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Hallo zusammen,

mir kommen regelmäßig Fragen, auf die ich im Netz keine Antworten finde. Könnt ihr mir weiterhelfen?

Ich fange einfach mal an:

Was passiert, wenn ich bei einem Twike ohne Ladelogik bei heruntergedrücktem Not-Aus das Lade-Kabel in die Steckdose stecke?

Was ist eine Entladelogik?

Viele Grüße

Radreiter

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Hallo Radreiter,

Soweit mir bekannt ist, sorgt die Entladelogik bei den alten NiCd Twikes für die komplette Entladung der Akkus. Das brachte den Vorteil, dass diese wieder komplett aufgeladen werden konnten und so auch wieder die volle Kapazität zur Verfügung stand. Ohne diese Massnahme würde sich sonst der Memory Effekt bemerkbar machen und so die nutzbare Reichweite reduzieren. Lithium Ionen Zellen kennen keinen Memory Effekt.

Zur ersten Frage. Ich denke dann sollte nichts passieren. Der Not-Aus sollte das Twike komplett vom Netz trennen. Bin aber nicht mehr ganz sicher ob das so stimmt. Ist schon eine Weile her seit ich ein Twike gefahren bin. Kann jemand anders helfen?

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Hallo Stefan,

danke für die Antwort.

Ja bei NiCd macht das natürlich Sinn.

Die erste Frage würde mich interessieren, weil ich tatsächlich befürchte, etwas kaputt zu machen, wenn ich mal vergessen sollte, den Not-Aus vor dem Laden hochzudrehen.

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Geschrieben (bearbeitet)

Hi,

es gibt tatsächlich eine Fehlermeldung und das Twike schaltet sich dann wieder aus. Ich hatte gerade den Stecker reingesteckt, ohne den Notaus hochzudrehen.

Ich habe nun noch eine weitere Frage zum Luftdruck:

In der Bedienungsanleitung steht, dass der Luftdruck 4-5 bar betragen sollte. Dies steht auch explizit auf den Hinterreifen drauf. Es steht allerdings nicht auf dem Vorderreifen. Stattdessen steht an der Ventilöffnung der vorderen Felge 3 bar. Was stimmt denn nun für den Luftdruck vorne? 3 bar oder 4-5 bar?

Ausschnitt aus der Bedienungsanleitung:

grafik.png.03c0e67dbf40a35bb98025b15bda57d6.png

Für den Heidenau reifen steht hier wierderum etwas von 2,8 bar. https://www.akf-shop.de/simson-ersatzteile/reifen-schlaeuche/reifen/reifen-80-80-16-heidenau-k63/

Für die Meloya 3.0-16 sind hier ebenfalls 5 bar angegeben. http://www.twike-center-ruhrgebiet.de/ZubehorundAssessoirs.htm Allerdings wundert es mich, dass der breite Maloya 3.0 für Twikes geeignet ist, da sonst nirgends angegeben.

Hier steht wiederum pauschal 4-5 bar: http://www.elweb.info/dokuwiki/doku.php?id=twike_reifen

Viele Grüße.

bearbeitet von Radreiter
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Hallo Radreiter,

den Vorderreifen (Heidenau 2.50-16 41J K36) fahre ich mit 4,5 bar. Wenn der Druck auf 4,0 bar sinkt, merke ich das daran, dass an Bodenwellen (Bahnübergang, Verkehrsberuhigung, etc.), die ich nicht exakt im rechten Winkel überfahre, die Lenkung zum Aufschaukeln neigt. 

Wieder aufpumpen und gut ist.

Hinten (Heidenau 3.00-16 48P K31) fahre ich mit 5 bar, allerdings merkt man es nicht so deutlich, wenn der Druck nachläßt.

Viele Grüße

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Hallo Radreiter, 

die Maloyas sind m.E. Geschichte, auch wenn ich gehört habe, dass sie neu aufgelegt worden sind. Ich würde sie nicht mehr aufziehen; in meiner mehr als 14-Jährigen TWIKE Erfahrung war die Pannenanfälligkeit der Dinger historisch. Danach kamen die Kenda 70/90 42J TL - endlich Finken, die nicht ständig kaputt gehen. Von denen habe ich etliche runtergeraspelt, und nur ein- oder zwei Mal einen Plattfuss eingefangen.Bei einer breiten Vorderradgabel haben sie sogar vorne reingepasst. Trocken guter Grip und spurstabil; lediglich bei Nässe waren sie etwas kitzlig - da muss man sich am Riemen reissen und sehr dosiert fahren. Plötzlich gab es die von einem auf den anderen Tag nicht mehr, und ich habe die Heidenaus in verschiedensten Ausführungen ausprobiert. Im Winter habe ich im Schnee hinten jeweils die Heidenau K63 80/80 - 16 46J TL gefahren - schwimmen zu Beginn 2-500km ein wenig. Kurz vor dem TWI hatten sie dann einen sagenhaften Grip in den Kurven, aber auf den Serpentinen hier in der Gegend sind die runtergehobelt wie Emmentaler und mussten ersetzt werden. Schliesslich habe ich diese Kombination gefunden, welche ich nun schon mehrere Jahre Sommer & Winter aufziehe: Vorne Metzeler Block C 2.50 -16 TT 41 P RF (sehr spurstabil) und hinten Heidenau K31 3,0 x 16 48P TT. Rund 5-6000km halten die - vielleicht weil ich nicht gerade sorgsam damit umgehe und das TW415 recht schwer ist. Mitas H04 2.50 -16 41 L RF sind vorne auch nicht schlecht - laufen recht leise. Die Heidenau K35 2.75 R16 46P RF waren etwas weniger gut, weil je breiter der Reifen desto eher schwabbelt die Lenkung. Im Herbst kommt jeweils ein neuer Satz Reifen mit frischem Profil drauf und dann bin ich für den Winter gerüstet.

