem Fahrzeug. Dazu müsste ich die FIN und den Freischaltcode eingeben, den nur der Besitzer kennt. Und ob Renaults Software mit dem Fall umgehen kann, dass ein und dasselbe Fahrzeug in zwei verschiedenen Useraccounts registriert ist, wage ich zu bezweifeln. Ganz zu schweigen von den datenschutzrechtlichen Fragen, die das aufwirft. Möchte ich, dass jemand anders Zugriff auf die Komfortfunktionen meines Autos hat? Inkl. Standortbestimmung, Lade- und Klimasteuerung? Ganz bestimmt nicht. Wie löst man das, wenn sich mehrere Personen eine ZOE teilen, z. B. als Dienstwagen? Ruft man dann jedesmal den Chef an, der die ZOE in seiner App hat, und bittet ihn, die Klimaanlage einzuschalten, weil man in 10 Minuten gern ein warmes/kühles Fahrzeug vorfinden möchte? Und mal ganz generell. Die alte Funktionskette war: Keycard → Nahfunk → Empfänger im Auto. Die neue Funktionskette ist App → Handy → Mobilfunknetz → Internet → Renault-Server → Internet → (anderes) Mobilfunknetz → Mobilfunkmodul im Auto. Renault: Merkste selber, oder? Alles, was nur per App geht oder gehen soll, kann ich also nicht aktivieren und testen. Den Verlust der Möglichkeit, die Klimaanlage ad hoc per Keycard starten zu können, werden viele betrauern, die die alten ZOEs gefahren sind. CCS Laden Da bin ich doch sehr gespannt. Das CCS (Combined Charging System) wird auf der Renault-Website beworben mit „das mit bis zu 50 kW Gleichstrom laden kann“. Die CCS-Ladebuchse der ZOE.Machen wir einen Faktencheck in der Realität. Erste CCS-Ladung Ich plane die Testroute so, dass ich Samstag Abend mit 4% SOC und angezeigten 21km Rest am Maxi Autohof Rhüden Seesen (A7) ankomme, nach ca. 150km Fahrt, meist Autobahn mit Tempomat 100km/h. Außentemperatur 3°C. Aktuell stehen da 3 Ladesäulen: ein klassischer, mittlerweile schon etwas betagter Triple-Charger (je 1 x 43kW AC, 50kW CCS, 50kW CHAdeMO) und zwei Efacec HV350 mit jeweils einem 175kW CCS und einem 350kW CCS Anschluss. Alle drei Säulen sind frei. Bescheiden und wohlerzogen wie ich bin, wähle ich für meine erste CCS-Ladung die linke, alte Säule. Denn die R135 kann ja nur max. 50kW ziehen. Die Frage, ob ich damit die wesentlich potenteren Efacec-Säulen benutzen darf, wenn ich doch die dort angebotene Ladeleistung nicht annähernd ausschöpfen kann und solcherart schnarchladend vielleicht jemanden aufhalten könnte, der es kann, spaltet die elektromobile Forumsgemeinde seit Jahren. Immerhin schön zu sehen, dass sich der Ladeleistungsbereich dieser Diskussion inzwischen erheblich nach oben verschoben hat. Ich schalte die Säule mit meiner Naturstrom-Karte* frei, die anstandslos akzeptiert wird und mir für die „schnelle“ CCS-Ladung preisüberraschungsfrei 7,90 € Festpreis garantiert. Mit dem großen Akku ein Schnäppchen. (Eine Ladung an 22kW AC würde sogar nur 5,90 € kosten.) Dass meine Entscheidung für die alte Säule aber im Kontext des ZOE-Tests blöd ist, wird mir spätestens klar, als ich im pixeligen Minidisplay vergeblich nach Informationen zur aktuell abgegebenen Leistung suche. Da wird nix dergleichen angezeigt. Auch die ZOE Ph2 zeigt nirgends die Ladeleistung an. Tipp an die Renault-Programmierer: Dafür könnte man z. B. die Momentanleistungsanzeige nutzen. Was bleibt mir übrig: Ich setze mich ins Auto, starre auf’s Display und stoppe alle 10% für jeweils 5 aufeinanderfolgende Prozent die Zeit, die die ZOE braucht, um 1% zu laden. Später hoffe ich damit ausrechnen zu können, welche Ladeleistung jeweils gezogen wurde. Es ist ein relativ langweiliges und langwieriges Unterfangen, und trotz der guten Wärmeisolierung der R135 wird es doch allmählich kühl im Wagen. Da schalte ich besser mal die Heizung ein. Nur wie? Die Sitzheizung funktioniert während des Ladens nicht. Warum nicht? Frage an die Renault-Programmierer… Und der Knopf zum direkten Starten der Klimaanlage auf der Keycard ist ja entfallen. Ich hangele mich durch die Menüs vom Easy Link und programmiere wie bei meiner R110 bewährt eine Vorklimatisierung für 15 Minuten in der Zukunft. Dann der Spezialtrick: Tür auf, Tür zu. Das müsste die Klimaanlage zu sofortigem Arbeitsantritt bewegen. So ist es bei meiner R110, so war es bei meiner Q210. Hier und heute in der R135 tut sich genau nichts. Ich kürze das mal ab. Es gelingt mir nicht, während des Ladens die Heizung zu starten. Die Renault-Programmierer scheinen sich auch nach 7 Jahren ZOE-Produktion nicht vorstellen zu können, dass das ein Anwendungsfall ist. Chers amis : Les Allemands fous restent parfois dans la voiture pendant le chargement. Bei 90% beende ich diese erste CCS-Ladung. Zum Glück ist die ZOE nach ein paar Minuten Fahrt wieder angenehm temperiert. Werte ich die gestoppten Zeiten aus? Könnte ich noch machen, aber: Nein. Ich bin zu faul. Mir fällt was besseres ein. Zweite CCS-Ladung Sonntag früh gegen halb 9, gleicher Ort. Außentemperatur 7°C. Anfahrt zur Ladestation ca. 80km, wieder fast ausschließlich Autobahn mit Tempomat 100km/h. Eine längere Baustelle erlaubt zwischendurch nur 60km/h. Ankunft am Charger mit 6% SOC. Wieder bin ich allein auf weiter Flur und diesmal schließe ich die ZOE an einen der Efacec-Lader an. Denn die haben ein schönes großes Display und das zeigt während der Ladung alles an, was ich wissen will: Vergangene Zeit, geladene kWh, Ladeleistung und Akkustand. Sooo. Auch diese Säule lässt sich mit meiner Naturstrom-Ladekarte* freischalten. Um die Ladung zu dokumentieren, mache ich ungefähr alle 5% ein Foto vom Display der Säule. Erst steige ich dazu immer aus, aber das wird mir schnell zu blöd. Meine Handy-Kamera schafft es auch vom Fahrersitz aus, das Display der Ladesäule erkennbar abzulichten. Prima. Zwischen den Fotos habe ich wieder Zeit, mich dem Heizungsproblem zu widmen und ein wenig zu experimentieren. Am Abend zuvor habe ich im GoingElectric-Forum einen Tipp gelesen, den ich jetzt ausprobieren will. Der geht so, und bitte nicht lachen: 1. Klimaanlage programmieren. Da ich das nicht über die App machen kann, nutze ich das Easy Link. Es ist 8:52 Uhr und ich programmiere die Klimaanlage so, dass sie um 9:00 Uhr fertig sein soll: 2. Jetzt der entscheidende Trick: Aussteigen, vom Auto entfernen bis die Türen verriegeln, dann direkt wieder einsteigen (Türen entriegeln sich bei dieser R135 selbstständig bei Annäherung). Und Klick, Brumm, Summ: Die Klimaanlage startet auf diese Weise auch während des Ladens direkt und liefert bis 10 Minuten nach der eingestellten Zeit schöne warme Luft. Nach dem ersten Durchlauf warte ich ca. 15 Minuten, dann wiederhole ich die Prozedur und es klappt wieder. Ha! Aber Alter! Erzähl das keinem! Wer denkt sich sowas aus? Frage an die Renault-Programmierer… Ich lade diesmal bis 98%, weil mich insbesondere die Ladeleistung gegen Ende interessiert. Die letzten beiden Prozent schenke ich mir. Im Alltag würde ich schon bei spätestens 90% weiterfahren. Insgesamt lade ich hier von 6% bis 98% in 80:14 (mm:ss) 43,04kWh. Zu Hause trage ich die Werte von den Display-Fotos in eine Tabellenkalkulation ein und lasse ein Diagramm erstellen, das die Ladeleistung in Abhängigkeit vom SOC zeigt: Jetzt wäre noch die jeweilige Akkutemperatur von Interesse. Die könnte man mit CanZE ermitteln, aber zum Zeitpunkt dieses Tests war die App noch nicht in der Lage, CAN-Bus-Infos der ZOEs Ph2 auszuwerten. OK, was sehen wir: Die Ladung startet mit 42kW, steigert sich kurz darauf zu einem Maximalwert von 44kW, schwankt kurz und fällt schon ab 30% SOC ziemlich kontinuierlich ab. Von 6-80% (Standard-Anwendungsfall auf Langstrecke) dauerte die Ladung 57:28 mm:ss, also etwa eine Stunde. Das deckt sich relativ genau mit den Angaben zur Ladedauer von Renault: Jedoch: von 50kW Ladeleistung in der Praxis (bei den herrschenden Bedingungen) keine Spur. Im Durchschnitt betrug die Ladeleistung über die gesamte Ladung 33,4kW. Deutlich besser als eine 22kW AC-Ladung, aber etwas erbärmlich für CCS. Diese CCS-Ladekurve ist nicht wesentlich besser als die AC-Ladekurve meiner alten Q210, die mit „bis zu“ 43kW AC geladen werden konnte. Interessant ist jedoch, dass von der R135 gegen Ende der Ladung noch eine relativ hohe Leistung (17kW bei 98%) gezogen wurde. Die Q210 war ab 90% schon bei unter 10kW und fiel zügig weiter ab. Warten wir mal den Sommer ab und schauen, wie sich die Ladekurve unter wärmeren Witterungsbedingungen darstellt. Fahrgefühl Soweit die Fakten, jetzt noch die Gefühle. Die neue ZOE Ph2 und insbesondere die R135 fährt sich super. Die nochmal hinzugekommenen 20kW des stärkeren Motors sind deutlich zu spüren und machen die R135 sehr agil, auch im oberen Geschwindigkeitsbereich. Schon kleinste Bewegungen des Fahrpedals resultieren in direkt umgesetzte Beschleunigung. Wer es nicht ganz so agil mag, schaltet ECO ein und genießt ein sanfteres Dahingleiten. Die neue Fahrstufe B in Kombination mit der automatischen Feststellbremse macht das Fahren gerade in der Stadt extrem einfach und komfortabel. (Ich frage mich, wie sich Verbrennungsmotoren mit ihrer komplizierten Handhabung jemals haben durchsetzen können.) Die Lenkung ist angenehm weich eingestellt und trägt so auch noch einmal deutlich zu dem Easy-Driving-Gefühl bei, welches sich praktisch sofort nach dem Losfahren einstellt. Das Ambiente macht einen deutlich hochwertigeren Eindruck als bei den alten ZOEs. Die neuen Instrumente gefallen mir gut. Auch das äußere Design trifft meinen Geschmack. Könnte noch eine Spur windschlüpfriger sein, das würde auch den im Vergleich zum Vorgängermodell gestiegenen Verbrauch wieder senken. Wie eingangs erwähnt, kam mir meine R110 nach diesem Test ziemlich spartanisch vor. (Aber der Leasingvertrag läuft noch 3 Jahre und dann ist wahrscheinlich auch die ZOE Ph2 bereits Geschichte und von einem noch besseren Nachfolgemodell abgelöst.) Fazit Die neue ZOE Ph2 Z.E.50 in ihrer R135 Erscheinungsform ist ein feines, voll alltagstaugliches Elektroauto mit vielen gut umgesetzten neuen Ideen, einigen Altlasten und der einen oder anderen – nennen wir es mal Schrulligkeit. Da die Schrulligkeiten aber alle in der Software stecken, ist zu hoffen, dass sich die eine oder andere davon im Lebenszyklus dieses Modells noch erledigen wird. Dank Das Testfahrzeug wurde zur Verfügung gestellt vom Autohaus Schlesner in Nienburg, der kompetenten Z.E.-Werkstatt meines Vertrauens. Vielen Dank! *) Dieser Link ist ein Werbelink. Für jeden über diesen Link abgeschlossenen Naturstrom-Vertrag erhalte ich eine Provision. Diese hilft u. a. dabei, die laufenden Kosten dieses Blogs zu decken und die Zeit, die ich hierfür aufwende, wenigstens symbolisch zu vergüten. Vielen Dank! The post Test: ZOE R135 Z.E.50 mit CCS appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
  2. Stefan

    Ab jetzt fahre ich elektrisch

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    Warum das E-Auto gewinnt und warum man nie mit leerem Akku liegen bleibt. Autor: Sebastian Böttger, 381 Seiten Inhalt: - Vorwort - Einleitung - Teil I: WARUM DEM E-AUTO DIE ZUKUNFT GEHÖRT - Teil II: TOP 10 FRAGEN ZUR ELEKTROMOBILITÄT - Teil III: LADEN ZU HAUSE UND IM BÜRO - Teil IV: ÖFFENTLICHES LADEN - Teil V: FAHREN - Teil VI: DER MOTOR - Teil VII: DIGITALE DIENSTE - Teil VIII: E-AUTO ANSCHAFFEN: NEU, GEBRAUCHT ODER MIETEN? - Teil IX: PFLEGE - Teil X: INTERNET MYTHEN - Teil XI: QUELLEN An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Autor Sebastian Böttger der unseren Mitgliedern diese kostenlose "elektroauto.community PDF Edition" zur Verfügung stellt. Die jeweils aktuelle “Vollversion” des kompletten Buchs gibt es hier: Ab jetzt fahre ich Elektrisch - auf amazon.de für Kindle und gedruckt https://www.amazon.de/Sebastian-Böttger/dp/1794473939 ISBN 978-1794473935 Tip: Das Buch eignet sich auch bestens als Geschenk. Z.B. für Interessenten von Elektrofahrzeugen, Einsteiger oder noch-Verbrenner-Fahrer.
  3. Version 01/2020

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    Dieses Dokument beantwortet häufige Fragen zu den geförderten E-Mobility Angeboten in Österreich. Umfang: 11 Seiten Herausgeber: Ein Programm des Klima- und Energiefonds - managed by Kommunalkredit Public Consulting GmbH, Wien Hauptinhalt: Förderungsgegenstand und Voraussetzungen Förderungshöhen und Inanspruchnahme weiterer Förderungen Antragstellung und Auszahlung Kontakt Für weitere Details zu den Förderungen rund um die E-Mobilität: https://www.umweltfoerderung.at
  4. Schweizer Roadmap Elektromobilität 2022 - Update Ende 2018 haben auf Einladung von Bundesrätin D. Leuthard Vertreter der Automobil-, Elektrizitäts-, Immobilien- und Fahrzeugflottenbranche und deren Verbände sowie behördliche Vertreter von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden eine gemeinsame Roadmap zur Förderung der Elektromobilität unterzeichnet. Initiiert wurde die Roadmap 2022 vom Bundesamt für Energie (BFE) und vom Bundesamt für Strassen (ASTRA). Das Ziel: den Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen von Personenwagen bis 2022 auf 15 Prozent zu erhöhen. Die Öffentlichkeit sollte dabei regelmäßig über den Stand der Umsetzung informiert werden. Nach fast 18 Monaten ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. Welche Ziele wurden erreicht und woran wird noch gearbeitet? Um dazu ein genaueres Bild zu erhalten, habe ich online recherchiert und mit Stephan Walter, Fachspezialist Mobilität des BFE (Bundesamt für Energie), gesprochen. Neuzulassungen Elektrofahrzeuge Schweiz Insgesamt haben ca. 60 Organisationen/Unternehmen die Roadmap unterzeichnet und eigene Maßnahmen erarbeitet um das anvisierte Ziel gemeinsam zu erreichen. Die total ca. 75 Maßnahmen werden alleine, in Zusammenarbeit mit Partnern oder in Absprache oder Kooperation mit dem Bund vorangetrieben. Sie sollen wesentlich dazu beitragen, das gesetzte Ziel (15% Neuzulassungen) bis Ende 2022 zu erreichen. So sehen die Zahlen für EV Neuzulassungen in der Schweiz aktuell aus: 2018 machten neu zugelassene Elektroautos (PKWs) einen Anteil von deutlich unter 2% aus. 2019 wurden gegenüber dem Vorjahr mehr als das doppelt so viele neue EVs im Personenwagenbereich zugelassen. Sie machten total 4.2% der Neuzulassungen aus. Bis Ende 2022 verbleiben noch zweieinhalb Jahre. Lassen sich die Neuzulassungen jedes Jahr verdoppeln, was angesichts der neu erscheinenden Modelle durchaus realistisch ist, so wird das Ziel bereits Ende 2021 erreicht sein. Einen Strich durch diese Rechnung könnte allenfalls noch eine starke Rezession, ausgelöst durch COVID19, oder andere unvorhergesehene Vorkommnisse machen. Aktueller Stand der Maßnahmen Neben neuen attraktiven Elektroautos, sollen auch die definierten Maßnahmen dazu beitragen, die Ziele zu erreichen. Über die Webseite roadmap2022.brainstore.com kann man sich jederzeit zum aktuellen Fortschritt informieren, inklusive der Maßnahmen welche bereits umgesetzt werden konnten. Anlässlich des Schweizer Kongresses für Elektromobilität, der jeweils im Rahmen der Mobilitätsarena im September stattfindet, werden zudem die Fortschritte innerhalb der Branche präsentiert. Auch wurden in den letzten 12 Monaten die Zwischenergebnisse an weiteren Veranstaltungen (Fachmesse swissbau) präsentiert. Für die zweite Hälfte 2020 sind weitere Schritte geplant. So soll der Fortschritt der Maßnahmen mittels eines Monitorings noch besser erfasst werden. An zwei weiteren Terminen soll zudem weiter über den Stand der Roadmap berichtet werden. Roadmap als Informations- & Austauschplattform Die Projektwebseite beinhaltet eine Fülle an Informationen inkl. einer Liste aller Beteiligten. Sie bietet damit einen praktischen Überblick über die mitmachenden Akteure und unterstützt und erleichtert damit die Vernetzung in der Branche. Ein detailliertes Umsehen auf der Webseite lohnt sich. So lassen sich z.B. neue interessante Projekte finden, die vermutlich viele von uns bislang noch nicht kannten. So z.B. die Learnings von Gemeinden und Kantonen zur Elektromobilität auf der Seite https://sak.brainstore.com/ Oder wusstest du, dass EnergieSchweiz eine nationale Daten-Infrastruktur (DIEMO) lanciert hat um damit zu erreichen, dass Daten zur Ladeinfrastruktur der Schweiz im Sinne von Open Data einheitlich, diskriminierungsfrei, in hoher Qualität und kostenlos zur Verfügung stehen? -> Link zur Karte Es bewegt sich also etwas in der Welt der Schweizer Elektromobilität und wir sind gespannt wie sich die Situation Ende 2022 präsentiert. An dieser Stelle vielen Dank an das BFE für die Auskünfte sowie die Initianten & Akteure des Projekts Roadmap Elektromobiltät 2022. Tipp Zum Thema Roadmap Elektromobilität 2020 gibt es im Forum (Elektromobilität - Schweiz) ein Diskussionsthema. Natürlich sind auch Kommentare hier im Blog willkommen ?
  5. Kaum ein Tag an dem nicht über neue Antriebstechnologien debattiert wird. Das wissen auch die Medien zu schätzen und es erscheinen in regelmäßigen Abständen Artikel zum Thema. Manchmal gut recherchiert, aber oftmals vor allem auch um Leser bei der Stange zu halten und um die Klickzahlen zu steigern. Viele dieser Artikel sind nicht grundsätzlich richtig oder falsch, aber sie verleiten schnell zu falschen Schlüssen. Gerne werden sie auch zur Bestätigung der eigenen Meinung verwendet. Ein gutes Beispiel liefert aktuell ein Artikel der Schweizer Zeitung Blick. In der Ausgabe vom 25. Januar 2020 titelt er: Damit auch wirklich möglichst viele Leser die Meldung anklicken wird auf der Frontseite zusätzlich auf das Banner geschrieben: Auch ich habe auf die Meldung geklickt, insofern scheint die Klick-Strategie des Blick aufzugehen. Nachfolgend eine Liste wie solche Headlines verstanden werden können: - Ich wusste es schon immer. E-Autos sind der falsche Weg um Emissionen zu reduzieren - Ist mir klar dass damit das Klima nicht gerettet wird. Trotzdem ist es ein Weg die Emissionen zu reduzieren - Wieso nicht Wasserstoff? Solche Autos gibt es bereits. Elektroautos produzieren zu viel Elektroschrott! Die Liste könnte mit unzähligen "Leser-Gedanken" weitergeführt werden. Informations-Puzzle - Lesen zwischen den Zeilen Mit dem Einstiegsbanner werden vor allem Kritiker batterieelektrischer Fahrzeuge angesprochen. Auf der Artikelseite tönt es dann schon etwas weniger laut: "Nur Elektro reicht nicht". Übersetzt heißt dies: "Elektroautos sind besser für das Klima als herkömmlich Fahrzeuge, es muss aber noch mehr getan werden." Der Blick bezieht sich dabei auf einen Kongress mit dem Titel «Der Antrieb von morgen» der Motoren-Fachzeitschrift «MTZ» der kürzlich in Hanau (D) 140 Entwickler, Wissenschaftler und Manager von Autobauern, Zulieferern und Unis zusammenbrachte. Fazit der Experten: Das Elektroauto könne die Klimaziele nicht erreichen – zumindest nicht allein. Es brauche Hybride und für Verbrenner die E-Fuels (synthetische Treibstoffe). Das sehen grundsätzlich auch die Teilnehmer des Kongresses so. Man ist jedoch der Ansicht, dass zukünftig auch E-Fuels notwendig sein werden um die Ziele zu erreichen. Diese Ansicht ist durchaus realitätsnah, denn E-Fuels könnten vor allem im Fernverkehr (Luftverkehr) ihre Stärke ausspielen. Der Vorschlag synthetische Treibstoffe (E-Fuels) zu fördern, deutet jedoch auch auf eine allgemeine Nervosität bei Unternehmen hin, welche bislang vor allem mit Teilen herkömmlicher Antriebsarten ihr Geld verdienten. Bild: ETH Zürich, Alessandro Della Bella Leider schleichen sich auch immer wieder ein paar Fehler ins solche Artikel ein: "Auch in China werde das E-Auto kritischer gesehen, seit die überwiegend auf Kohle basierende Energieerzeugung mitbetrachtet werde." ist z.B. so eine abgedruckte Aussage eines Kongressteilnehmers. Wie man kürzlich nachlesen konnte, möchte China zukünftig vor allem auch Wasserstoff-Anrtriebe fördern. Dafür verantwortlich sollen aber vor allem politische Überlegungen sein: China möchte damit die Abhängigkeit vom Ausland reduzieren. China hat große Kohlevorkommen und könnte so die Wasserstoffproduktion weitgehend selber sicherstellen. Damit ist obige Aussage doch mit viel Vorsicht zu genießen! Ein weiteres Argument das abgedruckt wird: Die Umstellung auf Elektroautos senke den CO2-Ausstoss um maximal 50 Prozent – bei 81 Prozent höheren Fahrzeugkosten. Ob die Fahrzeugkosten tatsächlich 80% höher liegen? Nicht ausgeführt wird, bei wem die Kosten anfallen würden. Beim Hersteller oder beim Endkunden? Die meisten Autohersteller gehen davon aus, dass EVs bereist in wenigen Jahren kostenmässig mit den Verbrennern gleichziehen werden. Elektroautos sind, je nach Anwendungsfall, bereits heute im Betrieb kostengünstiger. Auch Wasserstoff als Energieträger wird kurz thematisiert. Hier ist man sich einig, aus Kostengründen sind diese Antriebe frühestens 2030 konkurrenzfähig (VW/Audi Chefentwickler). Leider erwähnt der Artikel dabei nicht, dass auch E-Fuels momentan kostenmäßig nicht mithalten können. Die Produktion beschränkt sich momentan auf Versuchsanlagen. Und selbst wenn die E-Fuel Herstellungskosten gesenkt werden können, es bleibt die hohe Komplexität des Antriebstranges. Ein Verbrenner setzt sich aus ca. 30'000 Einzelteilen zusammen. Ein Elektroauto dagegen kommt mit einem Drittel davon aus. Die (Energie-) Einsparungen bei Herstellung, Logistik und Betrieb sind beträchtlich. Was uns der Artikel wirklich sagt - das Fazit Momentan ist der Elektroantrieb unter Verwendung von regenerativ erzeugtem Strom eine verfügbare Möglichkeit die Emissionen im Straßenverkehr stark zu senken. Beim Wasserstoffantrieb bleiben bezüglich Effizienz und Kosten noch viele Fragen offen. Ebenfalls bei E-Fuels. Darauf zu warten wäre die falsche Strategie. Das sehen ja mittlerweile auch fast alle Autohersteller so, auch wenn es nicht immer offen kommuniziert wird. Das soll nicht heißen, dass die Forschung in anderen Bereichen eingestellt werden soll. Denn dass wir heute problemlos elektrisch und im Betrieb emissionsfrei unterwegs sein können, ist u.a. auch vielen Jahren vorausgegangener Forschung zu verdanken. Kommentare sind wie immer erwünscht. Wie nimmst du die derzeitige Berichterstattung war?