Ich geben den Reifen gnadenlos 5bar; vorne darf es auch ein bisschen weniger sein. Alles unter 3.5bar hinten ist gefährlich, da bricht meine Kiste im Kreisel aus und verhält sich sonst auch nicht so prickelnd. Ich teste den Reifendruck unterwegs permanent, indem ich gezielt mit einem Rad über die Dolendeckel in der Strasse fahre (normalerweise umfährt man diese ja tendenziell). Mein Gesäss sagt mir dann, ob der Reifen noch genügend Druck hat 😉  

Die Not-Aus-Frage hast Du ja bereits Antworten gekriegt und dies auch selber geklärt. Der Grund warum das Twike nicht aufstartet ist, dass die Speisung der Elektronik des AK-Prints und die der RS485-Transciever auf dem Batterieprint am Not-Aus hängt. Ohne die läuft nix und der Umrichter beschwert sich (zu Recht). 

 

Grüsse aus der Schweiz, 
Florian + TW415 + TW713

 

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WOW!

Danke für diesen sehr ausführlichen Erfahrungsbericht. Den werde ich mir bei meinem nächsten Reifenkauf berücksichtigen.

Deine positiven Erfahrungen mit dem Heidenau K31 3,0 x 16 48P TT decken sich auch mit den Informationen auf elweb.

Viele Grüße!

 

 

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  • 3 weeks later...

Hallo Florian,

ich war doch tatsächlich auch der Meinung, meine Reifen nicht zu schonen. Vielleicht liegt es ja daran, dass sowohl ich als auch mein TWIKE eher leicht sind, dass ich meine Reifen immer erst nach 25-30 tkm wechsle. Immer Heidenau. Es gibt aber auch auf dem Weg zur Arbeit nicht so viele Kurven, wo man an die Haftungsgrenze gehen kann.

Viele Grüße

Olaf

TW259

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Am 26.7.2020 um 17:32 schrieb obo:

Hallo Florian,

ich war doch tatsächlich auch der Meinung, meine Reifen nicht zu schonen. Vielleicht liegt es ja daran, dass sowohl ich als auch mein TWIKE eher leicht sind, dass ich meine Reifen immer erst nach 25-30 tkm wechsle. Immer Heidenau. Es gibt aber auch auf dem Weg zur Arbeit nicht so viele Kurven, wo man an die Haftungsgrenze gehen kann.

Viele Grüße

Olaf

TW259

Fährst Du die runter bis der Schlauch zum Vorschein kommt? Also 25 bis 30tkm pro Reifen sollte doch höchstens mit der Autobereifung vom Smart möglich sein aber keinesfalls mit den 2.50er Trennscheiben ???!!! Bei mir sind die nach 3 - 4tkm immer bei der Verschleissgrenze u.der Twike Service meint das sei üblich bei der Standartbereifung mit den 2.50er Heidenau K 36........

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  • 2 weeks later...

Bisher hatten alle Reifen noch Profil, als die ausgetauscht wurden. Wenn es für den Winter.zu wenig wird kommen neue drauf. Der Reifen im Bild ist links hinten mit 8000 km (3.00er). 

3807228B-CFF7-4628-99E5-08F9D676C5C9.jpeg

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  • 1 month later...

Hallo nochmals,

zwei Fragen zu anderen Themen habe ich noch:

1. Heute habe ich die Schraube, die die Sitzverstellung nach hinten begrenzt, rausgedreht, um den Sitz noch etwa 2 cm weiter nach hinten verschieben zu können. Augenscheinlich hält die Schraube nicht viel. Natürlich muss ich verstärkt darauf achten, das Kabel nicht einzuklemmen. Weiß jemand, ob die Schraube für die Stabilität des Sitzes kritisch ist?