  6. Stephan

    Meinungsmache

    Halten wir uns einen Moment vor Augen, was sich da weltweit in den vergangenen 100 Jahren für eine mächtige, auf fossiler Energiegewinnung und Mobilität basierende Industrie etabliert und mit der Politik verflochten hat und welche monetären Gewinne da realisiert wurden und werden. Halt. Noch nicht weiterlesen. Erst noch einen Moment darüber nachdenken und das Bild noch besser vor dem geistigen Auge Gestalt annehmen lassen. Mal alle Lebensbereiche abchecken, die das tangiert. Öl. Kohle. So ’ne und solche. Und jede Menge davon. OK? Beeindruckt von der eigenen Vorstellungskraft? Gut. (Aber noch lange nicht nah genug an der Realität.) Da leuchtet es doch unmittelbar ein, dass die Protagonisten und Nutznießer dieses fossil-politischen Geflechts nicht einfach so tatenlos zuschauen werden, wie ihre Geschäftsfelder, ihr Einfluss und ihre Machtpositionen durch so krass-kluge Konzepte und technische Errungenschaften wie dezentrale erneuerbare Energie und elektrisch-emissionsfreie Mobilität obsolet werden. Es wäre naiv zu glauben, die fossilen Claims würden einfach so freiwillig aufgegeben, damit die Welt nun endlich und aber zügig sauberer und schöner werden bzw. überhaupt langfristig bewohnbar bleiben kann. Wer hier allein auf Vernunft setzt, sollte mal sein Einhornglitzer von der Brille putzen. Desinformation Da die Entwicklung hin zu erneuerbarer Energieversorgung aber allein schon deshalb nicht aufzuhalten ist, weil sie schlicht billiger kommt als der ganze fossile und atomare Kram mit seinen Risiken und Nebenwirkungen, versucht die alte Lobby wenigstens zu bremsen und diesen Prozess zu verzögern, so lange es geht. Wir wissen u. a. durch die Untersuchungen von Tina Ternus, dass und wie professionelle Desinformationskampagnen gegen die Energiewende geplant und durchgeführt werden mit dem Ziel, Menschen zu verunsichern und die Entwicklung hin zu sauberer, dezentraler Energieerzeugung so lange wie möglich zu verzögern und zu erschweren. Dipl. Ing. Tina Ternus, Solaringenieurin und Energieautorin, spricht auf dem Schönauer Stromseminar am 2. Juli 2016 zum Thema: „Ein Blick hinter die Kulissen – die professionellen Kampagnen gegen die Energiewende“ (auf das Bild klicken, um den Vortrag bei YouTube anzusehen)FUD Diese Art Einflussnahme auf die öffentliche Meinung wird mit dem Kürzel FUD beschrieben: Fear, Uncertainty and Doubt, englisch für Furcht, Ungewissheit und Zweifel, die gesät und geweckt werden sollen. Die eingesetzten Mittel werden dabei fein auf den Bildungsstand und die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe abgestimmt. Das Spektrum reicht von subtil bis brachial. Woher kommt der Strom für die ganzen Elektroautos? Ein schönes Beispiel ist die dieser Tage oft gehörte und gelesene Frage, woher denn bloß die Energie kommen soll, um die ganzen Elektroautos anzutreiben. Dabei stellt sie sich gar nicht (mehr), denn sie ist längst beantwortet, nicht nur vom Graslutscher, sondern z. B. auch vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU). Die schlichte Antwort ist: Durch weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Dabei wird viel weniger zusätzliche Energie benötigt, als gewisse Interessengruppen uns glauben machen wollen. Mit der Umstellung auf Elektroantrieb fällt auch jede Menge Energieverbrauch weg, der bislang zur Verarbeitung und Distribution fossiler Energieträger aufgewendet werden muss. Um mal die Verhältnisse zu verdeutlichen: Der heutige Verkehr hat laut Prof. Maximilian Fichtner, Experte für elektrochemische Energiespeicherung von der Universität Ulm, einen jährlichen Energiebedarf von 770 Terawattstunden (TWh). Mit Elektroautos wären es nur 200 TWh, mit Wasserstoffautos dagegen sogar 1.000 TWh (Quelle). Und es werden nicht morgen schon Millionen E-Autos auf den Straßen sein, der Ablöseprozess dauert Jahrzehnte. Mehr als genug Zeit, die Energieerzeugung entsprechend anzupassen und ggf. auszubauen. Nicht nur schlichte Gemüter lassen sich von solchen Fragen erst einmal verunsichern. Aber Verstand einschalten, genau hinsehen und Grundrechenarten bringen oft schon viel Licht in den Dschungel. A propos Wasserstoffautos… Ein weiteres FUD-Beispiel: Als angeblich bessere Alternative zu reinen Elektroautos (BEV) werden immer wieder Wasserstoffautos an der Möhrenangel vor uns hergeschwenkt. Weil Wasserstoffautos angeblich auch sauber sind und man sie wie aus dem fossilen Zeitalter gewohnt in 5 Minuten auftanken können soll. (Was so auch nicht stimmt, aber ich will hier nicht abschweifen.) Weil die H₂-Verfechter nicht müde werden, uns eine bequeme, aber völlig unrealistische schöne neue Wasserstoff-Mobilität in Aussicht zu stellen, will ich auch nicht müde werden, immer wieder die nächstliegende Gegenfrage zu stellen: Woher kommt der Wasserstoff? Wird er aus Erdgas gewonnen (wie derzeit fast ausschließlich), kann damit kein Gramm CO₂ eingespart werden. Für sauberen Wasserstoff bleibt nur die Elektrolyse, und dieser Weg ist sehr energieaufwändig und erfordert von der Primärenergiequelle bis hin zum Antriebsrad auf der Straße viele technologische Zwischen-, Transport- und Umwandlungsschritte, die alle mit Energieverlusten einhergehen und den Gesamtwirkungsgrad letztlich sehr schlecht werden lassen. So schlecht, dass im Vergleich mit der Gesamtkette für BEV für die gleiche Kilometerleistung dreimal mehr Primärenergie aufgewendet werden muss, lt. Prof. Fichtner (s. o.) sogar das Fünffache. Wer sich also Sorgen macht, woher der Strom für Elektroautos kommen soll, muss sich drei- bis fünfmal mehr Sorgen machen, woher der Strom für Wasserstoffautos kommen soll. Und das ist Physik, die man nicht schönreden kann. Wasserstoffautos sind also keine Alternative und nur ein weiterer Versuch, die im Interesse des Klimaschutzes notwendige Elektrifizierung des Verkehrs zu verzögern. Ziel: Ungewissheit und Zweifel bei den Autokäufern wecken, damit die ja nicht auf die Idee kommen, sich einfach jetzt schon ein praxistaugliches Elektroauto zu kaufen. Meinungsformel Das Grundprinzip der zur interessengelenkten Beeinflussung und Generation von Meinung eingesetzten Mittel ist themenübergreifend fast immer gleich und relativ simpel. Ich will es an einem einfachen Beispiel erläutern. Fakt Zunächst haben wir einen Fakt, nennen wir ihn „F“. F: 5 + 5 = 10 Kein vernünftiger Mensch kann diesen Fakt bezweifeln, denn er ist klar, einfach und beweisbar. Behauptung Jetzt passt dieser Fakt aber aus irgendwelchen Gründen jemandem nicht in den Kram, vielleicht, weil derjenige ein Mittel gegen Mathematikschwäche hergestellt hat und das gern verkaufen möchte. Leider wirkt dieses Mittel nur im Zahlenbereich < 10. Er beauftragt daher eine PR-Agentur und diese entwickelt eine Kampagne auf der Basis der Behauptung „B“: B: 5 + 5 = 6 Diese Behauptung wird nun mehr oder weniger subtil immer wieder in den Medien platziert: in Zeitungen, im Fernsehen, in Foren, in Kommentarspalten, in Blogs – wo es nur geht. Aufmerksamkeit Dabei sind die Kampagnenersteller nicht blöd. Ihnen ist natürlich klar, dass jeder denkende Mensch diese Behauptung sofort als den Schwachsinn erkennt, der sie ist. Aber gerade weil das so ist, wird man als Medienkonsument ja neugierig. Damit ist schonmal ein Teilziel erreicht: Aufmerksamkeit. Mental anspruchsloseren Zeitgenossen reicht dann bereits die Tatsache, dass BLID das mal als Titel druckt, um den Fakt F = 10 für das Ergebnis einer jahrhundertelangen Mathematikerverschwörung („Was für’n Ding?“) zu halten. Große Empörung! Trumpf Für die anderen holen die Kampagnenersteller einen Trumpf aus dem Ärmel: Prof. Dr. Dr. math. Zahlemann von der renommierten Diophant-von-Alexandrien-Universität zu Hintertupfingen wird mit der Aussage zitiert, dass 6 eine gültige Lösung der Addition zweier Fünfen sein kann. („Na potzblitz, ich hab’s doch geahnt, dass da was dran sein muss! Die 10 kam mir schon immer irgendwie merkwürdig vor!“) (Im Originaldokument von Herrn Prof. Dr. Dr. steht dann zwar, dass das nur in einem zwölfdimensionalen Paralleluniversum auf einem rechtsdrehenden diskontinuierlichen Zahlenstrahl innerhalb des Schwarzschildradius‘ eines schwarzen Loches auftreten kann, während das beobachtende Bewusstsein auf LSD ist – aber das ist viel zu lang und zu kompliziert, um es mit abzudrucken oder sonst irgendwie zu erwähnen.) Meinung Das Perfide an dieser Kampagne ist nun, dass es überhaupt nicht darauf ankommt, ob, wie behauptet, 5 + 5 = 6 ist. Das ist so dämlich, dass es eh niemand glaubt, Prof. Zahlemann hin oder her. Nein, es reicht, wenn diese Behauptung Zweifel daran weckt, dass 10 als Ergebnis korrekt ist. Und das tut die Behauptung: Zweifel wecken. Wir sind so gestrickt und können nicht anders: Wenn „B“ tausendmal wiederholt, kopiert, zitiert, falsch zitiert und kommentiert wird, bleibt nämlich am Ende folgendes hängen: 5 + 5 = 6 ist Quatsch. Aber 5 + 5 = 10 scheint dann ja wohl auch nicht richtig zu sein. Die Wahrheit liegt bestimmt wieder irgendwo in der Mitte. Wahrscheinlich ist 5 + 5 ungefähr 8. Damit ist das Kampagnenziel erreicht! Wir sind im einstelligen Bereich geblieben! Und so wird auf wundersame Weise aus einem Fakt durch eine Behauptung eine Meinung. Gemacht. Schlussfolgerung 5 + 5 ist und bleibt 10. The post Meinungsmache appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
  7. Stephan

    1 Jahr ZOE R110

    Schon ist wieder ein Jahr vergangen! Und ich habe so lange nichts geschrieben! Zeit für einen Jahresrückblick 2019 – mit unserer ZOE R110 und ihrem 41kWh-Akku. Das vergangene Jahr war hinsichtlich unserer elektrischen Fortbewegung dermaßen unspektakulär, dass ich kaum etwas zu berichten habe. Vor allem gab es keinerlei technische Probleme mit unserer neuen ZOE. Und mit dem 41kWh-Akku, der uns im Sommer eine Reichweite von 300km und im Winter von 230km ermöglicht, ist die R110 für uns als Alleinfahrzeug voll alltagstauglich. Einen kleinen Komfort-Punktabzug gibt es wegen ihrer Schnarchladegeschwindigkeit bei winterkaltem Akku. Ja, da lädt sie dann halt während des Einkaufs am Supermarkt nicht so viele kWh nach wie im Sommer, aber juckt das jemanden? Mich nicht. Auf längeren Strecken, die eine Zwischenladung erfordern, ist sie nach einer Akkureichweite ausreichend warmgefahren, so dass die Ladegeschwindigkeit wieder akzeptabel wird. Das ist also kein Problem, welches die Nutzung für uns einschränkt. Zu Hause ist immer genug Zeit zum Laden. Zahlen Kilometer Mit der R110 sind wir 2019 rund 14.000km gefahren, mehr als früher mit unserer alten Q210. Wir liegen also deutlich über dem mit Renault vereinbarten Jahreslimit von 12.500km. Mal schauen, wie sich das weiter entwickelt. Das ist halt der Nachteil des großen Akkus, da geht einfach viel mehr… Verbrauch Gerade bin ich nochmal zur ZOE gucken gegangen, um die aktuellen Verbrauchsdaten aus dem Bordcomputer abzulesen. Ich stelle den B-Zähler praktisch nie zurück, damit ich den Gesamtverbrauch und den Durchschnittsverbrauch über ein ganzes Jahr verfolgen kann. Als ich den angezeigten Wert sehe, werde ich stutzig. Der Durchschnittsverbrauch ist zu hoch. Beim letzten Nachschauen vor zwei Wochen lag er bei 15,x kWh/100km. Jetzt prangt da eine 17 vor dem Komma. Kannnichsein. So kalt kann es gar nicht werden, dass die paar km, die ich seit Jahresbeginn gefahren bin, den Jahresdurchschnitt um 2kWh/100km angehoben haben können. Ich rufe die BC-Statistik auf und staune: Aus unerfindlichen Gründen hat sich der B-Zähler am 10.01.2020 resettet und die Verbrauchswerte, die jetzt angezeigt werden, resultieren aus wenigen km bei niedrigen Temperaturen. Ich schwöre, ich war da nicht dran, und sowas passiert auch nicht aus Versehen. These: Möglicherweise kam da ein R-Link-Update OTA rein mit anschließendem Reset des Bordcomputers. Ich ärgere mich ein bisschen, so sind die Verbrauchsdaten des letzten Jahres verloren. Aber nochmal aus der Erinnerung: Über zwei halbe Winter und einen ganzen Sommer verbrauchte unsere ZOE R110 im Durchschnitt 15,x kWh/100km. Das ist ein ziemlich guter Wert. Ich fahre aber auch relativ gemütlich und auf der Autobahn selten schneller als 100km/h. Batteriegesundheit Der State-Of-Health (SOH) des Fahrakkus liegt laut CanZE nach einem Jahr bei 99%. Alles andere würde mich auch wundern. Von den hier beschriebenen Akkuproblemen sind wir offenbar und gottseidank verschont geblieben. Reiseziele 2019 Wir waren oft im Harz, Ost und West, einfache Strecke von zu Hause aus bis zu 130km, das ginge im Sommer sogar hin und zurück mit nur einer Akkuladung. Haben wir nicht gemacht, weil es in Wernigerode immernoch Ladestrom kostenlos gibt und wir die ZOE dort an eine Ladestation hängen können, während wir Essen gehen. Das passt einfach zu gut. Im Urlaub waren wir in Matrei in Osttirol, Entfernung ca. 850km. Hat auch wunderbar geklappt. Die von uns ein paarmal im Jahr gefahrene Strecke Hannover-Berlin ist mit der R110 total easy geworden. Die rund 300km könnten wir im Sommer in einem Rutsch abreißen, aber da wir ohnehin unterwegs eine Kaffee-Kakao-Pinkel-Pause einlegen (und dabei nebenher etwas nachladen) sind wir auf dieser Tour zu jeder Jahreszeit auf der sicheren Seite. Großer Komfortgewinn im Vergleich zu früher! Auch in Görlitz waren wir 2019 mal wieder, Entfernung 515km. Wir kamen auf dem Hin- und Rückweg jeweils mit nur einer einzigen (kostenlosen) Zwischenladung am Flughafen Leipzig/Halle aus und verbrachten die Ladepause sehr angenehm im dortigen Marché-Restaurant. Flughäfen sind also doch zu etwas gut. Übrigens: Görlitz hat jetzt einen 150kW-Hypercharger am Bahnhof, da konnte ich bequem vor Ort laden. Mit nur 22kW an AC, aber immerhin. Hamburg ist von Hannover aus mit dem 41kWh-Akku bequem in einem Rutsch ohne Zwischenladung erreichbar. Und in Hamburg stehen Ladestationen mittlerweile an jeder dritten Straßenecke. Zum Jahreswechsel haben wir uns ein paar Tage Auszeit in der Nähe von Eckernförde gegönnt. Diese Strecke (rund 300km) wäre im Sommer wahrscheinlich ohne Zwischenladung fahrbar gewesen. Jetzt im Winter haben wir auf dem Hinweg bei Freunden in Hamburg Station gemacht, die direkt in ihrer Straße eine Ladestation haben, optimal. In Eckernförde selbst konnten wir im Parkhaus am Noor kostenlos laden, dort stehen 3 Säulen mit je 2x22kW AC (siehe Titelbild), super. Es fiel nur eine Parkgebühr von 1€/Stunde an. Im Carport unserer FeWo-Vermieter durften wir unsere ZOE vor der Rückreise nochmal über Nacht an Schuko vollladen (auch kostenlos). Auf dem Weg nach Hause haben wir dann nur einmal kurz an der Raststätte Lüneburger Heide gehalten und 20 Minuten lang nachgeladen, während wir Kaffee/Kakao trinken gegangen sind. Fazit Langstrecke: Geht auch mit nur 22kW AC gut. Etwas schneller laden zu können wäre natürlich besser. Die neue ZOE Z.E. 50 hat optional CCS und kann damit real ungefähr 45kW an DC ziehen. Teurer, aber schneller. Fahrbericht folgt demnächst. Wir werden unsere geleaste R110 aber erstmal noch 3 Jahre lang fahren. Ladekarten, Ladekosten Das Ladekarten- und Ladeapp-Chaos hat sich 2019 nicht wesentlich gelichtet. Einige Neueinsteiger lockten zunächst mit sehr attraktiven Strompreisen, zogen diese dann aber erwartungsgemäß bald an. Das Roaming funktioniert auch immer noch nicht so, wie es sein sollte. Man kann immer noch nicht mit jeder beliebigen Karte jede beliebige Ladesäule freischalten. Und ich bezweifle, dass das je gelingen wird. Außerdem lauern böse Kostenfallen, wenn ein Anbieter zwar roamt, aber für Ladungen an Ladesäulen von Roamingpartnern Mondpreise aufruft. Wenn man also öffentlich laden möchte oder muss, bleibt einem die Abfrage diverser Apps nicht erspart, um herauszufinden, womit sich eine bestimmte Ladesäule freischalten lässt und was das Laden dort kostet. Oder man guckt bei Chargeprice nach und hofft, dass die Daten aktuell sind. Ich mache es mir möglichst einfach und nutze wo immer es geht und sinnvoll ist, meine Naturstrom-Ladekarte*. Eine Ladung an 22kW AC egal wo kostet mich damit aktuell pauschal 5,90€ und das ist mit dem großen Akku fast immer ein echtes Schnäppchen, deutlich billiger als zu Hause (sofern ich mindestens 21kWh nachlade). Mit der Pauschale gibt es auch keine Überraschungen auf der Ladestromrechnung. Zu Hause habe ich 2019 nur 622kWh für insgesamt rund 180,- € geladen. Community Ich gestehe: So ganz abstinent hinsichtlich des GoingElectric-Forums bin ich nicht geworden. Da ist aber auch was los, Meineherrn, das wird ümmer schlümmer; der Durchschnitts-IQ bei Beiträgen zu Themen wie Klimawandel, Tempolimit, Wasserstoff und Energiewende scheint massiv nachzugeben. Dafür steigt der Unterhaltungswert, aber das hat oft echt RTL-Niveau, und über die Langzeitwirkung solchen Inputs bin ich mir nicht sicher. Wenn das ein Spiegel unserer Gesellschaft ist, oh-oh. Ich tröste mich mit der Annahme, dass die Foristen, die mir die tiefsten Runzeln auf die Stirn treiben, nicht wirklich solche Überzeugungen hegen wie sie von sich geben, sondern von irgendwelchen Lobbyisten bezahlt werden, das ist die plausibelste Erklärung. Aber wenn ich da genauer drüber nachdenke… das macht es eigentlich noch schlümmer. Oh-oh-oh. Dafür entwickelt sich unser E-Stammtisch in Benthe erfreulich. Mittlerweise belegen wir meist zwei Tische und der direkte Kontakt untereinander und zu interessierten Gästen ist sehr angenehm. Ausblick 2020 wird hinsichtlich Elektromobilität ein spannendes Jahr. Viele neue Fahrzeugmodelle kommen auf den Markt, und zwar in nennenswerten Stückzahlen. Ich werde demnächst Gelegenheit haben, die neue ZOE mit CCS zu testen und hier berichten. Freue mich drauf! Stay tuned. *) Dieser Link ist ein Werbelink. The post 1 Jahr ZOE R110 appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
  8. Empfohlene Links zum Thema Elektromobilität Nachfolgendend findest du Links zu weiteren Webseiten rund um das Thema Elektromobiltät. Communities elektromobilitaet-forum.de Elektromobilität Diskussionsforum News electrive.net Branchendienst für Elektromobilität elektroautor.com Elektroauto Portal aus Österreich Blogs danzei.de DanZei E-Mobility Blog blog.aich.de BMW i3 Blog Anderes elektrofahrer.ch Schweizer Magazin für eine nachhaltige Fahrkultur ecalc.ch evCalc E-Auto Verbrauchsabschätzung Fahrzeug-Tests aqqu.ch Testberichte Elektrofahrzeuge
  9. bis
    Zum Elektromobilitätstag 2019 lädt Hans Urban am Samstag, den 12. Oktober von 14:00 bis 17:00 auf den Haager Marktplatz ein. Interessierte können sich dort über Praxistauglichkeit und Reichweite, zu Kaufpreis und Betriebskosten von E-Fahrzeugen oder zur notwendigen Ladeinfrastruktur informieren. Die Gemeinde Haag und auch Haager Gewerbebetriebe berichten, wie sich die Fahrzeuge in ihrem Einsatz bewähren und auch die Frage „Kann ich mein E-Fahrzeug mit der eigenen Photovoltaikanlage laden“ wird dort kompetent beantwortet. Informationen zu PV-Anlagen auf dem eigenen Hausdach gibt es vor Ort von den Haager Kraftwerken, es kann sogar eine komplette 2kW-Anlage im Betrieb besichtigt werden. Bike-Service Gruber bietet Beratung rund um´s E-Bike an. Besonders willkommen sind auch E-Fahrzeugbesitzer, die gerne ihr Fahrzeug zeigen und ihre Erfahrungen weitergeben. Mit einer kurzen Anmeldung an buero@urban-hans.de können sie bereits am Vormittag an einer exklusiven Schlossturmführung teilnehmen und sich dann zum gemeinsamen Mittagessen am Haager Kirtafest treffen, bevor es um 14:00 dann am Marktplatz offiziell losgeht.