2. Außerdem frage ich mich, welche Akkuspannung bei Nichtbenutzung angestrebt werden sollte. Im Handbuch stehen 350 bis 360 V und der Hinweis, dass eine Spannung von unter 330 V langfristig schädlich ist. Grundsätzlich gilt doch: Die Kapazität des Akkus nimmt umso schneller ab, je höher die Batteriespannung ist. Wäre dann eine Batteriespannunng über Nacht von 330 bis 340 Volt nicht besser als 350 bis 360 Volt?

Vielen Dank und freundliche Grüße!

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  • 3 weeks later...

Zu Frage 1: Die Schraube darf entfernt werden. Das habe ich beim Twike-Servicepartner erfragt.

Zu Frage 2: Mittlerweile habe ich es kappiert. Die Nennspannung des Akkus beträgt 353 V. Jede Abweichung von dieser Nennspannung verstärkt den Alterungsprozess (irreversibler Kapazitätsverlust) des Akkus, wobei auch die Alterungsprozesszunahme umso höher ist, je größer diese Abweichung ist (siehe Bild). Gleichzeitig hängt der Alterungsprozess von der Temperatur ab. Je höher die Temperatur, desto schneller der Alterungsprozess.

Hintergrund der Frage war, wie ich die Ladung so time, dass die Alterung so gering wie möglich ausfällt.

Ergebnis: Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, starte ich bei etwa 370 V, so dass auf der Arbeit während der Liegezeit die Spannung etwa 353 V beträgt.

Bei der Ankunft zu Hause habe ich dann noch etwa 330 V. Sofort bei Ankunft wird der Akku auf 353 V aufgeladen, sodass die Ladung über Nacht wieder 353 V beträgt. Kurz vor Fahrtantritt lade ich den Akku dann wieder auf 370 V auf.

Wenn ich die Ladung mit der Zeitschaltuhr programmiere, entfällt zwar nach dem Aufladen auf 353 V die U-Ladung, da die max. Ladespannung ja 370 V beträgt, ich hoffe aber, dass das nicht relevant ist. Zudem kann man den Ladestrom auf 4 A reduzieren, sodass die U-Ladung ohnehin quasi entfällt.

 

Alterungsprozess Akku.PNG

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Wenn Dein Schema zum SOC im Verhältnis zur Spannung stimmt würde ich seltenst bis 330V runterfahren sondern nur bis 350 v im Normalfall.

Ich lade selbst immer bis 400V hoch was bei meinem Twike mit Dreifels Akku so 85- 90% sein sollten wenn ich es noch richtig im Kopf habe.

Ich versuche nicht unter 350V zu kommen.

An Deiner Stelle würde ich bis 390V aufladen damit Du nicht unter 350 V kommst, weil 25% halte ich für eine zu starke Entladetiefe und das ist mindestens genauso schädlich wie immer zu 100% aufzuladen........

Ich dachte Dein Twike wurde geschrottet ?? Hast wohl wieder eins angeschafft oder hast Du es doch reparieren lassen??

bearbeitet von Twikeaktive
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Wenn das stimmt, was du sagst, ist die obige Kurve falsch. Denn nach der Kuve wären 390 V schlimmer als 330 V. Aber ich weiß auch nicht, auf welche Daten die Kurve basiert oder ob sie nur pi mal Daumen gezeichnet wurde. Sie stammt jedenfalls aus den Twike-Handbuch.

Ja, ich hatte das Glück, ein gebrauchtes Twike zu kaufen. Derzeit ist der Gebrauchtmarkt ja quasi leergefegt. Mein altes Twike habe ich an einen KFZ-Mechaniker verkauft, der es für sich selbst Instand setzen wollte. Ich frage mich, was daraus geworden ist.

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An Deiner Stelle würde ich es meiden über 390V aufzuladen und möglichst nicht unter 30% zu entladen.

Das Problem liegt meines erachtens in erster Linie bei der fehlenden Einzelzellenüberwachung. Gerade wenn man einen in die Jahre gekommenen Akkusatz hat, besteht hierbei nämlich die Möglichkeit nicht mehr synchroner Zellen wegen unterschiedl. Kapazität. Bei tiefen Entladungen halte ich es gut für möglich dass dann z.B. eine oder noch schlimmer mehrere Zellen durch Unterspannung ganz schnell an Kapa verlieren u. infolge zerstört werden.

Meines z.B. habe ich noch nie unter 20% gefahren und schon lange nicht mehr über 400v aufgeladen. Bei meinem sollen wohl 415V dann 100% sein.

Ich lade es nur wenn ich vor habe zu fahren so dass es möglichst nicht länger als ein Tag aufgeladen rumsteht.

Aber wenn ich dann gefahren bin steht es dann meistens mit 40-60% auch mal ne Woche rum bis es wieder aufgeladen wird......

Mein Akku ist jetzt ca.6 Jahre alt und letztes Jahr beim Service hatten noch alle Zellblöcke exakt die gleiche Spannung.

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