  10. bis
    Weitere Informationen: https://ecograndprix.com/schauinsland-2020 Elektroauto Marathon - 6 Stunden lang 1000 Höhenmeter überwinden
  11. Stephan

    Smoking Guns

    Übersetzung des Podcast-Transkripts „The Simple Proof of Man-Made Global Warming.“ von Brian Dunning. Mittels DeepL Translator aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und überarbeitet von Stephan Hilchenbach. Originalquelle: Dunning, B. „The Simple Proof of Man-Made Global Warming.“ Skeptoid Podcast. Skeptoid Media, 13 Dec 2016. Web. 28 Sep 2019. <https://skeptoid.com/episodes/4549> © Skeptoid Media Printed with the express written permission of Skeptoid Media, Inc. Heute werde ich über einige einfache sachliche Beobachtungen sprechen, die jeder machen kann, und die eindeutig beweisen, dass menschliche Aktivitäten die Erwärmung der Erde vorantreiben. Ich werde nicht über Klimamodelle, Politik, Vorhersagen, Wirtschaft oder wie viele Wissenschaftler zustimmen oder nicht zustimmen reden. Ich werde nur einige der solidesten Grundlagen, die Ergebnisse absoluter Messungen, vorstellen, über die es keine Debatte gibt. Das sind Dinge, die niemand in Frage stellt, die aber so wenige Menschen verstehen. Ich werde nur zwei Punkte ansprechen, die zwei der „smoking guns“ betreffen, durch die wir wissen, dass dies geschieht. Sie sind einfach zu verstehen, und sie basieren auf wissenschaftlichen Grundlagen, an die sich jeder aus der Schule erinnern sollte. Sie basieren nicht auf Modellen oder Vorhersagen, sondern auf einfachen direkten Beobachtungen. Diese Punkte sind, dass die steigende CO₂ (Kohlendioxid)-Konzentration in der Atmosphäre definitiv durch menschliche Aktivitäten verursacht wird, und dass dasselbe CO₂ den Planeten erwärmt. Nichts in diesem Artikel ist umstritten oder unterliegt alternativen Erklärungen, aber zu wenige Menschen sind sich dieser Fakten bewusst. Nachweis, dass der CO₂-Überschuss der Atmosphäre vom Menschen erzeugt wird Man könnte denken, dass Kohlenstoff gleich Kohlenstoff ist, und dass, wenn wir feststellen, dass es mehr CO₂ in der Atmosphäre gibt, seine Quelle nicht leicht nachgewiesen werden kann. Aber die Chemie ist etwas komplizierter; es gibt verschiedene Arten von Kohlenstoff, wie bei den meisten Elementen. Man nennt sie Isotope. Ein Isotop von Kohlenstoff ist Kohlenstoff-14. Kosmische Strahlung bombardiert die Erde mit einer Rate, die über die Zeit mehr oder weniger konstant ist. Wenn sie das tut, trifft sie auf Atome in der oberen Atmosphäre und löst Neutronen heraus. Diese Neutronen kollidieren dann mit den häufigsten Atomen in unserer Atmosphäre, dem Stickstoff. Die Kollision wirft ein Proton aus dem Kern und verwandelt den Stickstoff in Kohlenstoff mit zwei Neutronen zuviel: den instabilen und radioaktiven Kohlenstoff-14 anstelle des normalen stabilen Kohlenstoff-12. Bildquelle: https://physikunterricht-online.de/jahrgang-12/die-c14-methode/Sie haben von der Radiokarbonmethode zur Altersbestimmung gehört; diese basiert auf dem Vergleich der relativen Mengen von Kohlenstoff-12 und Kohlenstoff-14 in einer Probe. Lebewesen wie Tiere und Bäume stehen im Gleichgewicht mit der Atmosphäre. Während sie essen, atmen und interagieren, enthalten sie die gleichen Anteile an Kohlenstoffisotopen wie die Atmosphäre. Wenn sie sterben, zerfällt dieser Kohlenstoff-14 über eine lange Zeit, und da der Organismus nicht mehr isst und atmet, kommt kein neuer Kohlenstoff-14 ins Spiel, und schließlich ist der einzige verbleibende Kohlenstoff Kohlenstoff-12 (und etwas Kohlenstoff-13). Fossile Brennstoffe wie Öl und Erdgas stammen aus Pflanzen, die vor Millionen von Jahren starben und keinen Kohlenstoff-14 mehr haben. Das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehende CO₂ enthält nur Kohlenstoff-12. Wenn ein Wald brennt, stammt das CO₂ im Rauch von lebenden oder kürzlich abgestorbenen Brennstoffen, so dass der Rauch die gleichen Anteile an Kohlenstoff-12 und Kohlenstoff-14 enthält wie die Atmosphäre. Dies ist bei fast allen natürlichen CO₂-Quellen der Fall. Wir können das CO₂ in der Atmosphäre datieren und genau sagen, wie viel davon von Menschen stammt, die fossile Brennstoffe verbrennen. Es ist eine direkte Messung. Sie lässt keinen Raum für Interpretationen. Es gibt eine natürliche CO₂-Quelle, die nur Kohlenstoff-12 enthält, und die von Zweiflern an den anthropogenen Ursachen des Klimawandels oft als die eigentliche Quelle all dieses neuen Kohlenstoff-12 bezeichnet wird: Vulkane. Weltweit entstehen ständig Vulkane, sowohl an Land als auch unter dem Meer. Sie tun dies mit einer ziemlich konstanten Geschwindigkeit. Wir messen ihren Output, und wir wissen, dass die weltweite vulkanische Aktivität jährlich durchschnittlich etwa 200 Millionen Tonnen CO₂ in die Atmosphäre einbringt, alles mit Kohlenstoff-12, das sich nicht von dem Kohlenstoff-12 unterscheiden lässt, der bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht. Jedes Jahr messen wir jedoch insgesamt rund 29 Milliarden Tonnen CO₂, die der Atmosphäre zugesetzt werden. Das ist mehr als das Hundertfache der Menge, die Vulkane ausmachen können. Die einzig mögliche Quelle für den Rest dieses neuen CO₂ ist der vom Menschen verbrannte fossile Brennstoff. Dies ist kurz gesagt die „smoking gun“, die beweist, dass der Anstieg des CO₂ in der Atmosphäre durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe durch den Menschen verursacht wird. Es ist keine Vermutung, kein Modell oder eine Vorhersage, es ist eine Messung, die jeder reproduzieren kann, und Isotope sind Isotope und haben keine alternativen Erklärungen. Manche sagen, dass 29 Milliarden Tonnen kein Problem darstellen, da sie im Vergleich zur gesamten vorhandenen Kohlenstoffbelastung der Atmosphäre so wenig sind. Es ist wahr, dass 29 Milliarden Tonnen ein Tropfen auf den heißen Stein sind, verglichen mit den 750 Milliarden Tonnen, die jedes Jahr durch den Kohlenstoffkreislauf fließen (unsere Bezeichnung für die natürlichen Prozesse, bei denen Kohlenstoff zwischen der Atmosphäre und den Ozeanen und der Vegetation ausgetauscht wird). Jedes Jahr absorbiert das Meer von diesen 750 Milliarden Tonnen netto etwa 6 Milliarden, und die Vegetation absorbiert netto etwa 11 Milliarden. Sie sind nur in der Lage, etwa die Hälfte der 29 Milliarden, die wir hinzufügen, aufzunehmen. Die andere Hälfte – etwa 15 Milliarden Tonnen pro Jahr – verbleibt in der Atmosphäre, nachdem die Erde ihre Fähigkeit, sie in ihr System aufzunehmen, ausgeschöpft hat. Auch diese Zahlen sind reproduzierbare Messungen, keine Vermutungen, Modelle oder Vorhersagen. Das System absorbiert nachweislich alles, was es kann, kann aber trotzdem nicht mithalten. Beweis dafür, dass das vom Menschen erzeugte CO₂ den Planeten erwärmt Wir benötigen auch keine Modelle oder Vorhersagen, um die Wärmequelle in der Atmosphäre direkt zu messen. Es gibt fünf Gase, die hauptsächlich für den Treibhauseffekt verantwortlich sind. Dies sind CO₂, Methan, Wasserdampf, Lachgas und Ozon. Wir können das mittels Spektroskopie erkennen. Die Spektroskopie ist ein Verfahren zur Erkennung von Elementen, indem sie untersucht, wie elektromagnetische Strahlung durch sie hindurchgeht. Verschiedene Elemente haben Elektronen in Bahnen mit unterschiedlichen Energieniveaus, was die Art und Weise beeinflusst, wie sie schwingen. Aus diesem Grund erzeugen Neonröhren unterschiedliche Farben, je nachdem, mit welchen Gasen wir sie füllen. Auf diese Weise können wir auch ermitteln, welche Anteile von Wasserstoff, Helium und anderen Elementen sich in fernen Sternen befinden: Das Spektrum des Lichts, das von ihnen ausgeht, hat Spitzen und Täler, die chemische Fingerabdrücke genau der Gase sind, die sie enthalten. Die Erdoberfläche wird von der Sonne erwärmt, und als warme Kugel im Weltraum gibt die Erde selbst die gleiche Wärme als Infrarotstrahlung ab. Wenn wir nach draußen gehen und ein Spektrometer auf den Himmel richten, können wir sehen, dass es Spitzen und Täler im Infrarotspektrum gibt. Einige Wellenlängen der Wärmestrahlung gelangen ungehindert in den Weltraum, während andere Wellenlängen von der Atmosphäre absorbiert werden, und diese Wärme bleibt dort, wo wir ihre Wellenlänge mit unserem Spektrometer erfassen können. Und genau so wie wir die Elemente in einem fernen Stern identifizieren können, können wir auch genau bestimmen, welche Treibhausgase die Strahlungswärme der Erde einfangen. Auf diese Weise konnten wir diese fünf Hauptgase identifizieren. Und das ist nicht neu; wir wissen das seit 200 Jahren. Es ist eine direkte Messung, die jeder mit einem Spektrometer reproduzieren kann. Kein Modell, keine Vorhersage, keine Vermutung. Wasserdampf, der am häufigsten vorkommt, bestimmt die Grundform des Treibhaus-Spektrums. Der größte Teil der Infrarotstrahlung, die der Erde entweicht, geht durch ein Fenster, das durch Wasserdampf offen bleibt; wir nennen es das Infrarotfenster. Dieses sehr breite Fenster im Spektrum ist um eine Wellenlänge von etwa 10 µm (Mikrometer) zentriert. Bei höheren und niedrigeren Wellenlängen absorbiert der Wasserdampf einen Großteil der abgestrahlten Wärme der Erde, so dass sich die Erde seit jeher auf dieses offene Fenster im Spektrum verlassen hat, um die überschüssige Wärme entweichen zu lassen. Ein Ende des Infrarotfensters wird durch den Absorptionsbereich von CO₂ überlagert, der um 15 µm zentriert ist. Die CO₂-Menge in der Atmosphäre wirkt wie eine Schiebetür, die das Infrarotfenster erweitert oder verengt. Mit zunehmendem CO₂-Anstieg wird das Infrarotfenster verkleinert, weniger Strahlung entweicht in den Raum und mehr Wärme wird von der Atmosphäre aufgenommen. Am anderen Ende des Infrarotfensters, etwa 7,5 µm, hat Methan eine ähnliche Wirkung und trägt etwa 1/4 so viel zur Erwärmung bei wie CO₂. This figure was prepared by Robert A. Rohde for the Global Warming Art project. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.Spektroskopie ist exakte Wissenschaft. Wir müssen nichts modellieren oder vorhersagen. Indem wir unsere Instrumente einfach auf den Himmel richten, können wir im gegenwärtigen Moment die Treibhausgase direkt beobachten und identifizieren und genau messen, wie viel Strahlungsenergie die Atmosphäre absorbiert und hier auf der Erde hält. Diese direkte, eindeutige spektroskopische Messung beweist, dass die überschüssige Wärmeenergie, die in unserer Atmosphäre eingeschlossen ist, auf CO₂ zurückzuführen ist. Dieses überschüssige CO₂ wird von Menschen erzeugt, die fossile Brennstoffe verbrennen. Wir haben das Infrarotspektrum der Erde auch aus dem Weltraum gemessen, indem wir mit Satelliten nach unten geschaut haben, um zu sehen, welche Wellenlängen der Wärmestrahlung von Gasen in der Atmosphäre eingeschlossen werden und welche Wellenlängen entweichen. Wir haben dies 1970 mit dem IRIS-Satelliten begonnen, was uns eine Ausgangsbasis für den Vergleich mit zukünftigen Messungen bietet. Es folgten 1996 der japanische IMG-Satellit, 2003 der AIRS-Satellit und 2004 der AURA-Satellit. Sie zeichnen ein sehr klares Bild. Wir subtrahieren neue Messwerte von den alten Messwerten, um das Delta zu sehen, um genau zu sehen, wo im Spektrum eine Änderung stattgefunden hat. In diesem durch Wasserdampf definierten Infrarotfenster befindet sich ein großer Spitzenwert. Es ist der 15 µm Bereich des CO₂. Dies ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass die erhöhte Wärme in unserer Atmosphäre auf CO₂ zurückzuführen ist. Es hat nichts mit Modellen oder Vorhersagen zu tun; es ist eine direkte Beobachtung, es ist exakte Chemie und grundlegende Physik, nicht Rätselraten oder Hochrechnung. Wenn wir fossile Brennstoffe verbrennen, steigt der CO₂-Anteil in der Atmosphäre, das Infrarotfenster verengt sich, weniger Wärme strahlt von der Erde weg und mehr Wärme geht in das Erdsystem. Das sind einfache, solide Fakten. In diesem Artikel habe ich versucht, alles auf Fakten zu beschränken, die unbestritten sind. Das bedeutet, dass ich keine Schätzungen oder Vorhersagen gemacht habe. Warum? Weil ich versuche, Meinung und ideologiegetriebe Voreingenommenheit komplett außen vor zu lassen. Ich habe keine Antwort oder Lösung für Leute, die es vorziehen, diese spezielle wissenschaftliche Frage durch den Filter einer Ideologie zu betrachten. Geowissenschaftliche Messungen und Fakten sind ideologiefrei, ebenso wie Astronomie und Mathematik und Zoologie. Die Auswirkungen, die die menschliche Nutzung fossiler Brennstoffe auf das Erdsystem hat, sind beunruhigend. Von diesem Punkt aus, der eindeutigen, sachlichen Analyse unserer Atmosphäre und unserer Ozeane, müssen wir uns fragen, ob eine ideologische Verdrehung der Fakten wirklich der beste Weg ist. Wir müssen ein Problem genau verstehen, um eine sachkundige Lösung zu finden. Wenn Sie neugierig auf eines der Themen sind, die wir gerade besprochen haben, lesen Sie bitte den Abschnitt Referenzen am Ende dieses Transkripts, wo Sie Links zu Artikeln und Videos finden, die sowohl gründlich als auch leicht verständlich sind. Sie können viel tiefer gehen, wenn Sie interessiert sind. Wichtig ist, was Sie mit diesen Informationen machen, und diesen Teil überlasse ich Ihnen. Referenzen Cheng, L., Trenberth, K., Fasullo, J., Boyer, T., Abraham, J., Zhu, J. „Improved estimates of ocean heat content from 1960 to 2015.“ Science Advances. 10 Mar. 2017, Volume 3, Number 3. Editors. „Empirical evidence that humans are causing global warming.“ Skeptical Science. John Cook, 11 May 2008. Web. 10 Dec. 2016. <https://www.skepticalscience.com/empirical-evidence-for-global-warming.htm> Editors. „Which produces more CO₂, volcanic or human activity?“ Hawaii Volcano Observatory. US Geological Survey, 15 Feb. 2007. Web. 10 Dec. 2016. <http://hvo.wr.usgs.gov/volcanowatch/archive/2007/07_02_15.html> Lallanila, M. „What Is the Greenhouse Effect?“ Planet Earth. Live Science, 12 Apr. 2016. Web. 10 Dec. 2016. <https://www.livescience.com/37743-greenhouse-effect.html> McClain, C. „A Story of Climate Change Told In 15 Graphs.“ Deep Sea News. Craig McClain, 23 Sep. 2015. Web. 10 Dec. 2016. <https://www.deepseanews.com/2015/09/a-story-of-climate-change-told-in-15-graphs/> Monroe, R. „How Much CO₂ Can the Oceans Take Up?“ The Keeling Curve. Scripps Institution of Oceanography, 3 Jul. 2013. Web. 10 Dec. 2016. <https://scripps.ucsd.edu/programs/keelingcurve/2013/07/03/how-much-CO₂-can-the-oceans-take-up/> NOSAMS. „What is Carbon Dating?“ National Ocean Sciences Accelerator Mass Spectrometer. Woods Hole Oceanographic Institution, 10 Mar. 2015. Web. 10 Dec. 2016. <https://www.whoi.edu/nosams/page.do?pid=40138> Riebeek, H. „The Carbon Cycle.“ Earth Observatory. National Aeronautics and Space Administration, 16 Jun. 2011. Web. 10 Dec. 2016. <https://earthobservatory.nasa.gov/Features/CarbonCycle/page1.php> The post Smoking Guns appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Gesamten Artikel anzeigen
  12. Neben der Entwicklung & Betreuung dieses Forums auf privater Basis, kam die letzten Monate noch ein weiteres Projekt hinzu. Mit evmarket.online - buy or sell your EV lancieren wir den ersten professionellen Neu- und Gebrauchtwagen Marktplatz im deutschsprachigen Raum der ausschliesslich auf EVs setzt. Auf EVs angepasste Suchfilter ermöglichen eine einfache und schnelle Suche nach dem passenden Elektrofahrzeug. Der Marktplatz bietet auch weitere Rubriken an, sodass Zubehör- und Ersatzteile angeboten werden können. Eine Rubrik "Dienstleistungen" rundet das Angebot ab. Nach einer ersten BETA-Phase konnten wir weitere Features hinzufügen. Neu gibt es: - eine praktische Umkreissuche - zusätzliche EV spezifische Datenfelder und Filter - zusätzliche Hilfeseiten (FAQs) - überarbeitete Angebotspalette ? Und wichtig: ein Inserat kann kostenlos eingestellt werden! Zusätzliche Dienste (Angebot hervorheben, Frontseitenplatzierung, usw.) können günstig erworben und über PayPal bezahlt werden. Mitglieder der elektroauto.community erhalten ein kostenloses Upgrade auf ein "Premium-Inserat" sofern mindestens zwei Forenbeiträge erstellt wurden. Bitte schreib uns einfach eine Privatnachricht oder eine E-Mail unter Angabe deines Forum-Benutzernamens. Über Feedback, Verbesserungsvorschläge und natürlich Inserate freuen wir uns. Entwicklungs-Team evmarket.online - Der Fahrzeugmarktplatz evmarket.online ist ein Angebot der aponto GmbH. Wir entwickeln und betreuen E-Mobility Online Marktplätze und sind selber seit vielen Jahren mit unterschiedlichsten Fahrzeugen elektrisch mobil.
  13. Stephan

    Urlaub 2019

    Standorttreu fahren wir auch dieses Jahr im Urlaub wieder nach Matrei in Osttirol, nun erstmals mit unserer neuen ZOE R110 mit 41kWh-Akku, aber nur noch 22kW Ladeleistung. Mal sehen, wie das so klappt. Im vergangenen Jahr war uns kurz vor dem Urlaub in der alten ZOE Q210 der Inverter ausgestiegen und wir mussten Benzin verbrennen… Nun aber wieder rein elektrisch! Ladeplanung Wegen der maximalen Ladeleistung von 22kW AC brauchen wir die Ladeplanung nicht mehr auf 43kW-AC-Ladestationen zu optimieren. 22kW gibt es praktisch überall. Weil ich aber gern optimiere, suche ich nach kostenlosen Lademöglichkeiten, die hier & da immer noch zu finden sind. Es geht in der Gesamtbetrachtung unter Einbeziehung unserer Komfortansprüche nicht ganz auf, aber fast. Nicht, dass es viel ausmacht. Wiewohl wir schon auf unsere Finanzressourcen schauen müssen, Pfennigfuchser sind wir nicht. Es ist mehr meinem Ehrgeiz geschuldet. Ehre und Geiz, hm, das ist jetzt aber auch irgendwie… Muss ich nochmal genauer hinschauen gelegentlich. Spekulatius Vor drei Jahren hatte ich mal spekuliert, wie sich kleiner 22kWh-Akku plus 43kW-Schnellladung vs. großer 41kWh-Akku plus 22kW-Langsamladung auf Langstrecke machen. Bei mittleren Entfernungen (450km) lagen in meinem fiktiven Rennen beide gleichauf, die 900km-Marke erreichte die ZOE mit großem Akku 40 Min. später als die mit kleinem. Alles unter Idealbedingungen und seeehr theoretisch. Der große Akku brachte wegen der geringen Ladeleistung keinen Geschwindigkeitsvorteil, aber auch keinen gravierenden Nachteil. Nun ist Gelegenheit, das im wirklichen Leben auszuprobieren. Mit der Q210 sind wir die Strecke schon zwei Mal gefahren. Wobei ich jetzt nicht mit der Stoppuhr auf Reisen gehe. Wir haben Urlaub. Was machen da irgendwelche Minuten? Wichtiger ist die Frage, wie weit kommt die R110 mit einer Akkuladung auf der Autobahn? Schafft sie bei Tempomat 100 die erhofften 300km? Die Hinfahrt Wie immer fahren wir die Strecke (rund 850km) nicht an einem Tag, obwohl das durchaus zu schaffen wäre. Mit Übernachtung wird die Anreise aber viel entspannter. Friedewald Im ersten Reiseabschnitt meiden wir die Autobahn ganz und fahren von unserem Dorf Benthe bei Hannover aus gemütlich über Land ohne Zwischenhalt rund 210km zum uns schon von früheren Touren bekannten Schloßhotel Friedewald. Ein Verbrenner blockiert einen Ladeplatz, aber der zweite ist frei. Die Ladung selbst ist kostenlos, die Säule schalte ich mit meiner NewMotion-Karte frei. Seit unserem letzten Besuch hier ist noch eine Tesla-Destination-Ladebox dazugekommen, im Bild links zu sehen. Während unsere ZOE lädt, genießen wir ein gemütliches Mittagessen auf der Schlossterrasse, schauen einer Hochzeitsgesellschaft zu, spazieren eine Runde im Schlosspark und gedenken unserer 2017 verstorbenen Labradorhündin, die es liebte, im Schlossparkbach zu baden. Insgesamt halten wir uns hier rund 1:40h auf. ZOE lädt währenddessen 32,3kWh nach. Von hier bis zu unserem Übernachtungsort Greding sind es noch 302km. Könnte knapp zu schaffen sein, aber wir riskieren nichts und planen einen weiteren kurzen Ladestopp in Oberhaid ein, 178km entfernt. Ab jetzt fahren wir Autobahn, entspannt mit Tempopilot auf 100km/h eingestellt. Oberhaid Auch die Ladestation in Oberhaid gibt Strom kostenlos ab, muss aber ebenfalls freigeschaltet werden. Als wir ankommen, hängt eine ZOE am linken Anschluss, hat die Ladung aber augenscheinlich bereits beendet. Gut für uns, denn diese Säule teilt die Ladeleistung auf, wenn zwei E-Autos gleichzeitig laden. Ich stöpsele das Ladekabel in den rechten Anschluss ein und starte die Ladung wieder mit meiner NewMotion-Karte. 22kW, alles prima. Da es regnet, bleiben wir erstmal im Auto sitzen. Als hätten wir was geahnt: Nach 20 Minuten bricht die Ladung mit der Meldung „Anschluss prüfen“ ab. Blöd, wenn man jetzt irgendwo im Restaurant sitzt, sich Zeit lässt, dann zur Ladesäule zurückkommt und feststellt: Mist, das reicht ja noch gar nicht. Die ZOE schickt zwar normalerweise eine SMS, wenn die Ladung abbricht oder beendet wird, aber darauf verlassen würde ich mich nicht. Die andere ZOE ist inzwischen weggefahren. Ich wechsle kurzerhand auf den nun frei gewordenen linken Anschluss und starte die Ladung erneut. Funzt. Der Regen hört auf, wir riskieren einen Spaziergang. Als wir zurückkommen, hängt ein Tesla am rechten Ladeanschluss und die Säule füttert unsere ZOE nur noch mit 11kW. Inzwischen hat sie aber insgesamt 18kWh nachgeladen, das reicht nun locker bis Greding. Merke: Wenn es auf Zeit ankommt, lieber Säulen ansteuern, die ausreichend Anschlussleistung haben, um mehrere E-Autos gleichzeitig mit ihrer jeweiligen maximalen Ladeleistung zu versorgen. Ein Foto habe ich in Oberhaid leider nicht gemacht. Wäre auch langweilig gewesen. Greding Wir übernachten in 91171 Greding. 100m von unserer Pension entfernt gibt es eine 22kW-Ladestation, passend für unser hier erfolgendes Destination-Laden. Ladestation in Greding. Langweilig.Der Ladestrom hier ist nicht kostenlos. Ich habe mehrere Ladekarten verschiedener Anbieter zur Auswahl. Am günstigsten lade ich hier mit meiner Naturstrom*-Ladekarte zum Pauschalpreis von 5,90 €. Sie wird akzeptiert, das Laden klappt. Um den Ladeanschluss nicht unnötig die ganze Nacht zu blockieren, fahre ich die ZOE nach Ladeende ca. 2 Stunden später von der Säule weg. Inzwischen waren wir essen und haben unsere Unterkunft bezogen. Passt. Greding ist übrigens ein Phänomen. In dem hübschen alten Städtchen reiht sich eine Pension an die andere und man sieht nur Autos mit Kennzeichen von außerhalb und Leute mit Rollkoffern. Scheint nicht nur für uns ein passendes Etappenziel zu sein. Garching Von Greding aus bis Matrei i. O. sind es rund 310km und es geht ordentlich hinauf. Da ist mindestens eine Zwischenladung erforderlich. Die nächste kostenlose Lademöglichkeit ist relativ nah, die übernächste möglicherweise schon zu weit entfernt. Wir entscheiden uns für die nahe. Sie befindet sich am BMW Innovationshaus in Garching bei München, rund 100km entfernt. Damit sich unser voller Akku bis dahin so weit leert, dass die Ladung dort zumindest noch mit akzeptabler Leistung beginnt, rasen wir mit irrwitzigen 120km/h über die Autobahn und kommen mit ca. 60% SOC an. So früh am Sonntagmorgen sind wir weit und breit die einzigen mit Ladebedarf. Ladekabel rein in die Säule, funzt, und die Ladeleistung ist auch OK. Ladestation in Garching. Total langweilig.Links und rechts von der großen Ladesäule, die neben dem 22kW-AC-Anschluss auch noch einen 50kW-CCS-Anschluss bietet, sind jeweils noch acht Parkbuchten, jede mit einem 11kW-Ladeanschluss ausgestattet. Cool. Parkbuchten mit 11kW-AC-Ladeanschlüssen. Niemand da. Extrem langweilig.Von hier aus sind es noch rund 210km nach Matrei. Wegen Staus auf der Autobahn fahren wir wieder über Land: Rosenheim, Kufstein, Kitzbühel, Pass Thurn, Mittersill, Felbertauerntunnel – und hastdunichtgesehen sind wir da. Ohne Stress, mit großzügiger Restreichweite. Immer wieder toll, nach den Passhöhen beim Bergabfahren der Reichweitenanzeige zuzusehen, wie sie Kilometer um Kilometer zulegt. Zwischenfazit Mit dem großen Akku können wir so lange am Stück durchfahren, dass mir der Hintern vom langen Sitzen weh tut und ich eine Ladepause regelrecht herbeisehne. Die Reisezeit insgesamt verändert sich nicht spürbar. Das Reisen mit der R110 empfinde ich als noch entspannter als mit der Q210. Die wenigen Ladehalte sind zwar etwas länger, aber dafür ist das Risiko geringer, auf eine nicht nutzbare Ladestation zu treffen (defekt, zugeparkt, besetzt) und es ist immer genügend Restreichweite im Akku, um ggf. ausweichen zu können. Mussten wir nicht, umso besser. Matrei i. O. In Sachen Ladeinfrastruktur hat sich seit letztem Jahr Erfreuliches in Matrei getan: Zwei öffentliche Ladestationen sind jetzt direkt im Ort verfügbar. Eine mit 2 x 22kW AC am M-Preis und eine mit 1 x 11kW AC am Nationalparkhaus. An letzerer darf kostenlos geladen werden. Kostenlos Laden am Nationalparkhaus in Matrei i. O. 11kW. Tierisch langweilig.Alle paar Tage, wenn es passt, fahre ich zum Nationalparkhaus und lade ein wenig nach, während ich Besorgungen mache. Ein Besuch der Ausstellung im Nationalparkhaus ist auch unbedingt zu empfehlen. Steinböcke im NationalparkhausDie Ladestation am M-Preis nutzen wir nur ein Mal am Tag vor unserer Abreise, um den Akku schneller voll zu bekommen. Hier verwende ich meine TIWAG-Ladekarte und zahle 22ct/kWh. 22kW-Lader am M-Preis in Matrei i. O. Gähn.E-Carsharing Im Nationalparkhaus kann man nun sogar einen BMW i3 mieten. Sollte dieser gerade den Ladeanschluss blockieren, wenn man selbst dort laden möchte, einfach reingehen und fragen. Falls er schon voll genug ist, wird er dann umgesetzt. Regenbogen Das Foto gibt es leider nicht annähernd wieder: Dieser Regenbogen hatte die intensivsten Farben, die wir je gesehen haben. Er spannte einen perfekten Halbkreis auf, beide Enden berührten den Talboden. Wow. E-Anfahren am Berg Ich hab es ja schon jedem erzählt, der nicht schnell genug das Weite gesucht hat: E-Autos in den Bergen sind jedem Verbrenner haushoch überlegen, und zwar nicht nur, was Effizienz und Energierückgewinnung betrifft, sondern auch im Handling in schwierigen Situationen. Eine will ich hier mal schildern, weil ich sie so geil fand: Wir fahren zu einem hochgelegenen Parkplatz, den wir als Ausgangspunkt für eine Bergtour nutzen wollen. Da wir uns beim Frühstück etwas verquatscht haben, sind wir relativ spät dran und der kleine Parkplatz ist schon voll, als wir ankommen. Ein paar Meter zurück biegt ein kleiner Waldweg sehr steil vom Hauptweg den Berg hinauf ab. Da stehen schon ein paar Autos am Rand, die ebenfalls keinen Parkplatz mehr bekommen haben. Ich quetsche unsere ZOE erst direkt am Abzweig in eine kleine Lücke, die da noch ist, merke dann aber, dass der Wagen hinter mir so unmöglich ausparken kann. Weiter oben scheint es noch einen besseren Platz zu geben. Die ZOE steht steil am Hang, Nase bergauf, der Weg ist voller loser runder Steine in der Fahrspur. Gefühlt sind es 30 Grad Neigung. Und jetzt schauen Sie her, Meinedamundherrn: Ich tippe einfach nur gaaanz ganz vorsichtig das Strompedal an, und die ZOE setzt sich trotz ihres Frontantriebs souverän, sanft wie ein Schmetterling, lautlos und ohne dass auch nur ein Steinchen unter den Rädern wegflutscht in Bewegung. Ganz ohne Kupplungs- und/oder Getriebegedöns. Feinst dosierbare Magnetfelder vs. grobschlächtige Gasexplosionen. Da grinst er wieder, der Elektrofreak. Die Rückfahrt Üblicherweise bleiben wir immer 3 Wochen in Matrei. In diesem Jahr reisen wir schon nach zwei Wochen wieder ab. Wir nehmen an einem Wochenendseminar des chinesischen Qi Gong Großmeisters Zhi Chang Li im Qi Gong Zentrum München teil und wollen anschließend noch Verwandte in Berlin besuchen. Nach dem Vollladen am Abend vor der Abreise (und zwei Wochen Auf & Ab in den Bergen) zeigt ZOE 348km Reichweite an: Haar Wir übernachten in Haar bei München. Eine geeignete Lademöglichkeit ist nur 150m von unserer Unterkunft entfernt und das Qi Gong Zentrum können wir in 20 Minuten zu Fuß erreichen. Die rund 180km fahren wir wieder abseits der Autobahn und genießen eine schöne Fahrt über Land. Da es in jedem Fall dicke reicht, achte ich gar nicht mehr auf die Reichweitenanzeige. Ich meine mich zu erinnern, dass da nach Ankunft noch über 200km angezeigt wurden. Alpen bergab. Wir kommen Freitag Abend an und fahren Montag früh weiter. Sonntag Abend stöpsele ich die ZOE in die Ladesäule am Rathaus ein. Ladesäule in Haar. Voll langweilig.Mit meiner TIWAG-Karte schalte ich die Säule frei. ZOE zeigt eine geschätzte Ladedauer von zweieinhalb Stunden an. Das deutet eher darauf hin, dass die Ladesäule hier nur 11kW abgibt. Es kann aber auch sein, dass der Akku schlicht noch zu voll ist und das BMS die Ladeleistung begrenzt. Ich bin zu faul, den CAN-Bus-Dongle herauszukramen und mit CanZE genauer zu gucken. Ist mir auch egal, ich habe ja Zeit. Schlendere gemütlich zu unserer Unterkunft zurück, wir gehen was essen und danach ist die ZOE voll und ich hole sie wieder ab. Himmelkron Montag früh geht es wieder auf die Autobahn. Auf dem Weg nach Berlin findet sich in 284km Entfernung eine kostenlose Lademöglichkeit an der Autobahnkirche Himmelkron. Trotz heftiger Regenschauer unterwegs (mit entsprechendem Mehrverbrauch) erreichen wir sie locker, ohne dass ich die eingestellten 100km/h (außer in Baustellenbereichen) reduzieren muss. Ein Hyundai IONIQ Elektro lädt gerade, schaltet sich aber just vollgeladen ab, als ich mein Ladekabel herauskrame. Perfektes Timing. Vielleicht hätten wir die vollen 22kW auch so bekommen, aber jetzt sind sie uns ganz sicher. Ladesäule Himmelkron. Laaaangweilig.Wir gehen was essen und setzen uns anschließend noch eine kurze Weile in die sehr moderne und wie wir beide finden sehr schöne Autobahnkirche. Fahren wir an diesem Tag noch bis Berlin oder schieben wir noch eine Übernachtung dazwischen? Wir entscheiden uns für noch eine Übernachtung. In rund 280km Entfernung gibt es eine gute Kombination aus billiger Pension und nahegelegener Lademöglichkeit. Eine nicht näher bezeichnete anhaltinische Kleinstadt Im Internet sehen die Fotos ganz nett aus, aber die billige Pension ist trotz ihres netten Betreibers in real dann doch leicht schockierend. Wie war das mit dem Geiz? Nein, geil ist das hier ganz und gar nicht. Nun hatten wir aber telefonisch schon reserviert und wollen keinen Rückzieher machen. Das Zimmer ist dunkel und riecht penetrant nach irgendwelchen Duftkerzen und -stäbchen, die Bettwäsche stark nach parfümierten Waschmitteln, die wir zu Hause schon jahrzehntelang nicht mehr benutzen. Unsere Nasen sind da sehr empfindlich geworden. Unfassbar, was so viele Menschen offenbar für Wohlgeruch halten. Jetzt kommen wir auch direkt aus einem intensiven Qi Gong Wochenende und sind möglicherweise gerade besonders feinfühlig. In diesem Zustand beschleicht uns auch ein seltsam bedrückendes Gefühl, als wir ein wenig durch die Straßen schlendern und ein Restaurant suchen, während ZOE an der Ladestation steht und lädt. Trotz der schön restaurierten Architektur, der sauberen und hellen Plätze und Wege und der relativ vielen jungen Leute, die wir sehen, will ein latentes Unwohlfühlen nicht von uns weichen. Niemand grüßt zurück, Männer mit extremer Kurzhaarfrisur, ein paar Teenies mit einem Rottweiler in einem Hauseingang, der auf uns losspringen will. Es wird noch klarer, als wir in einer Seitenstraße einen SUV stehen sehen, an dessen Heckscheibe in altdeutscher Schrift gewisse Werte beschworen werden, die wir nicht teilen. Am nächsten Morgen verzichten wir auf das Frühstück und fahren zügig weiter nach Berlin. Nein, kein Foto der Ladestation. Zu langweilig. Berlin Berlin ist ladetechnisch für uns vollkommen unspektakulär: Wir laden an einer Schuko-Außensteckdose bei unseren Verwandten über Nacht. Ich reduziere sicherheitshalber den Ladestrom am Ladeziegel auf 10A. Nach 15 Stunden ist die ZOE wieder voll. Foto? Noch nie ’ne Schukosteckdose gesehen? Gibt nichts Langweiligeres. Von Berlin aus sind es rund 325km bis nach Hause. Das würden wir vielleicht sogar ohne Zwischenladung schaffen, aber dann mit max. 90km/h. Das ist Quark. Auf diese Entfernung brauchen wir ohnehin eine Pause. Gut gelegen scheint uns hierfür Barleben bei Magdeburg. Kostenloses Laden am Supermarkt. Perfekt, wir müssen sowieso noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Barleben Nach guten 180km erreichen wir die Ladesäule am Rathaus, direkt neben zwei Supermärkten. Der Ladestrom wird kostenlos abgegeben, die Ladesäule muss aber freigeschaltet werden. Ich benutze wieder meine TIWAG-Ladekarte. Schütz klickt, ZOE zirpt, wir gehen derweil einkaufen. Ladesäule in Barleben. 11kW. Überraschend langweilig.Als wir nach kaum einer Viertelstunde wiederkommen, wundere ich mich über die lange Ladezeit, die noch angezeigt wird. Ich checke mit CanZE, und richtig: Hier fließen nur 11kW von der Säule. Bei GoingElectric war sie mit 2 x 22kW verzeichnet. Da müssten wir noch etwas warten, bis wir genug für den restlichen Heimweg plus etwas Reserve im Akku haben. Och nö, lieber fahren wir weiter. Es gibt genug 22kW-Ladestationen auf der Strecke, die wir nochmal kurz ansteuern können. Lappwald Nord An der Autobahnraststätte Lappwald Nord fahren wir raus. Hier gibt es einen Kombilader mit sogar 43kW-AC-Anschluss. Sagt das Display und sagt GoingElectric. Konnten wir früher voll mit unserer Q210 nutzen. Jetzt wird unsere R110 nur 22kW davon in Anspruch nehmen. Nett: Auch hier ist das Laden immer noch kostenlos. Die Säule lässt sich ohne Karte oder App direkt am Display freischalten. Meine Liebste holt sich was zu Essen, ich checke derweil auch hier mal mit CanZE die Ladeleistung. Oh, CanZE meint, die Säule gäbe nur 22kW ab. Kann gut sein, viele 43kW-Anschlüsse wurden softwaremäßig gedrosselt, weil es zu viele Ladeabbrüche gab. Mir kann es jetzt egal sein, ein/e Q210-Fahrer/in wird sich ärgern. Ich setze eine Änderungsmeldung an das GE-Verzeichnis ab. Foto hab ich hier keins mehr gemacht, ich will schließlich niemanden langweilen. Zu Hause Für die restlichen 120km bis nach Hause brauchen wir nochmal fast zwei Stunden. Der Verkehr ist sehr dicht und die rechte Spur ist von Berlin bis Hannover und wahrscheinlich noch viel weiter praktisch ein einziger LKW. Wie ein Güterzug, nur dass jeder Waggon seinen eigenen Fahrer und einen Dieselmotor hat. Diesen Irrsinn glaubt einem in 50 Jahren kein Mensch mehr. Hoffentlich schon in 20 Jahren nicht mehr. Ja ja, Opa, LKW auf Autobahnen, gähn. (Langweilig.) Strecke Hier nochmal grob die gefahrene Strecke im Überblick: Fazit Urlaube sind generell zu kurz. 300km Reichweite sind im Sommer bei Tempopilot 100km/h mit der R110 drin. Witterung und Höhenprofil müssen natürlich passen. Weniger oft laden zu müssen ist für uns Komfortgewinn, auch wenn die Ladungen länger dauern. Nach spätestens 250km ohne Pause tut mir der Hintern weh. Mehr als 300km Reichweite brauchen wir nicht. *) Dieser Link ist ein Werbelink. The post Urlaub 2019 appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Gesamten Artikel anzeigen
  14. Wir machen uns aktuell einige Gedanken wie wir zukünftig freie Tage und Ferien verbringen könnten und dabei die Unabhängigkeit und Natur nicht zu kurz kommt. Waren wir vor Jahren noch mit Motorrad und Zelt unterwegs, könnten wir uns heute auch z.B. einen Campingbus für solche Unternehmungen vorstellen. Der Markt für elektrisch angetriebene Wohnmobile etc. ist noch sehr jung, meistens handelt es sich um Eigenkreationen oder Custom-Built Fahrzeuge. Doch die Zeit ist reif für Angebote bekannter Hersteller. Vor wenigen Monaten hat z.B. Nissan seinen e-NV200 Camper vorgestellt. Inwieweit dieser jedoch auch in DE/AT/CH verfügbar wird, ist etwas unklar. Schon in wenigen Jahren soll dann der VW ID. Buzz (Nachfolger des VW California Camperbus) den Markt erobern. Auch bei den etwas grösseren Wohnmobilen tut sich etwas. Das Wohnmobil "Iridium" der Marke WOF ist bereits bestelllbar. Der Preis ist allerdings recht deftig. 169'000 Euro werden dafür aufgerufen. Dafür hat das Reisemobil aber auch alles was das Herz eines Elektrofahrers und Camping Enthusiasten höher schlagen lässt. Die 106 kWh Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie ermöglich eine Reichweite von 300km. Damit sind auch längere Strecken problemlos möglich da die Ladezeit idela mit z.B. einer Mittagspause verbunden werden kann. Neben der DC-Schenllladung ist auch das AC Laden mit 22kW möglich. Wir planen die kommenden Monate einen "Live-Test" mit einem e-Camper zu machen. Geplant ist mit einem umgebauten Nissan e-NV200 etwas e-Camper Luft zu schnuppern. Gerne berichten wir hier über unsere Erfahrungen. Hier ein paar Links zu verschiedenen Anbietern von Umbauten usw. Custom-built Campervans made in Netherlands - toller Ausbau! https://www.customcamp.nl/ Campervans Umbauten in UK https://www.customcamp.nl/ Praktische Umbauten für den e-NV200 (rechtsgesteuert...) https://www.reconcampers.com/ NV200 Umbauten, made in USA - top Ausstattung, leider in EU nicht verfügbar e-NV200 Umbauten & Vermietung https://www.isar-autocenter.de/ https://www.bram.es/ Offizieller Nissan Partner der den e-NV200 Campingbus in Spanien anbietet - Zukunft etwas unklar Weitere Hinweise und Links sind sehr willkommen! Wer hat bereits eigene Erfahrungen mit "e-Camping" gemavcht?
  15. Stephan

    Kompensation

    Kaum plant die Bundesumweltministerin die Einführung einer CO₂-Steuer, schlagen die Wellen hoch und es droht ein Engpass an gelben Warnwesten. Was kommt da auf uns zu? Wie schlimm wird es? Ein Selbstversuch. Er: „Was ist eigentlich die Mehrzahl von Motto?“ Sie: „Motten.“ Motte 1: „Tue Gutes und rede darüber.“ Motte 2: „Machen ist wie wollen, nur viel krasser.“ Ölheizung Unser gemietetes Reihenhäuschen stammt aus den 1970er Jahren, ist schlecht gedämmt und hat eine 14 Jahre alte Ölheizung. Da gibt es leider nicht viel, was wir derzeit tun können. Unsere Vermieter sind schon betagt und werden nicht noch groß investieren. Wir sind möglichst sparsam mit Heizung und Warmwasser, aber unseren Heizölverbrauch bekommen wir kaum unter 1.500 l/Jahr und das auch nur, wenn der Winter mild ist. Letzten Montag kam unsere diesjährige Öllieferung: 1.458 l zum Preis von 1.006,31 €. Bekommen wir diese Menge Heizöl CO₂-neutral gestellt, ohne zu verhungern? Schaunmerdochmal. CO₂-Äquivalent Zunächst gilt es, herauszufinden, welche Menge CO₂ bei der Verbrennung von rund 1.500 l Heizöl entsteht. Bzw. Moment. Es entsteht nicht nur CO₂, sondern auch noch andere Treibhausgase (THG). Deren Wirkung auf das Klima, das sog. Treibhauspotential, lässt sich auf die Wirkung von CO₂ abbilden (eine Einheit von Substanz X wirkt so stark wie soundsoviel Einheiten CO₂); wir sprechen dann vom CO₂-Äquivalent. Das CO₂-Äquivalent vereinfacht die spätere Kompensationsberechnung, weil wir nicht jede Substanz einzeln betrachten müssen, sondern mit dem gesamten Äquivalent rechnen können. Also schaue ich, was 1.500 l Heizöl beim Verbrennen für ein CO₂-Äquivalent emittieren. Eine Frage, fünf Antworten Welche Menge CO₂-Äquivalent entsteht beim Verbrennen von 1.500 l Heizöl? Ich konsultiere fünf verschiedene Online-Rechner und erhalte fünf verschiedene Werte. Die Spanne reicht von 2,38 t (UBA D) bis 5,048 t (UBA AT). Manche berechnen offenbar nur die direkt in der Ölheizung beim Verbrennen entstehenden Lokalemissionen, andere berücksichtigen noch die gesamte Vorkette der Erdölgewinnung und -verarbeitung zu Heizöl. Letzteres scheint mir sinnvoller, von daher rechne ich mal mit 5 t CO₂-Äquivalent. Wo kann ich die nun hinsichtlich ihrer Klimawirkung kompensieren? atmosfair Eine Möglichkeit der Kompensation von Treibhausgasen durch Förderung erneuerbarer Energien und anderer Klimaschutzprojekte bietet z. B. atmosfair. Bei atmosfair kann man nicht nur Flugreisen kompensieren, sondern auch beliebige andere „Wunschmengen“ CO₂, die anderswo im persönlichen Lebens- und Arbeitsstil anfallen. Auf die Frage, ob das nicht ein wohlfeiler Ablasshandel ist, lautet die Antwort: Nein. Denn ich gehe davon aus, dass Menschen, die auf diese Weise versuchen, Ihren CO₂-Fußabdruck zu verringern, so gestrickt sind, dass CO₂-Vermeidung immer erste Priorität hat, und nur, wenn es nicht anders geht, wird kompensiert. Klar könnte man auf diese Weise auch fröhlich weiter um die Welt jetten und SUVs mit 250km/h über die Autobahn prügeln. Anschließend kompensieren, zack, Umweltengel. Aber mal ehrlich, wer so lebt, muss möglicherweise noch etwas Grundsätzliches über sich selbst, die Biosphäre und unseren Planeten lernen. Und ich weiß nicht, ob wir die Zeit haben, darauf zu warten, dass dies mirakulös von selbst geschieht, ganz ohne Lernanreiz. Doch bevor das hier ausufert, kehre ich zum eigentlichen Thema dieses Beitrags zurück. Wunschmenge kompensieren Ich navigiere bei atmosfair zu „Wunschmenge CO₂ kompensieren“ und gebe als zu kompensierende Menge 5.000 kg CO₂ ein: Direkt nach der Eingabe wird mir links der Betrag angezeigt, für den atmosfair unsere 5.000 kg CO₂-Äquivalent klimaneutral stellen kann. Es sind 115,- €. Da überlege ich nicht sehr lange, klicke auf „Weiter“ und schließe den Spendenvorgang ab. Ich zahle per Überweisung und erhalte noch am gleichen Tag die Eingangsbestätigung und ein Zertifikat: Hundertfünfzehn Euro 115,- € sind ein Aufschlag von 11,43% auf die 1.006,31 €, die das Heizöl gekostet hat. Das sind 9,58 € pro Monat. Weniger als es kostet, ein Mal meine ZOE vollzuladen. Dieser Betrag geht zudem im Rauschen der Ölpreisschwankungen der letzten Jahre unter. Wir haben statt der rund tausend Euro jetzt vor einigen Jahren auch schon 1.500 € für die gleiche Menge Öl gezahlt. Da war unsere finanzielle Belastung wesentlich höher. Ermutigung Also, habt keine Angst vor einer CO₂-Steuer. Erstens wird die (hoffentlich wirklich) an anderer Stelle finanziell wieder ausgeglichen (ich stelle mir z. B. eine entsprechende Entlastung beim Bezug von echtem Ökostrom vor). Aber selbst wenn nicht: Klimaschutz ist letztlich Selbstschutz. Eine Investition in unsere Lebensgrundlagen. Bin gespannt, ob das jemals in die Köpfe reingeht. Neulich schrieb jemand im GE-Forum: „…was uns dieser ganze Ökowahn noch kosten wird…“ Falsche Frage. Bessere Frage: was uns dieser ganze Wirtschaftswachstumswahn noch kosten wird. Wenn ich dann noch höre, dass mehr Geld für Rüstung ausgegeben werden soll, werde ich das Gefühl nicht los, hier hat irgendjemand den letzten Schuss noch nicht gehört… Zweitens: So billig wie jetzt kriegen wir Klimaschutz nie wieder finanziert. In 20, 30, 50 Jahren werden wir Unsummen ausgeben müssen, wenn wir jetzt nichts tun. Und dann für ganz andere Maßnahmen, wahrscheinlich vorrangig für die Beseitigung von Katastrophenfolgen. Wer sich jetzt gegen solche dringend notwendigen Regularien sträubt, erinnert mich an jemand, der sich nicht bücken will, weil dabei der Rücken weh tun könnte, und dann voll den fetten Ast ins Gesicht bekommt. Da nützt es auch nichts, die Augen zu schließen. Nachträge: lesenswert: „Die Mär von der unsozialen Klimasteuer“ (ein Kommentar von Mark Schieritz in der Zeit vom 12. Juli 2019) sehenswert: „CO₂-Steuer – sinnvolle Maßnahme oder unfaire Belastung?“ (joul auf YouTube vom 12.05.2019) The post Kompensation appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Gesamten Artikel anzeigen

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